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Veranstaltungsangebote für den schulischen Bildungsbereich in Niedersachsen.

1. Fachtag für Beratungslehrer*innen 2023: „Moderne integrative und systemische Modelle in Beratung und Mediation“
Nr.
KOS.2317.020
Dauer
Tagesveranstaltung
Anfang
25.04.2023 , 09:00 Uhr
Ende
25.04.2023 , 16:45 Uhr
Anmeldeschluss
25.03.2023
max. Teilnehmende
100
min. Teilnehmende
50
Kosten
50,00€
Adressaten
Beratungslehrer/innen in Stadt und Landkreis Osnabrück
Veranstaltungstypen
  • Präsenz
  • Fortbildung
Beschreibung
Zum Format: Diese Fortbildung ist als Präsenzveranstaltung geplant. Sollte sich die Lage vor Ort in Hinblick auf Infektionszahlen o.ä. ändern, wird die Veranstaltung - ggf. auch sehr kurzfristig - abgesagt oder in ein Onlineformat überführt. In diesen Fällen würden Sie rechtzeitig eine Info erhalten.

„Moderne integrative und systemische Modelle in Beratung und Mediation“

Der Fachtag geht der Frage nach, was gute Beratung und Mediation im Kontext Schule ausmacht. Er wird in Vorträgen und Arbeitsgruppen theoretische und praktische Erträge neuer Modelle vorstellen und methodisch erfahrbar machen. Er zeigt, was man von Beratung und Mediation erwarten kann und was nicht, wie Beratungs- und Mediationsprozesse optimiert werden können und was soziale Neurowissenschaften und Kreative Medien zur Praxis beitragen können.

Programm:

09:00 – 09.30 Uhr: Ankommen und Kaffee

09.30 – 10:15 Uhr: Begrüßung, Eröffnungsvortrag „Integrative Beratung und Mediation im Kontext
schulischer und gesellschaftlicher Herausforderungen“ (Dr. Thomas Mittler)

10:15 – 10.30 Uhr: Diskussion

10.30 - 10.45 Uhr: Pause

10.45 – 11.15 Uhr: Systemische Familienberatung (Urs Wenzel)

11.15 – 11.45 Uhr: Mediation im System Schule (Sven Masche)

11.45 – 12.15 Uhr: Motivierende Gesprächsführung (Josef Sarnjai)

12.15 – 13.00 Uhr: Podiumsdiskussion mit den Referent*innen und dem Saal: Was braucht moderne Beratung
und Mediation in der Schule? – (Moderation: Thomas Künne)

13.00 – 14.00 Uhr: Mittagessen

14.00 – 15.45 Uhr: Arbeitsgruppen (Workshops), Inhalte s. Abstracts:

A Einsatz und Wirkungsweise kreativer Medien in der Beratung (Caroline Gerdes)
B Mediation im System Schule (Sven Masche)
C Prozessorientierte Beratung im Integrativen Ansatz (Dr. Thomas Mittler)
D Systemische Familienberatung und Schule? (Urs Wenzel)
E Mit „Motivational Interviewing - MI“ Motivation wecken und Eigenverantwortung stärken (Josef Sarnjai)
Inhalte s. Abstracts


15.45 – 16.00 Uhr: Pause

16.00 – 16.45 Uhr: Beratung und Mediation in der Schule – Auswertung und Diskussion mit den Referent*innen im Plenum (Moderation: Thomas Künne)

