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Veranstaltungsangebote für den schulischen Bildungsbereich in Niedersachsen.

Inklusion - In der Schule angekommen? Religionspädagogische Tagung
Nr.
KH.809.TG3
Dauer
ganztägig
Anfang
28.02.2018 , 09:00 Uhr
Ende
28.02.2018 , 16:00 Uhr
Anmeldeschluss
01.02.2018
max. Teilnehmer
90
min. Teilnehmer
50
Kosten
18,00 EUR
Adressaten
Religionslehrerinnen und Religionslehrer an FöS, GS, RS und ObS, kirchliche MitarbeiterInnen und an alle am Religionsunterricht interessierten.
Beschreibung
Leider sind wir gezwungen, diese Fachtagung abzusagen!
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Als soziologischer Begriff beschreibt das Konzept der Inklusion eine Gesellschaft, in der jeder Mensch akzeptiert wird und gleichberechtigt und selbstbestimmt an dieser teilhaben kann – unabhängig von Geschlecht, Alter oder Herkunft, von Religionszugehörigkeit oder Bildung, von eventuellen Behinderungen oder sonstigen individuellen Merkmalen…

Die inklusive Pädagogik beschreibt einen Ansatz, der im Wesentlichen auf der Wertschätzung der Vielfalt beruht. In einem inklusiven Bildungssystem lernen Menschen mit und ohne Behinderungen von Anfang an gemeinsam. Homogene und damit separierende Lerngruppen werden nicht gebildet.“ (Andrea Schöb, Juli 2013)

Was bedeutet dies für unsere alltägliche Arbeit in der Schule? Der Religionspädagogische Tag bietet Referate, Workshops und Gespräche mit Anregungen für Ihren Unterricht.

Außerdem wird Ihnen wieder die Buchhandlung Bernward bei Decius (Hannover) Material zum Thema und Stöbern anbieten.

Agenda:

9.00 Uhr
Ankommen

9.15 Uhr
Begrüßung und Organisatorisches

9.30-12.00 Uhr
Vorträge und Diskussion

12.00 - 13.30 Uhr
Mittagspause & Materialbörse

13.30 - 15.30 Uhr
Workshops

15.30 Uhr
Aussprache im Plenum, Verabredungen, Anregungen

Ende der Veranstaltung ca. 16.00 Uhr

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Zwischen 13:30 und 15:30 Uhr finden parallel einige Workshops statt, wobei pro Teilnehmer lediglich die Teilnahme an einem Workshop vorgesehen ist.

Bitte geben Sie bei der Anmeldung für die Workshops einen Erst- und einen Zweitwunsch an. Wir versuchen die Präferenzen bei der Zurodnung der Workshops, soweit möglich zu berücksichtigen.

Bitte teilen Sie uns bei der Anmeldung unter BEMERKUNGEN auch mit, ob Sie ein vegetarisches Mittagessen wünschen.

Das Workshop Angebot:

Workshop 1 (alle Schulformen)
Titel: Individuelle Wahrnehmung
Referentin: Birte Hagestedt (RPI Loccum)
Thema: In dem Workshop soll es darum gehen, sich mit
dem Thema „sinnliche Wahrnehmung und Wahrnehmungsbesonderheiten“ auseinanderzusetzen. Wir werden gemeinsam die Funktionsweise der unterschiedlichen Wahrnehmungsbereiche sowie sog. Wahrnehmungsstörungen in praktischen Übungen nachvollziehen. Anschließend werden wir die gemachten Erfahrungen sowie mögliche Konsequenzen für den inklusiven Religionsunterricht reflektieren.


Workshop 2 (alle Schulformen)
Titel: Gefühlen und Erfahrungen Sprache verleihen -Aufbereitung einer Unterrichtseinheit zum Thema „Psalmen“ für eine heterogene Lerngruppe
Referentin: Stephanie Abrams (Lehrerin, Schulseelsorgerin und Notfallseelsorgerin)
Thema: Menschen haben zu jeder Zeit versucht, Sorgen, Ängste, Nöte, Wünsche, Träume, Freude, Lob, Dank und Hoffnungen zur Sprache und vor Gott zu bringen. Psalmen sind besonders geeignet, diese menschlichen Gefühle und Erfahrungen auszudrücken. Psalmen können Kindern helfen, eigene Erfahrungen und Gefühle zu erschließen und diese vor Gott als Ansprechpartner zur Sprache zu bringen. Dies ist für eine tragfähige Gottesbeziehung relevant. In diesem Workshop wird eine exemplarische Unterrichtseinheit zur Thematik „Psalmen“ für eine heterogene Lerngruppe vorgestellt und diskutiert. Einzelne Sequenzen können erprobt, sowie weitere Ideen und Erfahrungen eingebracht werden.


Workshop 3 (alle Schulformen)
Titel: Klassenarbeiten und Unterrichtsmaterial differenzieren
Referentin: Annika Lange Sonderpädagogin (Ev. IGS Wunstorf)
Thema: Heterogene Lerngruppen sind für Lehrer*Innen nicht erst seit der Einführung der Inklusiven Schule (in Niedersachsen zum Schuljahr 2013/2014) tägliche Arbeitsrealität. Seit der Einführung der Inklusiven Schule jedoch werden Schüler*Innen mit und ohne BasU gemeinsam unterrichtet. Das bringt (u.a) mit sich, nicht nur die Performance im eigenen Unterricht überprüfen zu müssen, sondern auch die ent-sprechenden Materialien und Tests individuell anzupassen. Was mache ich im Unterricht mit Schüler*Innen mit geistiger Beeinträchtigung? Was soll für diese am Ende „dabei herumkommen“? Wie gestalte ich Tests für Schüler*innen mit BasU im Bereich des schulischen Lernens ohne einfach den Umfang der Aufgaben zu reduzieren? Wie kann ich das Unterrichtssetting für Schüler*Innen mit Austismusspektrumstörung gestalten? Worauf muss ich bei der Unterrichtsplanung achten und wie bekomme ich heraus, worauf ich überhaupt achten muss? Diese und andere Fragen werden in dem Workshop in der gebotenen Knappheit erörtert. Dabei sollen die Förderschwerpunkte GE, L und ES im Focus stehen.


