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Veranstaltungsangebote für den schulischen Bildungsbereich in Niedersachsen.

Nichts ist, wie es scheint? Umgang mit Verschwörungstheorien im Politikunterricht
Nr.
KGÖ.NLF22.45.05
Dauer
Tagesveranstaltung
Anfang
17.11.2022 , 14:00 Uhr
Ende
18.11.2022 , 13:00 Uhr
Anmeldeschluss
06.11.2022
max. Teilnehmende
15
min. Teilnehmende
10
Kosten
kostenlos
Übernachtung
Eine Übernachtung wird vom Anbieter angeboten
Adressaten
Die Fortbildung richtet sich an Lehrkräfte aller Schulformen, die in den Sekundarstufen I und II Politik (bzw. Politik und Wirtschaft, Sozialkunde, Gesellschaftslehre) unterrichten und gerne ihre fachlichen Kenntnisse auffrischen, aktualisieren und ausbauen sowie ihr methodisches Repertoire im Bereich der Medienbildung erweitern möchten. Dabei adressiert die analoge Fortbildung insbesondere Lehrkräfte, die in Hessen, Niedersachsen oder Thüringen tätig sind.
Veranstaltungstypen
  • Präsenz
  • Fortbildung
Beschreibung
Unterschiedliche antidemokratische Akteur*innen versuchen ihre demokratiefeindlichen Ideologien zu verbreiten und nutzen dafür heute verstärkt auch den digitalen Raum. Gleichzeitig sorgen Filterblasen, Echokammern und Social Bots dafür, dass Fake News und Verschwörungstheorien rasant verbreitet werden und erschweren es Menschen, sich ein mündiges Urteil zu bilden. Entsprechend unterstreicht die KMK die Relevanz von Demokratie- und Medienbildung als Ziel, Gegenstand und Praxis von Schule. Auch die politische Bildung sieht ihre Aufgabe darin, demokratische Einstellungen von Menschen zu fördern und vor diesem Hintergrund auch auf die Auswirkungen der zunehmenden Digitalisierung zu reagieren.
Angesichts eines veränderten Mediennutzungs- und Informationsverhaltens von Jugendlichen ist es von großer Bedeutung, diese auch durch eine schulische politische Medienbildung in ihren Medienkompetenzen zu fördern. Dazu möchte die Fortbildung einen Beitrag leisten. Über verschiedene Fachvorträge und zahlreiche Praxis- und Reflexionsphasen vertiefen die teilnehmenden Lehrkräfte ihre fachlichen Kenntnisse zu Verschwörungserzählungen, deren Funktionsweise und Verbreitung vor allem in der digitalen Welt und lernen vielfältige Ansätze, Methoden und Medien für einen erfolgreichen Umgang mit Verschwörungstheorien in ihrem eigenen Unterricht kennen.

Hinweise:
Das Programm findet in den Räumlichkeiten der Stiftung Adam von Trott in Imshausen (bei Bebra) statt. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei, für die Verpflegung aller Teilnehmenden wird gesorgt. Für alle Gäste besteht die Möglichkeit, kostenfrei am Tagungsort zu übernachten. Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, ob Sie eine Unterbringung vor Ort wünschen.
Schulform

Berufsbildende Schulen,

Gymnasium,

Gymnasium Sek II,

Hauptschule,

Integrierte Gesamtschule,

Integrierte Gesamtschule Sek II,

Kooperative Gesamtschule,

Kooperative Gesamtschule Sek II,

Oberschule Sek II,

Realschule,

Sek II-Bereich

Veranstalter
Kompetenzzentrum Universität Göttingen - Netzwerk Lehrkräftefortbildungi
verantwortlich

Veranstaltungsteam
Prof. Dr. Monika Oberle (Leitung)
Henrike Schneider
Zielsetzung
Die Veranstaltung möchte Politiklehrkräfte für eine schüler*innen- und handlungsorientierte, kognitiv aktivierende und methodisch vielfältige Bildung zu „Verschwörungstheorien“ im politischen Fachunterricht in anwendungsorientierter Weise fortbilden. Damit will sie Lehrkräfte darin unterstützen, Schüler*innen in ihrer Urteilskraft und ihren politischen Medienkompetenzen zu fördern. Was sind die wichtigsten Elemente und Strukturen sogenannter Verschwörungstheorien? Wie arbeiten Verschwörungs-ideologen? Warum glauben Menschen an Verschwörungen und was macht Verschwörungs-denken für viele attraktiv? Welche Gefahren gehen von Verschwörungsideologien für freiheitlich-demokratische Gemeinwesen aus? Und vor allem: Wie geht man in der Schule und im politischen Fachunterricht mit ihnen um?
Kompetenz
  • Die Lehrkräfte verfügen über fachwissenschaftliche Kenntnisse, u.a. zu den veränderten Bedingungen der Demokratie in der digitalen Welt sowie zum Mediennutzungs- und Informationsverhalten von Jugendlichen.
  • Die Lehrkräfte verfügen über fachwissenschaftliche Kenntnisse, wie Verschwörungserzählungen „funktionieren“; welche Grundstrukturen und Elemente sie vorweisen und worin die Faszination des Verschwörungsglaubens für viele Menschen liegt.
  • Die Lehrkräfte verfügen über Kenntnisse zu Radikalisierungsprozessen junger Menschen und Möglichkeiten der Prävention.
  • Die Lehrkräfte wissen, worin die Gefahren von Verschwörungsideologien für freiheitlich-demokratisch verfasste Gemeinwesen liegen und können Verschwörungstheorien im eigenen Fachunterricht didaktisch aufschließen.
Inhalte
  • Über Fachvorträge und Praxis- und Reflexionsphasen vertiefen die Teilnehmenden ihre Kenntnisse zu veränderten Bedingungen der Demokratie in der digitalen Welt, dem Mediennutzungsverhalten von Jugendlichen sowie Verschwörungstheorien u. Fake-News im Netz.
  • Wie ein schüler*innen- und handlungsorientierter, kognitiv aktivierender und methodisch vielfältiger politischer Fachunterricht im Themenfeld „Verschwörungstheorien“ und „Fake-News“ gelingen kann, steht im Zentrum dieser Fortbildung.
  • Dabei lernen die Teilnehmenden vielfältige unterrichtspraktische Ansätze und Methoden kennen, die zu einer gelingenden Umsetzung von Medienbildung im Politikunterricht beitragen.
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