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Veranstaltungsangebote für den schulischen Bildungsbereich in Niedersachsen.

Fachtag / Online-Veranstaltung: Potentiale der Mehrsprachigkeit in der Grundschule
Nr.
KBS224150
Dauer
1 Nachmittag
In Zusammenarbeit mit
Team des Sprachbildungszentrums Braunschweig, RLSB-BS
Rhythmus
09.03.2022,14:00-18:00 Uhr
Anfang
09.03.2022 , 14:00 Uhr
Ende
09.03.2022 , 18:00 Uhr
Anmeldeschluss
23.02.2022
max. Teilnehmende
80
min. Teilnehmende
30
Kosten
kostenlos
Adressaten
Grundschullehrkräfte und Lehrkräfte für herkunftssprachlichen Unterricht an Grundschulen
Veranstaltungstypen
  • Online-Veranstaltung
  • Fortbildung
Beschreibung
Mehrsprachig aufzuwachsen ist international gesehen die Regel und gehört inzwischen auch in Deutschland zum Alltagsbild. Sprache ist eng mit der eigenen Persönlichkeit und der kulturellen Identität verbunden.
Für eine gelingende Mehrsprachigkeit ist ein entsprechender Umgang mit den verschiedenen Sprachen in der familiären Umgebung sowie in der Schule unerlässlich. Oft sind Lehrer und Eltern nicht umfassend über das Thema informiert und dadurch verunsichert.

Dieser Fachtag soll dazu beitragen, ein Grundlagenwissen zum mehrsprachigen Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen zu erlangen. Zudem soll theoretisch und praktisch darauf eingegangen werden, wie Mehrsprachigkeit in der Schule als Potential genutzt sowie Sprachschätze gehoben werden können. Die Teilnehmenden können Empfehlungen bzw. Beispiele für den Umgang mit Mehrsprachigkeit als Ressource für ihre Schule kennenlernen.

Nach einem Auftaktvortrag werden in Workshops einzelne Schwerpunkte vertieft und konkrete Beispiele vorgestellt.

Programm (Änderungen vorbehalten):

14.00 -14:30 Uhr: Anmeldung und Technik-Check

14.30 – 14:40 Uhr: Auftakt/Begrüßung: Team des Sprachbildungszentrums Braunschweig, RLSB-BS und KLBS.

14.40 – 16:00 Uhr: Vortrag mit Diskussion: Mehrsprachigkeit im Englischunterricht der Grundschule fördern:
Viele Schülerinnen und Schüler bringen Kenntnisse aus anderen Sprachen mit in den Englischunterricht. Dies kann eine Ressource für das Lernen des Englischen sein. Der Vortrag stellt Möglichkeiten für die Gestaltung von mehrsprachigkeitssensiblem Englischunterricht vor und zeigt anhand praktischer Beispiele, wie sich Mehrsprachigkeit anhand praktischer Beispiele und die Kompetenzentwicklung in den Schulalltag einbinden lässt.

Referentin: Dr. Jenny Jakisch, Wissenschaftliche Mitarbeiterin (TU Braunschweig, Institut für Anglistik und Amerikanistik

16:00 – 16:15 Uhr: Pause

16:15 - 16:20 Uhr: Musikalischer Warm-up

16:20 – 17:50 Uhr: Workshops

WS 1: Mehrsprachige Sprechanlässe schaffen und gemeinsam in der Welt der Bücher ankommen, Referentin: Christine Kranz, Referentin für Leseförderung (u.a. Stiftung Lesen)

WS 2: Spiele mit Bildkarten und Alltagsgegenständen, Referentin: Alexandra Piel, Dozentin für Deutsch als Zweitsprache und Niederländisch (TU Dortmund) und selbstständige Fortbildnerin

WS 3: Bausteine Grammatik: Grammatikunterricht kreativ und kontrastiv gestalten, Referentin: Olga Aldinger, Wissenschaftliche Mitarbeiterin (TU Braunschweig, Institut für Germanistik)

WS 4: Kontrastive Wortschatzarbeit zur Förderung der Musterverfügbarkeit - Praktische Übungen für mehrsprachige Lerngruppen, Referent: Dr. László Ránics, Wissenschaftlicher Mitarbeiter (TU Braunschweig, Institut für Germanistik)