Workshop 4 (alle Schulformen)
Titel: Ups – in Schule zeigt sich Vielfalt! – Wie kann man dabei Reli unterrichten?
Referentin: Beate Peters (RPI Loccum)
Thema: Im Religionsunterricht spiegelt sich gesellschaftliche Vielfalt wider: Kinder mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen sowie kulturellen und religiösen Hintergründen nehmen oft gemeinsam an Ev. oder Kath. Religion tei. Es gilt, sowohl den verschiedenen Schülerinnen und Schülern als auch dem Anspruch eines profiliert konfessionellen bzw. christlich orientierten Unterrichts gerecht zu werden. Wie können wir die Chancen des konfessionellkooperativen Religionsunterrichts nutzen, um religiöse Aspekte so einzubringen, dass Kinder mit ihren je eigenen Bedingungen und Hintergründen daraus für sich lernen können? In diesem Workshop werden Anregungen und Bausteine vorgestellt, in denen Vielfalt als Chance aufgenommen wird.


Workshop 5 (alle Schulformen)
Titel: Jugendkriminalität und delinquentes Verhalten – Prävention durch Wertevermittlung
Referent: Max Klebe (Sonderpädagoge Leine-Schule Neustadt)
Thema: Werteverfall - in der Diskussion um Jugendkriminalität und delinquentes Verhalten von SchülerInnen wird oft eine fehlende Werteorientierung als ursächlich angeführt und eine positive Wertevermittlung eingefordert. Inwiefern dies zutrifft, welche Rolle die soziale Lage der SchülerInnen dabei spielt und was der schulische Religionsunterricht zur Prävention beitragen kann, soll in diesem Workshop nach einem theoretischen Input gemeinsam erarbeitet werden. Dabei sollen sowohl die Werte der TeilnehmerInnen als auch die Werte der betreffenden SchülerInnen ermittelt und miteinander abgeglichen werden. Anschließend wird anhand von Fallbeispielen die konkrete Arbeit mit diesen Werten in den Fokus rücken.


Workshop 6 (alle Schulformen)
Titel: Bibliodramatische Elemente im RU
Referentin: Lea-Kristina Behrens (Ev. IGS Wunstorf)
Thema: Bibliodrama bietet – auch für den schulischen Religionsunterricht – eine mehrdimensionale Vorgehensweise, um Bibeltexte für Kinder und Jugendliche ganzheitlich und auf kreative Weise erfahrbar werden zu lassen. Dies geschieht durch spielerische Annäherungen, durch aktive Einlassung sowie durch persönliche Auseinandersetzung mit dem Text.Im Workshop werden sich die TeilnehmerInnen zunächst selbst in einen Bibliodrama-Prozess begeben, um eigene Erfahrungen mit dieser besonderen Form der Auseinandersetzung machen zu können. Anschließend sollen der bibliodramatische Ansatz reflektiert sowie die Chancen und Grenzen von Bibliodrama im Religionsunterricht gemeinsam diskutiert werden.
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Organisatorisches:

Teilnahmegebühr: 18 €
Der Betrag beinhaltet die Honorare, den Stehkaffee, das Mittagessen und weitere Kosten. Es handelt sich dabei um eine Mischkalkulation. Bankverbindung:

Christine Zeisler
IBAN DE78 2515 2490 0000 7574 92 (Sparkasse Wunstorf)
Verwendungszweck: Name der Lehrkraft, Schule und Relipäd. Tagung

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In den Workshops können Sie ggf. zusätzliche Materialien bei den Referentinnen und Referenten erwerben.

Wenn Sie kurzfristigig verhindert sind, sagen Sie bitte unbedingt schriftlich ab. Nur wenn eine schriftliche Absage vorliegt, kann eventuell die Tagungsgebühr - abzüglich des Preises für das bestellte Mittagessen - erstattet werden.

Sie können Sonderurlaub für dienstliche Zwecke über die Schulleitung beantragen, auch übernimmt die Schule die Fortbildungskosten aus dem Fortbildungsetat.
Es steht nur begrenzt Parkraum zur Verfügung. Bilden Sie, wenn möglich, Fahrgemeinschaften.

Herzliche Grüße, wir freuen uns auf Sie,
das Team der Fachberatung Ev. und Kath. Religion der LSchB-H
(Katrin Busch, Petra Kreter, Verena Liegmann, Heike Meyer, Juliane von Magyary, Henrike Nussbaum, Christine Zeisler)

Zielsetzung
Wie gehen wir in Religionsunterricht und Schule mit dem Thema inklusion um? Diese religionspädagogische Tagung bietet in Referat, Workshops und Gesprächen Anregungen für Ihren Unterricht.
Schulform

Förderschule,

Grundschule,

Hauptschule,

Oberschule Sek I

Veranstalter
Kompetenzzentrum Universität Hannover - Lehrerfortbildungi
verantwortlich
Veranstaltungsteam
Katrin Busch
Petra Kreter
Verena Liegmann
Heike Meyer
Henrike Nussbaum
Juliane von Magyary
Christine Zeisler (Leitung)
Anmeldung nicht möglich: Veranstaltung schon belegt
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