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Veranstaltungsangebote für den schulischen Bildungsbereich in Niedersachsen.

DaZ/Beratung: Umgang mit (traumatisierten) Flüchtlingskindern / Krieg in Schule und Unterricht: Was Lehrkräfte und PMs jetzt tun können (und vermeiden sollten)
Nr.
KOS.2222.116W
Dauer
Halbtagsveranstaltung
Anfang
31.05.2022 , 16:00 Uhr
Ende
31.05.2022 , 18:00 Uhr
Anmeldeschluss
24.05.2022
max. Teilnehmende
50
min. Teilnehmende
30
Kosten
15,00€
Adressaten
Lehrkräfte aller Schulformen sowie weiteres pädagogisches Personal
Veranstaltungstypen
  • Online
  • Online-Veranstaltung BBB
Beschreibung
Zum Inhalt:
Im Zuge der Kriegshandlungen auf dem Staatsgebiet der Ukraine haben sich bislang bereits mehr als drei Millionen Menschen, darunter sehr viele Mütter mit ihren Kindern, auf die Flucht begeben und die Heimat nach Westen in Richtung der EU verlassen. Auch hier vor Ort sind bereits die ersten Flüchtlingskinder in den Schulen angekommen. Unsicher bis verängstigt, bisweilen sogar (schwer) traumatisiert von den Eindrücken in der Heimat und den Strapazen der Flucht, blicken diese einer ungewissen Zukunft entgegen in einem ihnen fremden Land, dessen Sprache sie weder sprechen noch verstehen.
In der Schule treffen diese Kinder auf Lehrkräfte und Schulpädagog*innen, die redlich bemüht sind, die ankommenden Kinder herzlich in ihre Klassen aufzunehmen, sich zugleich aber auch viele Fragen stellen, etwa:

- In welcher mentalen Verfassung kommen die Kinder in meiner Schule an? Überwiegt die Freude der gelungenen Flucht oder die Angst um die Situation der Menschen in der Heimat?
- Wie nehme ich persönlichen Kontakt zu einem ggf. verstörten Kind auf, ohne auf meine gewohnte Sprache zurückgreifen zu können?
- Woran erkenne ich ein Trauma, und wie viel Nähe und Zuwendung verträgt ein seiner Heimat entrissenes, ggf. traumatisiertes Kind überhaupt?
- Wie reagiere ich angemessen vor meiner Klasse, wenn sich ein Kind auffällig verhält, etwa unvermittelt anfängt zu weinen?
- Wie kann ich Krieg und das damit einhergehende Leid im Allgemeinen sowie den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine im Besonderen im Unterricht thematisieren, ohne (junge) SuS zu ängstigen oder Ressentiments gegenüber bestimmten Bevölkerungsgruppen zu schüren?

Im Rahmen dieser Veranstaltung versuchen wir, diese und weitere Ihrer drängendsten Fragen fachlich fundiert zu beantworten und Ihnen niedrigschwellige Hinweise und praktische Tipps zum Umgang mit Kriegsflüchtlingen in der Schule zu geben. So gewinnen Sie Handlungssicherheit und vermeiden Fehler im Umgang mit diesen Kindern.
Regelmäßige Programm-Updates des KOS zum Themengebiet finden Sie hier: https://www.kos.uos.de/demos/fobi.html

Eine vertiefende Veranstaltung ist für Mitte/Ende Juni 2022 geplant. Informationen folgen!

Zur Referentin:
Marlies Knieper ist DaZ-Lehrerin (BAMF) mit einer Zusatzausbildung Traumatabewältigung. Sie verfügt über 16 Jahre Berufserfahrung mit der Zielgruppe Flüchtlinge, Spracherwerb und seelische Traumata. Während einer siebenjährigen Tätigkeit als Schulleiterin einer Projektschule (in Absprache mit der Landesschulbehörde und den Jugendämtern) für traumatisierte Jugendliche aus ganz Deutschland hat sie sich intensiv damit auseinandergesetzt, wie Lernen mit Traumata gelingen kann, woraus sie ein eigenes Konzept speziell für diese Zielgruppe entwickelt und stetig weiterentwickelt hat.
Seit 10 Jahren bietet sie mit einem 20-köpfigen Team Lernförderung für die Stadt und den Landkreis Osnabrück an – hauptsächlich für Flüchtlinge und SuS mit einem Migrationshintergrund aus den arabischen Ländern (Klasse 1 bis 13) und Berufsschüler*innen (Schwerpunkte Sprachlernklassen und Pflege).


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WICHTIGER FORMATHINWEIS: Diese Fortbildung findet als onlinebasierte Live-Veranstaltung statt. Informationen zu dieser Veranstaltungsform und zu den technischen Voraussetzungen finden Sie unter www.kos.uos.de/webinare.
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Für diese Veranstaltung gelten die üblichen Anmelde- und Teilnahmebedingungen des KOS in der für Online-Fortbildungen ergänzten Fassung (s.u.). Mit Ihrer VeDaB-Meldung erklären Sie zugleich, dass Sie diese Bedingungen vollumfänglich akzeptieren.
Zielsetzung
Nach dieser Veranstaltung können Lehrkräfte die besondere Situation der neuankommenden Flüchtlingskinder aus der Ukraine besser einschätzen und die vermittelten Prinzipien für einen gewinnbringenden persönlichen Kontaktaufbau und eine gelungene (sprachunabhängige) Kommunikation mit diesen einsetzen. Sie erfahren, welche Stolperfallen im Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen lauern, und wie sie diese zum Wohle des Kindes und des Klassenklimas vermeiden können. Sie erhalten weiterführende Hinweise zum Umgang mit Geflüchteten sowie der Thematisierung von Krieg und Flucht im Unterricht.
Schulform

beliebig

Veranstalter
Kompetenzzentrum für Lehrerfortbildung Osnabrück, Universität Osnabrücki
verantwortlich
Veranstaltungsteam
Marlies Knieper (Leitung)
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