WS 5: Mehrsprachigkeit mit Musik und Bewegung fördern, Referentin: Ruth Koop, Lehrerin an einer Grundschule in Osnabrück, Fachberaterin für musisch kulturelle Bildung, Lehrbeauftragte an der Universität Osnabrück für die Fächer Mathematik und Musik, Trainerin Musik, Sprache, Teilhabe

WS 6: Mehrsprachigkeit als Teil der Sprachförderung, Referentinnen: Lucija Petrovic, Lehrerin an einer Grundschule und Beraterin im Sprachbildungszentrum (RLSB-BS) und Andrea Vöckel, Lehrerin an einer IGS und Beraterin im Sprachbildungszentrum (RLSB-SZ)

17:50 Uhr – 18:00 Uhr: Abschluss/ Zusammenfassung / Danksagung: Team des Sprachbildungszentrums Braunschweig, RLSB-BS; KLBS

Der Online-Fachtag wird voraussichtlich auf der Plattform BigBlueButton (BBB) über den Server der TU Braunschweig angeboten. Der Veranstaltungslink wird Ihnen rechtzeitig per Email zugesendet. Die Voraussetzungen für die Online-Teilnahme sind: ein Telefonanschluss, ein stabiles Internet, eine Webcam sowie Lautsprecher und ein Mikrofon. Teilnahmebescheinigungen werden Ihnen nach der erfolgreichen Teilnahme im Nachhinein zugesendet.

Teilnahmekosten werden nicht erhoben. Diese Veranstaltung wird als bildungspolitisches Schwerpunktthema vom Niedersächsischen Kultusministerium finanziell gefördert.

Es gelten die »Bedingungen für die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen des Kompetenzzentrums Lehkräftefortbildung der TU Braunschweig (KLBS)«: http://www.tu-braunschweig.de/klbs Mit der Anmeldung zu dieser Veranstaltung erkennen Sie diese Bedingungen an.
Auszug: Ein Rücktritt von einer Veranstaltung vor Anmeldeschluss kann per E-Mail an das Kompetenzzentrum Lehrkräftefortbildung (KLBS) erfolgen.
Zielsetzung
Kennenlernen von theoretischen Grundlagen und praktischen Methoden zum Thema Mehrsprachigkeit; Austausch von Grundschullehrkräften und herkunftssprachlichen Lehrkräften
Schulform

Grundschule,

Primarstufe

Veranstalter
Kompetenzzentrum für Lehrkräftefortbildung der Technischen Universität Carolo-Wilhemina Braunschweigi
Veranstaltungsteam
Olga Aldinger
Viktoria Bothe (Leitung)
Dr. Jenny Jakisch
Lucija Petrovic
Dr. László Ránics
Christian Ritter
Andrea Vöckel
Workshops

16:20

17:20

WS1

Christine Kranz

Dieser Workshop bietet vielfältige Möglichkeiten, um mehrsprachige Sprechanlässe zu schaffen und auch Kindern mit geringen Sprachkenntnissen bzw. wenig Leseerfahrung das Ankommen in der Welt der Bücher zu ermöglichen. Wimmelbücher, bildlastige Titel mit Medien- oder Comicbezügen, mehrsprachige Titel und besonders attraktive Sachbücher sowie unaufwändige, kreative Begleit- oder Anschlussaktionen erleichtern dabei den Zugang. Sprachförderung und Lesespaß werden spielerisch verknüpft. Im Rahmen des Workshops werden ganz aktuelle Titel und vielfältige Gestaltungsideen für Kinder zwischen 6 und ca. 10 Jahren vorgestellt. Referentin: Christine Kranz ist seit über 30 Jahren als Referentin für Leseförderung für die Stiftung Lesen sowie in eigenem Namen tätig und bietet in diesem Zusammenhang zahlreiche Fortbildungen zur Praxis der Leseförderung an. Ihre Schwerpunkte liegen dabei auf dem aktuellen Kinder- und Jugendbuchmarkt, kreativen (Vor)Leseaktionen für unterschiedliche Zielgruppen und digitalen Angeboten.