A: Einsatz und Wirkungsweise kreativer Medien in der Beratung

Schon in der frühen Kindheit fangen Kinder an sich gerne mit kreativen Materialien, wie Malstifte, Puppen/Figuren, Bauklötze, aber auch Knete oder Sand, zu beschäftigen. Sie nutzen diese, um sich auszudrücken, ihre Gedanken und Gefühle, Phantasien und Ängste zu äußern oder Alltagsthemen zu bewältigen. Vor allem, wenn es für sie sprachlich noch schwierig ist, das ausdrücken, was für sie wichtig ist oder wenn Ihnen einfach die Worte fehlen, um sich mitzuteilen. Aus diesem Grund eignen sich kreative Medien auch besonders gut für die Beratung in der Schule und sind ein sehr wichtiges Hilfsmittel. In der Arbeitsgruppe sollen nun verschiedene kreative Medien und deren Einsatzmöglichkeit und Wirkungsweise in der Beratung vorgestellt werden. Fallbeispiele aus der Praxis sollen zudem den Einsatz kreativer Medien im schulischen Kontext veranschaulichen.


B: Mediation im System Schule

Konflikte im schulischen Alltag sind normal. Unterschiedliche Interessen, Missverständnisse, ungeklärte Rollen und Schnittstellen sowie ungewohnte Anforderungen führen zu konflikthaften Situationen, die den Arbeitsprozess belasten. Daraus entstehen oft hohe Belastungen für das Arbeitsklima.
Das Entstehen von Konflikten können wir meist nicht beeinflussen. Sehr wohl aber, wie wir Konflikte erkennen und sie bearbeiten. Der Workshop bietet anhand eines Fallbeispiels erste Einblicke, wie wir Fähigkeiten zur Problemlösung weiterentwickeln und wie wir die Konfliktfähigkeit und Konfliktregelungskompetenz stärken können. Es werden auch verschiedene Herangehensweisen und Techniken thematisiert, die für die Bearbeitung unterschiedlicher schulischer Konfliktlagen sinnvoll sind.


C: Prozessorientierte Beratung im Integrativen Ansatz

In der prozessorientierten Beratung öffnet die Beraterin einen „Raum“ mit ihrer Präsenz (Ich bin da“), in dem sich der Klient eingeladen fühlt, Platz zu nehmen, um sich mit sich und seinen Themen zu beschäftigen. Die Beraterin lässt sich in der Begegnung vom Klienten innerlich ansprechen und emotional berühren. Es entstehen, Gedanken, Bilder, Stimmungen und Gefühle bei der Beraterin. Diese inneren „Informationen“ können als Grundlage für die Wahl von geeigneten Interventionen dienen, die die Beraterin dem Klienten zur eigenen Erkundung seiner Thematik anbieten kann. Dabei folgt die Technik immer dem Anliegen des Klienten. Beraterin und Klient begeben sich zur Klärung des Anliegens des Klienten in einen gemeinsamen, wechselseitigen und offenen Prozess.
Im Workshop können die TeilnehmerInnen eigene Erfahrung einer prozessorientierten Vorgehensweise erleben und für Ihren Beratungsalltag erproben. Eigene Beispiele aus der Beratungspraxis sind willkommen.


D: Systemische Familienberatung und Schule?

In dem Workshop geht es darum methodische Ansätze und Erkenntnisse aus der systemischen Familienberatung auf den schulischen Kontext zu übertragen und dabei Spannungsfeld von Kind, Familie und Schule näher zu beleuchten. Im Fokus soll dabei die Erweiterung der eigenen Handlungsmöglichkeiten in der Beratung von Schülerinnen und Schülern und der Arbeit mit Eltern stehen, sei es durch eine Erweiterung der Perspektive oder durch konkrete methodische Ansätze.


E: Mit „Motivational Interviewing - MI“ Motivation wecken und Eigenverantwortung stärken

„Meine Motivation ist am Boden und ich bin zu unmotiviert um sie aufzuheben. Ein Teufelskreis.“
Die motivierende Gesprächsführung möchte diese Motivation eines Menschen für eine Veränderung stärken und hervorbringen, ohne jedoch Druck von außen zu verursachen. So kann Veränderung niemals aufgezwungen sein, sondern entsteht durch die Person selbst. Eine Herausforderung auf dem Weg zur Verhaltensänderung ist die Ambivalenz. Ambivalente Menschen sind zwiespältig, sie möchten etwas an ihrem gewohnten Verhalten ändern, gleichzeitig aber auch daran festhalten. Diese Ambivalenz soll durch motivierende Gesprächsführung aufgelöst werden.

