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Veranstaltungsangebote für den schulischen Bildungsbereich in Niedersachsen.

Fachtag ES 2.0 zum Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen
Nr.
22.37.15
Dauer
Tagesveranstaltung
Anfang
16.09.2022 , 09:30 Uhr
Ende
16.09.2022 , 14:30 Uhr
Anmeldeschluss
20.07.2022
max. Teilnehmende
120
min. Teilnehmende
30
Kosten
kostenlos
Adressaten
Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte im Primar- und Sekundarbereich
Veranstaltungstypen
  • Präsenz
  • Fortbildung
Beschreibung
Ob persönliche Krisen oder gesellschaftliche Veränderungen, ob Schule unter Pandemiebedingungen oder ob Krieg und Flucht – in den Schulen wird ein Bedarf an Unterstützung im Umgang mit Schülerinnen und Schülern, die emotional-sozial belastet sind, deutlich.
Um Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte in diesen Herausforderungen zu unterstützen, stellt das Kultusministerium das Konzept ES zum Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen auf diesem Fachtag näher vor. Damit sollen Lehrkräften, pädagogischen Fachkräften und Schulen Handlungsoptionen zur Prävention und zur Intervention eröffnet werden. So kann ein wichtiger Beitrag geleistet werden, die inklusive Schule weiterzuentwickeln. Zudem werden Fortbildungsbedarfe ermittelt, um Lehrkräften und Schulen auch zukünftig bedarfsgerechte, regionale Fortbildungsmaßnahmen anbieten zu können.

Nach einem Grußwort von Frau Staatssekretärin Gaby Willamowius und der Vorstellung des Konzeptes ES hält Herr Dr. Robert Vrban einen praxisorientierten Einstiegsvortrag. Im Anschluss finden Workshops zu verschiedenen Themen statt, in denen die Teilnehmenden vielfältige Impulse und konkrete Handlungsoptionen zur Stärkung der eigenen Professionalität erhalten. Während des gesamten Veranstaltungstages bestehen verschiedene Möglichkeiten zum Austausch und zur Information über (Fortbildungs-) Angebote mit dem Schwerpunkt ES.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf dem Bildungsportal Niedersachsen:
https://bildungsportal-niedersachsen.de/inklusive-schule/grundlagen-inklusiven-unterrichts/standard-titel/fachtag-2022

Die erforderlichen Kosten (inkl. Reisekosten) nach den Bestimmungen der Niedersächsischen Reisekostenverordnung werden vom NLQ übernommen.

Sollte die Veranstaltung überzeichnet sein, dann gelten die folgenden Kriterien als Rangfolge zur Auswahl:

a) Termingerechte und ordnungsgemäße Anmeldung
b) Zugehörigkeit zur Zielgruppe der Veranstaltung
c) Schwerbehinderung
d) Gründe zur Herstellung der gleichen Stellung von Frauen und Männern
e) Max. 2 Personen pro Schule
f) Losverfahren

Zur Prüfung der Kriterien dienen ausschließlich die VeDaB-Daten der angemeldeten Personen. Diese sind für die Aktualität und Korrektheit (Dienstelle, Funktion, Schwerbehinderung u. ä.) der Daten verantwortlich.
Schulform

Primarstufe,

Sek I-Bereich,

Sek II-Bereich

Veranstalter
Niedersächsisches Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ)i
verantwortlich
Veranstaltungsteam
Maren Block
Jana Cuijpers
Bianca Denzer
Sascha Ebel
Enno Friedemann-Zemkalis
Carl Hehmsoth
Franz-Josef Kamp
Frau Rebekka Kohn
Wiebke Niebuhr (Leitung)
Dr. Rieke Petersen
Melanie Polke-Kleeschätzky
Christine Schlockwerder
Wilfried Steinert
Dr. Robert Vrban
Workshops

11:00

12:00

13:00

14:00

Autismus

Schülerinnen und Schüler mit autistischen Verhaltensweisen im gemeinsamen Unterricht

Schülerinnen und Schüler im Autismus-Spektrum zeigen vielfach Besonderheiten in den Bereichen Wahrnehmungsverarbeitung, Kommunikation und soziale Fähigkeiten. Auf dieser Grundlage werden wir Empfehlungen für förderliche Bedingungen auf pädagogischer und systembezogener Ebene erarbeiten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten viele Praxisbeispiele für die Gestaltung von schulischen Rahmenbedingungen und Unterricht.

Beziehungsgestaltung

Steinert: Pädagogische Beziehungsgestaltung in der Arbeit mit Schülerinnen und Schülern

Die Beziehungsebene ist eine wichtige Komponente im Schulalltag. Im Workshop wird gemeinsam an eigenen Beispielen erarbeitet, wie eine Lehrkraft eine positive Beziehung herstellen und verbessern kann.

