Detailansicht

Veranstaltungsangebote für den schulischen Bildungsbereich in Niedersachsen.

Kongress „Multiprofessionelle Arbeit in der inklusiven Schule“
Nr.
18.08.19
Dauer
Tagesveranstaltung
Anfang
21.02.2018 , 10:00 Uhr
Ende
21.02.2018 , 16:00 Uhr
Anmeldeschluss
16.02.2018
max. Teilnehmer
350
Kosten
kostenlos
Adressaten
Interessierte aus Schule, Wissenschaft und Verwaltung
Beschreibung
Das Niedersächsische Kultusministerium veranstaltet im Rahmen der
didacta 2018 am 21.02.2018 in Hannover (10 – 16 Uhr) einen Kongress zur multiprofessionellen Arbeit in der inklusiven Schule.

Die inklusive Schule ist nicht nur auf der Ebene der Schülerinnen und Schüler, sondern auch auf der Ebene des Personals eine Schule der Vielfalt, in der neben Lehrkräften auch andere Berufsgruppen, z. B. pädagogische und therapeutische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, tätig sind, deren Aufgaben sich wechselseitig bedingen – ausgehend von den individuellen Lern- und Entwicklungszielen der Schülerinnen und Schüler.

Die Veranstaltung ist für Inhaber eines gültigen didacta-Fachbesuchertickets kostenlos.
Zielsetzung
Die Leitfrage der Veranstaltung lautet: Wie kann die Arbeit in multiprofessionellen Teams in der inklusiven Schule gelingen? Im Rahmen der Veranstaltung sollen die Voraussetzungen multiprofessioneller Kooperation aus schulischer, wissenschaftlicher und administrativer Perspektive thematisiert werden.
Schulform
keine Angabe
Veranstalter
Niedersächsisches Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklungi
verantwortlich
Veranstaltungsteam
Lea Arnold
Dr. Kathrin Becker
Dr. Ulrike Behrens
Enno Friedemann-Zemkalis
M. A. Johanna M. Gaiser
Ludwig Gehlen
Martin Haße
Stephan Kielblock
Marie Kühn
Karina Meyer
Dr. Britta Ostermann
Steffen Pluta (Leitung)
Martin Reinert
Prof. Dr. Ada Sasse
Alke Schillings
Sylvia Thiel
Ute Wormland
Workshops

13:00

14:00

Schulassistenzen

Becker: Schulassistenzen in der multiprofessionellen Kooperation

Zur Unterstützung von Schulkindern mit geistiger, körperlicher oder psychischer Behinderung werden vermehrt Schulassistenzkräfte (auch Schulbegleitungen oder Integrationshilfen genannt) eingesetzt, die im Rahmen einer Einzelfallhilfe von den Jugend- und Sozialhilfeträgern bewilligt und finanziert werden. Die Einbindung von Schulassistenzen in ein multiprofessionelles Klassenteam birgt verschiedene Herausforderungen: Für die Qualifikationsvoraussetzungen von Schulassistenzen und die Abgrenzung ihres Aufgabenbereichs zum pädagogisch-didaktischen Verantwortungsbereich der Schule gelten keine einheitlichen Regeln; zudem erschwert die zeitliche Begrenzung der Maßnahme eine längerfristige Planung und Zusammenarbeit. In diesem Workshop wird der Einsatz von Schulassistenzen aus administrativer, wissenschaftlicher und schulpraktischer Perspektive beleuchtet. Neben der Erläuterung rechtlicher Grundlagen und der Darstellung aktueller Erkenntnisse aus der Bildungsforschung wird das Poolmodell der Region Hannover vorgestellt, das eine längerfristige Einbindung von Assistenzkräften in die schulischen Kooperationsstrukturen ermöglicht. Am Beispiel des Kurt-Schwitters-Gymnasium Misburg werden Potenziale und Herausforderungen dieses Konzepts inklusiver Beschulung aufgezeigt und Gelingensfaktoren diskutiert. Referentinnen und Referenten des Workshops sind: Frau OStD Dr. Kathrin Becker, Kurt-Schwitters-Gymnasium Misburg, Hannover Frau Karina Meyer, Georg-August-Universität, Göttingen, Institut für Erziehungswissenschaft Frau Sylvia Thiel, Region Hannover, Stabsstelle Sozialplanung

