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Veranstaltungsangebote für den schulischen Bildungsbereich in Niedersachsen.

Umgang mit traumatisierten Schüler:innen in der Schulsozialarbeit
Nr.
KOS.2227.135
Dauer
Tagesveranstaltung
Anfang
08.07.2022 , 09:00 Uhr
Ende
08.07.2022 , 16:00 Uhr
Anmeldeschluss
08.06.2022
max. Teilnehmende
25
min. Teilnehmende
5
Kosten
kostenlos
Adressaten
Pädagogisches Personal, Schulsozialarbeiter:innen
Veranstaltungstypen
  • Präsenz
  • Fortbildung
Beschreibung
Organisatorischer Hinweis: Diese Fortbildung ist als Präsenzveranstaltung in der Stadt Osnabrück geplant. Sollte sich die Lage vor Ort in Hinblick auf die Infektionszahlen ändern, wird sie - ggf. auch sehr kurzfristig - abgesagt oder in ein Onlineformat überführt. In diesen Fällen würden Sie rechtzeitig eine Info erhalten.

Zum Inhalt:
In Deutschland erleben ungefähr ein Viertel aller Menschen im Laufe ihres Lebens mindestens ein
Ereignis, welches sie traumatisieren kann. Darunter fallen unter anderem sexuelle Gewalt, Überfälle,
Unfälle und Krieg, aber auch emotionale Vernachlässigung durch die Eltern. Diese Ereignisse können
einmalig sein, aber auch über einen längeren Zeitraum andauern und betreffen nicht nur
Erwachsene, sondern auch Kinder und Jugendliche.
In der Schule treffen diese Kinder und Jugendliche auf Schulsozialarbeiter:innen, die sehr engagiert
sind, sich diesen Kindern anzunehmen und mit ihnen zu arbeiten. Dabei können aber auch viele
Fragen aufkommen, wie etwa:
- Was genau ist ein Trauma?
- Wie erkenne ich traumatisierte SuS?
- Welche verschiedenen Phasen durchlaufen traumatisierte SuS?
- Was ist PTBS? Wie äußert es sich?
- Welche Stabilisierungsmethoden gibt es für traumatisierte SuS?
- Gibt es bei der Kommunikation mit traumatisierten SuS Besonderheiten, die ich beachten muss?
Im Rahmen dieser Veranstaltung wird versucht, diese und weitere Ihrer Fragen fachlich fundiert zu
beantworten und Ihnen Basics zu den Themen: Trauma, Phasen von Traumata, PTBS,
Stabilisierungsmethoden sowie unterstützender Kommunikation und Gesprächsführung im Umgang
mit traumatisierten SuS zu vermitteln. Diese Fragen werden unabhängig von der Ursache des
Traumas beantwortet.
Die Veranstaltung beginnt mit einem Impulsvortrag der Referentin, der viele Fallbeispiele enthält.
Danach werden förderliche Kommunikationsmethoden in Kleingruppenarbeit trainiert.
Die teilnehmenden Schulsozialarbeiter:innen sind dazu eingeladen, eigene Fallbeispiele
mitzubringen, die (anonymisiert) zusammen im Plenum bearbeitet und besprochen werden können.

Zur Referentin:
Marlies Knieper ist DaZ-Lehrerin (BAMF) mit einer Zusatzausbildung Traumabewältigung. Sie
verfügt über 16 Jahre Berufserfahrung mit der Zielgruppe Flüchtlinge, Spracherwerb und seelische
Traumata. Während einer siebenjährigen Tätigkeit als Schulleiterin einer Projektschule (in
Absprache mit der Landesschuldbehörde und den Jugendämtern) für traumatisierte Jugendliche aus
ganz Deutschland hat sie sich intensiv damit auseinandergesetzt, wie Lernen mit Traumata gelingen
kann, woraus sie ein eigenes Konzept speziell für diese Zielgruppe entwickelt und stetig
weiterentwickelt hat. Des Weiteren war Frau Knieper zehn Jahre für den Kinderschutzbund tätig
(„Nummer gegen Kummer“).
Seit 10 Jahren bietet sie mit einem 20-köpfigen Team Lernförderung für die Stadt und den
Landkreis Osnabrück an - hauptsächlich für Flüchtlinge und SuS mit einem Migrationshintergrund
aus den arabischen Ländern (Klasse 1 bis 13) und Berufsschüler:innen (Schwerpunkt
Sprachlernklassen und Pflege).

Diese Veranstaltung wird als bildungspolitisches Schwerpunktthema vom Niedersächsischen Kultusministerium finanziell gefördert und ist kostenfrei.

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Für diese Veranstaltung gelten die üblichen Anmelde- und Teilnahmebedingungen des KOS (s.u.).
Mit Ihrer VeDaB-Meldung erklären Sie zugleich, dass Sie diese Teilnahmebedingungen vollumfänglich akzeptieren.
Zielsetzung
Nach dieser Veranstaltung können Schulsozialarbeiter:innen die besondere Situation des Umgangs
mit traumatisierten SuS besser einschätzen und die vermittelten Prinzipien für einen
gewinnbringenden persönlichen Kontaktaufbau und eine gelungene (sprachunabhängige)
Kommunikation mit diesen einsetzen.
Sie erfahren, welche Stolperfallen im Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen lauern
und wie sie diese zum Wohle des Kindes vermeiden können. Sie erhalten Hinweise zum Umgang
mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen, der Workshop wird allerdings nicht nur den Umgang
mit traumatisierten Flüchtlingskindern, sondern allgemein traumatisierten SuS thematisieren.
Schulform

Sek I-Bereich,

Sek II-Bereich

Veranstalter
Kompetenzzentrum für Lehrerfortbildung Osnabrück, Universität Osnabrücki
verantwortlich

Veranstaltungsteam
Marlies Knieper (Leitung)
Kathrin Wieben
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