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Veranstaltungsangebote für den schulischen Bildungsbereich in Niedersachsen.

Jenseits der Sprache: Klang- und Stimmspiele für Kinder und Jugendliche Methoden für die Förderung des stimmlichen Ausdrucks bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
Nr.
4711
Dauer
k.A.
Anfang
nach Absprache
Ende
nach Absprache
Anmeldeschluss
Keine Angabe
Kosten
kostenlos
Beschreibung
Inhalt

Stimulative Stimmarbeit ermöglicht es, den eigenen Stimmklang und das Sprechverhalten bewusster und differenzierter wahrzunehmen. Ohne ästhetische Vorgaben werden z.B. durch Stimmspielzeuge bestimmte Klanganteile in der eigenen Stimme angeregt und erfahrbar gemacht.

Diese Arbeitsweise ist sowohl für Erwachsene, als auch für Kinder und Jugendliche sehr bereichernd. Besonders Kinder mit Sprachstörungen oder solche, die die Landessprache nicht oder nur schlecht sprechen, haben wenige Möglichkeiten, sich stimmlich auszudrücken und mit Anderen zu kommunizieren. Jenseits der Sprache gibt es aber vielfältige Möglichkeiten, die eigene Stimme wohltuend im Raum, im eigenen Körper und in Kontakt zu Anderen zu erfahren.

Gemeinsames Tönen auf Vokalen, Summen und Brummen kann Jeder, sei es laut oder leise,
hoch oder tief, gleitend oder in Tonstufen. Stimmspielzeuge wie Klang-Eimer, Vasen, Flöten,
Rohre, Papprollen und vieles mehr lenken den Fokus auf ein externes Instrument und regen
zum Experimentieren an. Klangschläuche machen den Stimmklang als Vibration auf der
Haut spürbar. Durch Bewegungsspiele wird der Klang im Körper an unterschiedlichen
Stellen erfahrbar.

Arbeitsformen

In diesem Workshop werden diese Spielmöglichkeiten vorgestellt. Die Teilnehmenden lernen in der Gruppe, in Zweier-Konstellationen und Einzelarbeit das kreative, experimentelle Umgehen mit Klang ‚am eigenen Leibe’. Sie können viele Anregungen für die pädagogische Praxis mitnehmen und für ihre Bedürfnisse anpassen. Der Workshop bietet auch die Möglichkeit, gemeinsam Konzepte und Einsatzmöglichkeiten zu erarbeiten.



Wissen:

Die Teilnehmer/-innen kennen …

- Möglichkeiten der spielerischen Beschäftigung mit den Bausteinen der Lautbildung als Vorstufe für einen besseren sprachlichen Ausdruck
- Grundlagen der Funktionalen Stimmbildung nach Gisela Rohmert:
Gezielte Arbeit an Stimmeigenschaften wie Wärme, Volumen, Klarheit, Durchsetzungskraft, Verständlichkeit, Beweglichkeit
- Grundlagen des Funktionales Hörens – Differenzierung von Klang
- Grundlagen der Vokalbildung, Prosodie (Sprachmelodie)
- Basics der Stimulativen Stimmpraxis: Anregung zur spielerischen Beschäftigung mit der eigenen Stimme durch externe Stimmspielzeuge, Klangexperimente
- Klangkontakt: Klangerfahrung durch gemeinsames Tönen
- Körperresonanzräume: Entdecken der eigenen Körpers als Instrument

Fähigkeiten:

Die Teilnehmer/-innen sind in der Lage …

- selbst mit Neugier und Spaß mit dem eigenen Stimmklang zu experimentieren und die eventuelle Zielorientierung, wie ‚man es richtig macht‘ aufzugeben.
- zu erkennen und zu vermitteln, dass es unendlich viele Möglichkeiten der Lautbildung gibt
-für die Kinder einen Rahmen zu schaffen, in dem sie sich leicht und frei, ungeachtet ihrer eventuellen sprachlichen Defizite, mit ihrer Stimme und klanglichen Ausdrucksmöglichkeiten beschäftigen können
- den Kindern positiver Erfahrungen mit der eigenen Stimme zu ermöglichen
- Spaß und Freude am stimmlichen Ausdruck zu vermitteln.

Haltung:

Die Teilnehmer/-innen …

- vertrauen darauf, dass es sich lohnt, den unmittelbaren Zweck, z.B. einen besseren sprachlichen Ausdruck, zunächst außer Acht zu lassen und sich nur mit den Mitteln der Lautbildung zu beschäftigen
- wissen, dass sich ihre eigene Neugier und Offenheit auf die Kinder überträgt
- erkennen, dass Spiele und Experimente die Möglichkeit bieten, jenseits von ‚richtig‘ oder ‚falsch‘ einen kreativen Prozess anzustoßen, der ganz neue stimmliche Erfahrungen mit sich bringt.
Schulform

beliebig

Veranstalter
Kokke Juliai
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