Förderplanung

Cuijpers, Block: "Sie muss lernen, konzentriert zu arbeiten." Oder?! Förderplanung mit dem Schwerpunkt ES

Im Sinne des im Konzept ES beschriebenen Modells der gestuften Interventionen werden wir uns mit der Frage befassen, wie Förderung im Bereich ES konkret geplant und umgesetzt werden kann. • Was bedeutet Förderung im Bereich ES? • Welche Möglichkeiten der präventiven Unterstützung (Universelle Ebene) gibt es? • Welche Maßnahmen dienen der individuellen personenbezogenen Unterstützung (Interventionsebenen)? • Wie kann beziehungsförderliches Handeln Teil des Förderplans und im Alltag umgesetzt werden? In Kleingruppen werden wir in den Förderprozess einsteigen und konkrete Handlungsmöglichkeiten diskutieren. Im kollegialen Austausch werden sowohl wissenschaftliche Aspekte als auch alltägliche Fördermaßnahmen beleuchtet.

Konzept ES

Polke-Kleeschätzky, Kohn: Konzept ES

Das landesweite „Konzept ES zum Umgang mit herausforderndem Verhalten“ besteht aus den Bausteinen: - Beratung und Unterstützung - Fortbildungen und - Werkzeugkoffer (online) In diesem Workshop werden das Modell der gestuften Interventionen, mit dessen Hilfe die verschiedenen Maßnahmen dargestellt werden, sowie der Werkzeugkoffer vorgestellt und erläutert. Dabei soll ein Austausch über gelingende Ansätze und deren Umsetzung ermöglicht werden.

Kritische Beziehungssituationen

Vrban: Umgang mit kritischen Beziehungssituationen

Wie reagiere ich in kritischen Beziehungssituationen? Im Workshop werden diese gemeinsam betrachtet und nach alternativen Handlungsmöglichkeiten als Lehrkraft gesucht.

Psychische Belastungen

Schlockwerder: Kinder und Jugendliche mit psychischen Belastungen in der Schule

Während der Corona-Pandemie haben psychische Belastungen bei Kindern und Jugendlichen zugenommen. Lehrkräfte fragen sich, wie sie auf Anzeichen psychischer Störungen reagieren können oder sollten. Im Workshop werden wir uns mit psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter befassen, einige Fakten und Zahlen aus neueren Untersuchungen zum Thema psychische Gesundheit von Schüler*innen und Schüler*n vor, während und nach der Corona-Pandemie kennenlernen und gemeinsam überlegen, was Schule tun kann, um auch diesen Schüler*innen gerecht zu werden. Im praktischen Teil haben Sie im gemeinsamen Austausch die Gelegenheit Ihre eigenen Anliegen und Fragen zu bearbeiten und Ihre Rolle als Lehrkraft zu schärfen, um im Umgang mit belasteten Schüler*innen handlungssicher, wirksam und präsent zu sein.

Schulabsentismus

Petersen: Umgang mit Schulabsentismus

Schulabsentismus ist ein häufiges Phänomen im Kindes- und Jugendalter. Besonders jüngere Schüler*innen reagieren auf multiple Belastungen oder in Folge familiärer Interaktionsprobleme mit entsprechend verstärkendem Elternverhalten neben dem Vermeidungsverhalten häufig mit Bauch- oder Kopfschmerzen. Weitere Ursachen können soziale Ängste, gelernte Schulphobien oder problematische familiäre Umstände verschiedener Art sein. Die Handlungsmöglichkeiten sind ebenso vielfältig wie die zugrundeliegenden Ursachen, wobei Lehrer*innen vor der Herausforderung stehen, diese spezifisch an die individuelle Problematik anzupassen. Die Teilnehmer*innen lernen verschiedene Ursachen sowie Handlungsmöglichkeiten zum Umgang mit Schulabsentismus bei Kindern und Jugendlichen kennen und erhalten Informationen über die Zusammenarbeit mit den Betroffenen.

Traumatisierungen

Hehmsoth: Förderung von traumatisierten Kindern in der Schule

Dieser Workshop vermittelt grundlegende Kenntnisse über die Entstehung von Traumafolgestörungen und ihre Folgen für die Schule und den Unterricht. In einem Praxisteil wird dieses Wissen in Arbeitsgruppen mit Impulsen zur Förderung vertieft.

Zielsetzung
Die Teilnehmenden setzen sich mit aktuellen Entwicklungen des Förderschwerpunktes ES auseinander.
Kompetenz
  • folgt
Inhalte
  • folgt
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