Für Kaffee etc., Getränke und ein Mittagessen ist gesorgt. Reisekosten können ggfl. bei Ihrer Dienststelle beantragt werden.


Referent*innen:

Caroline Gerdes
(Diplom-Psychologin, Schulpsychologische Dezernentin, approbierte Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin mit dem Schwerpunkt Verhaltenstherapie, Mediatorin)

Thomas Künne
(Dipl.-Psychologe, Psychologiedirektor, Dezernatsleiter Schulpsychologie)

Sven Masche
(Dipl.-Psychologe, Schulpsychologischer Dezernent, Zertifizierter Mediator nach ZMediatAusbV, Supervisor)

Dr. Thomas Mittler
(Dipl.-Psychologe, Schulpsychologischer Dezernent, Supervisor (DGSv), Coach (DGSv), Klientenzentrierter Berater (GWG), Gestalttherapeut (DVG))

Josef Sarnjai
(Diplom Psychologe, Schulpsychologischer Dezernent, Ausbildung zum MI-Multiplikator, GK Quest Akademie GmbH Heidelberg, Zertifizierter Anwender und Multiplikator für Motivierende Gesprächsführung

Urs Wenzel
(Diplom Psychologe, Schulpsychologischer Dezernent, Systemischer Berater (DGSF))


Für diese Veranstaltung gelten die „Allgemeinen Teilnahmebedingungen für Veranstaltungen des KOS“ (Link s.u.) in Verbindung mit den „Allgemeinen Bedingungen für die Teilnahme an Veranstaltungen des NLQ“ (abrufbar unter https://www.nibis.de/formulare-des-nlq_593). Mit Ihrer VeDaB-Meldung erklären Sie zugleich, dass Sie bzw. Ihre Schulleitung diese Teilnahmebedingungen vollumfänglich akzeptieren.
Auch wenn Fortbildungsveranstaltungen in der dienstfreien Zeit und/oder online stattfinden, so ist die Genehmigung der Dienststelle zwecks dienstrechtlicher Absicherung Voraussetzung für eine Anmeldung bei einer vom KOS veranstalteten Fortbildung. Bei der Online-Meldung ist zwingend im Voraus zu bestätigen, dass Ihnen die Genehmigung Ihrer verantwortlichen Schulleitung vorliegt.
Schulform

beliebig

Veranstalter
Kompetenzzentrum für Lehrerfortbildung Osnabrück, Universität Osnabrücki
verantwortlich
Veranstaltungsteam
Dipl.-Psych. Caroline Gerdes
Thomas Künne
Dipl. Psychologe Sven Masche
Dr. Dipl. Psych. Thomas Mittler (Leitung)
Josef Sarnjai
Urs Wenzel
Workshops

14:00

15:00

A

Gerdes: Einsatz und Wirkungsweise kreativer Medien in der Beratung (Caroline Gerdes)

Einsatz und Wirkungsweise kreativer Medien in der Beratung Schon in der frühen Kindheit fangen Kinder an sich gerne mit kreativen Materialien, wie Malstifte, Puppen/Figuren, Bauklötze, aber auch Knete oder Sand, zu beschäftigen. Sie nutzen diese, um sich auszudrücken, ihre Gedanken und Gefühle, Phantasien und Ängste zu äußern oder Alltagsthemen zu bewältigen. Vor allem, wenn es für sie sprachlich noch schwierig ist, das ausdrücken, was für sie wichtig ist oder wenn Ihnen einfach die Worte fehlen, um sich mitzuteilen. Aus diesem Grund eignen sich kreative Medien auch besonders gut für die Beratung in der Schule und sind ein sehr wichtiges Hilfsmittel. In der Arbeitsgruppe sollen nun verschiedene kreative Medien und deren Einsatzmöglichkeit und Wirkungsweise in der Beratung vorgestellt werden. Fallbeispiele aus der Praxis sollen zudem den Einsatz kreativer Medien im schulischen Kontext veranschaulichen.