Therapie

Gehlen: Therapie und Pflege in der multiprofessionellen Kooperation

Therapie und Pflege in der multiprofessionellen Kooperation Alle-Für-SchülerInnen In diesem Workshop werden die multiprofessionellen Strukturen vorgestellt und diskutiert, wie sie an der LVR-Anna-Freud-Schule (AFS) praktiziert werden. Der Fokus liegt dabei auf der Darstellung der Teamarbeit von Lehrerinnen und Lehrern und den Kolleginnen und Kollegen der Therapieabteilung (Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie – Psychologie/psychologische Beratung, Autismusberatung) und der Pflegeabteilung (Kinderkrankenpflegerinnen und –pfleger; Angestellte im Pflegedienst). Dabei wird es gehen -stichwortartig dargestellt- um folgende Themenfelder: - Vorstellen von AFS-ILAS – Netzwerk inklusives Lernen an der LVR-Anna-Freud-Schule - Vorstellen von AFS-EDE – Entwicklung der Entwicklungspläne; Kompetenzraster zur Erstellung individueller Entwicklungspläne - Sicherstellung des Informationsflusses im Rahmen des komplexen AFS-Schulsystems - Identifizierung, Visualisierung schulischer Kernprozesse - Teamzeiten und Kommunikationswege - Das Fach "Lebenspraktischer Unterricht", welches Themen des täglichen Lebens unter den besonderen Bedingungen der AFS-Schülerschaft in den Blick nimmt. - Förderung des selbstständigen Lernens - Motorische Förderung und Unterricht

Ganztag

Gaiser: Multiprofessionelle Kooperation im Ganztag

Inklusive Bildung für alle Schülerinnen und Schüler umzusetzen erweist sich als große Herausforderung für Schulen. Das Potenzial des Ganztagsbetriebs für die Umsetzung inklusiver Bildung ist in der Fachliteratur betont worden. Personal mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen einzubeziehen scheint in der Ganztagsschule in besonderer Weise möglich zu sein, was erweiterte pädagogische Möglichkeiten erschließt. Die Ganztagsschulforschenden Stephan Kielblock, Johanna M. Gaiser und Martin Reinert (StEG Projekt; Justus-Liebig-Universität Gießen) erarbeiten in diesem Workshop mit den Teilnehmenden, wie multiprofessionelle Kooperation in der ganztagsschulischen Praxis entwickelt werden kann.

Unterricht

Sasse: Inklusiven Unterricht mit Differenzierungsmatrizen multiprofessionell gestalten

Nähere Informationen zu den Workshops werden in Kürze veröffentlicht.

Erziehungsberechtigte

Ostermann: Die Arbeit mit Erziehungsberechtigten im Rahmen der multiprofessionellen Kooperation

Dieser Workshop beinhaltet sowohl die Erarbeitung eines Models zur Erziehungs- und Bildungspartnerschaft im Rahmen multiprofessioneller Kooperation als auch das Training von Elterngesprächen. Basierend auf erziehungswissenschaftlichen Theorien und empirischen Untersuchungen werden einerseits die Bedeutsamkeit und die Chancen einer partnerschaftlichen Kooperation für alle beteiligten Personengruppen (Pädagog_innen, Eltern, Kinder) in Form von theoretischen Inputs mit praktischen (Reflexions)übungen kurz erläutert. Andererseits werden Hemmnisse und Barrieren herauskristallisiert, die historisch gewachsen sind und ein konstruktives Miteinander in Bezug auf eine multiprofessionelle Zusammenarbeit erschweren. Da gelingende Kommunikation die Basis für eine erfolgreiche Kooperation darstellt, werden entsprechende theoretische Grundlagen interaktiv erarbeitet, die eine Analyse der Kommunikationsstruktur und der etwaigen Störungen ermöglichen. Anhand dieser Theorien und Modelle werden verbale und nonverbale Kommunikationstechniken (Interventionen) für eine diversitätsorientierte und kultursensible Praxis abgeleitet und anhand von authentischen Fallbeispielen (u.a. Konflikt- und Beratungsgespräche mit Eltern) mit Hilfe von Rollenspielen trainiert und analysiert. Der Schwerpunkt liegt auf dem Training von herausfordernden Gesprächen mit Eltern.

Anmeldung nicht möglich: Veranstaltung schon belegt
Drucken
zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln