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Veranstaltungsangebote für den schulischen Bildungsbereich in Niedersachsen.

Antisemitismus in der Schule: Erkennen und Handeln
Nr.
KGÖ.NLF22.47.06
Dauer
Halbtagsveranstaltung
Anfang
29.11.2022 , 15:00 Uhr
Ende
29.11.2022 , 18:00 Uhr
Anmeldeschluss
20.11.2022
max. Teilnehmende
30
min. Teilnehmende
15
Kosten
kostenlos
Adressaten
Lehrerinnen und Lehrer, Schulleiterinnen und Schulleiter sowie schulpädagogisches Fachpersonal
Veranstaltungstypen
  • Online
  • Fortbildung
Beschreibung
Antisemitismus ist ein gesamtgesellschaftliches Phänomen, das auch vor deutschen Schultoren keinen Halt macht. Oft werden judenfeindliche Vorfälle von den Lehrkräften, der Schulleitung oder dem pädagogischem Fachpersonal allerdings nicht erkannt oder nicht ernst genommen. In der Wahrnehmung der Schülerinnen und Schüler verstärkt dieses Verhalten die Normalisierung von Antisemitismus in der Gesellschaft.

Es ist erforderlich, dass die betroffenen Schülerinnen und Schüler mehr Unterstützung durch die Institution Schule erfahren. Sie leiden unter der Stigmatisierung, die sie als Teil ihrer jüdischen Identität verinnerlichen. Bereits während ihrer Schulzeit verlieren sie so das Vertrauen in den staatlichen Schutz ihrer Persönlichkeitsrechte.

Die Täter und Mitläufer verstehen nur bedingt die Konsequenzen ihres Verhaltens. Erst durch die Thematisierung von Antisemitismus wird ihnen signalisiert, dass solche Übergriffe keine hinzunehmende Banalität darstellen.

Insofern bedarf es einer umfassenden Aufklärungsarbeit über Antisemitismus im Schulkontext, die als selbstverständliche Aufgabe den Lehrerinnen und Lehrern, den Schulleiterinnen und Schulleitern sowie dem Fachpersonal zugeschrieben wird. Um diese Arbeit leisten zu können, muss den Lehr-/ Fachkräften und den Schulleitungen ein Fachwissen vermittelt werden. Sie müssen befähigt werden, antisemitische Vorfälle besser erkennen und angemessen reagieren zu können. Hier setzt diese Fortbildung an.
Schulform

Sek I-Bereich,

Sek II-Bereich

Veranstalter
Kompetenzzentrum Universität Göttingen - Netzwerk Lehrkräftefortbildungi
verantwortlich

Veranstaltungsteam
Astrid Wolter (Leitung)
Zielsetzung
Es wird als selbstverständliche Aufgabe der Institution Schule angesehen auf eine antisemitismuskritische Ausbildung der nachfolgenden Generationen hinzuwirken. Oft fällt es den Lehrkräften, den Schulleitungen oder dem pädagogischem Fachpersonal jedoch schwer antisemitisches Verhalten einzuordnen und zu entscheiden, wie mit Vorfällen umzugehen ist.

Diese Fortbildung soll Abhilfe schaffen. Sie ist als fächerübergreifendes Angebot für Lehrkräfte, Schulleitungen und sonstiges schulisches Fachpersonal konzipiert und möchte über Antisemitismus in der Schule aufklären. Es werden die Entstehung und die Erscheinungsformen von Antisemitismus erläutert, konkrete Praxisbeispiele besprochen und Handlungsempfehlungen dargestellt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen anschließend in der Lage sein antisemitisches Verhalten zu erkennen, richtig einzuordnen und einzelfallbezogen handeln zu können.
Kompetenz
  • Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind in der Lage antisemitisches Verhalten zu erkennen, einzuordnen und einzelfallbezogen handeln zu können.
Inhalte
  • Vermittlung eines Verständnisses über Entstehung und Erscheinungsformen von Antisemitismus/ Entwicklung von Strategien zum Erkennen und Einordnen antisemitischer Vorfälle anhand von Praxisbeispielen/ Konzeptionierung zielführender Reaktionsmöglichkeiten
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