B

Masche: Mediation im System Schule

Konflikte im schulischen Alltag sind normal. Unterschiedliche Interessen, Missverständnisse, ungeklärte Rollen und Schnittstellen sowie ungewohnte Anforderungen führen zu konflikthaften Situationen, die den Arbeitsprozess belasten. Daraus entstehen oft hohe Belastungen für das Arbeitsklima. Das Entstehen von Konflikten können wir meist nicht beeinflussen. Sehr wohl aber, wie wir Konflikte erkennen und sie bearbeiten. Der Workshop bietet anhand eines Fallbeispiels erste Einblicke, wie wir Fähigkeiten zur Problemlösung weiterentwickeln und wie wir die Konfliktfähigkeit und Konfliktregelungskompetenz stärken können. Es werden auch verschiedene Herangehensweisen und Techniken thematisiert, die für die Bearbeitung unterschiedlicher schulischer Konfliktlagen sinnvoll sind.

C

Mittler: Prozessorientierte Beratung im Integrativen Ansatz

In der prozessorientierten Beratung öffnet die Beraterin einen „Raum“ mit ihrer Präsenz (Ich bin da“), in dem sich der Klient eingeladen fühlt, Platz zu nehmen, um sich mit sich und seinen Themen zu beschäftigen. Die Beraterin lässt sich in der Begegnung vom Klienten innerlich ansprechen und emotional berühren. Es entstehen, Gedanken, Bilder, Stimmungen und Gefühle bei der Beraterin. Diese inneren „Informationen“ können als Grundlage für die Wahl von geeigneten Interventionen dienen, die die Beraterin dem Klienten zur eigenen Erkundung seiner Thematik anbieten kann. Dabei folgt die Technik immer dem Anliegen des Klienten. Beraterin und Klient begeben sich zur Klärung des Anliegens des Klienten in einen gemeinsamen, wechselseitigen und offenen Prozess. Im Workshop können die TeilnehmerInnen eigene Erfahrung einer prozessorientierten Vorgehensweise erleben und für Ihren Beratungsalltag erproben. Eigene Beispiele aus der Beratungspraxis sind willkommen.

D

Systemische Familienberatung und Schule?

In dem Workshop geht es darum methodische Ansätze und Erkenntnisse aus der systemischen Familienberatung auf den schulischen Kontext zu übertragen und dabei Spannungsfeld von Kind, Familie und Schule näher zu beleuchten. Im Fokus soll dabei die Erweiterung der eigenen Handlungsmöglichkeiten in der Beratung von Schülerinnen und Schülern und der Arbeit mit Eltern stehen, sei es durch eine Erweiterung der Perspektive oder durch konkrete methodische Ansätze.

E

Mit Motivational Interviewing - MI Motivation wecken und Eigenverantwortung stärken

„Meine Motivation ist am Boden und ich bin zu unmotiviert um sie aufzuheben. Ein Teufelskreis.“ Die motivierende Gesprächsführung möchte diese Motivation eines Menschen für eine Veränderung stärken und hervorbringen, ohne jedoch Druck von außen zu verursachen. So kann Veränderung niemals aufgezwungen sein, sondern entsteht durch die Person selbst. Eine Herausforderung auf dem Weg zur Verhaltensänderung ist die Ambivalenz. Ambivalente Menschen sind zwiespältig, sie möchten etwas an ihrem gewohnten Verhalten ändern, gleichzeitig aber auch daran festhalten. Diese Ambivalenz soll durch motivierende Gesprächsführung aufgelöst werden.

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