WS2

Alexandra Piel

In diesem Workshop lernen Sie zahlreiche kleine Spiele kennen, mit denen Sie Wortschatz einüben und Grammatikstrukturen trainieren können. Dazu benötigen Sie bloß zahlreiche Bildkarten oder Alltagsgegenstände sowie ein paar Würfel, einen Ball, Schreibmaterial - und schon kann es losgehen. Vorbereitung ist nicht erforderlich. Die Spielideen lassen sich sowohl im DaZ- als auch im herkunftssprachlichen Unterricht nutzen. Referentin: Alexandra Piel, Dozentin für Deutsch als Zweitsprache und Niederländisch (TU Dortmund) und selbstständige Fortbildnerin

WS3

Olga Aldinger

Sprachliche Strukturen lassen sich am besten entdecken, wenn das Material multisensoriell ist. Mit der Bausteine Grammatik können abstrakte Inhalte wie Satzmuster nicht nur gut visualisiert, sondern auch greifbar gemacht werden. Somit werden die Schülerinnen und Schüler angeregt, über die deutsche Sprache zu reflektieren und sie mit ihren Herkunfts- bzw. Familiensprachen zu vergleichen. Im Workshop bauen wir gemeinsam Wortgruppen und Sätze aus Bausteinen, erweitern sie und führen viele weitere Experimente durch. Referentin: Olga Aldinger, Wissenschaftliche Mitarbeiterin (TU Braunschweig, Institut für Germanistik)

WS4

Dr. László Ránics

In dem Workshop wird zunächst der Begriff Musterverfügbarkeit definiert und daran anknüpfend werden die sprachdidaktisch-methodischen Möglichkeiten der Einbettung von mehr oder weniger festen Mehrworteinheiten und Mustern in die sprachkontrastive Wortschatzarbeit erörtert. In Anlehnung an die erörterten Ansätze rücken konkrete und praktische Herangehensweisen im Unterricht in den Mittelpunkt, indem Materialien vorgestellt und analysiert, das Übungsrepertoire reflektiert sowie Planungs- und Umsetzungsmöglichkeiten für den Unterricht entwickelt werden. Referent: Dr. László Ránics, Wissenschaftlicher Mitarbeiter (TU Braunschweig, Institut für Germanistik

WS5

Remmer Kruse

Musik bzw. das gemeinsame Musizieren fördert Sprachbildung, Verständigung untereinander und ermöglicht ein respektvolles Miteinander. Im Workshop werden sehr elementare Praxisbeispiele ausprobiert, variiert und reflektiert, die auch Nichtmusiker in ihrem Unterricht einsetzen können. Die Übungen sind für alle Fächer geeignet. Die Teilnehmenden werden ermutigt, Musik als wertvolles Medium und Handwerkszeug in der eigenen pädagogischen Arbeit zu nutzen. Inhalt des Workshops sind auch Formate bzw. Varianten, die sich für den Distanz- sowie Onlineunterricht eignen. Musikbezogene Vorkenntnisse sind nicht erforderlich! Referent: Remmer Kruse ist als Musiklehrer und Sonderpädagoge in der Schule am Moortief in Norden, Förderschule GE, tätig. In der Außenstelle Aurich des Studienseminars für Sonderpädagogik Osnabrück leitet er ein Seminar im Förderschwerpunkt Lernen sowie die Zusatzqualifikation „Musische Bildung“. Er war viele Jahre Lehrbeauftragter der Universität Oldenburg im Bereich „Inklusiver Musikunterricht“. In den Projekten „Musikalische Grundschule“ und „Musik, Sprache, Teilhabe“ arbeitet er konzeptionell und als Trainer mit. Seit vielen Jahren ist er als Autor und Referent in den Themenbereichen Musik und Sonderpädagogik aktiv. Unter anderem ist er Mitautor von „Band ohne Noten“ (Schott/ Klett, sowie ständige Rubrik in der Zeitschrift „Praxis des Musikunterrichts“), „Band ohne Lehrer“ (Persen), „Band für alle“ (Lugert) und „Klick! Musik“ (Cornelsen).

WS6

Martina Meyerding

Die Arbeitsweise an Schulen in Deutschland ist häufig noch sehr monolingual und monokulturell orientiert. Die Erwartungen der Lehrkräfte bezüglich Sprachstand- und Zielvorstellungen orientieren sich in der Regel an den Kindern/Jugendlichen mit Deutsch als Erstsprache, obwohl für Schülerinnen und Schüler mit mehrsprachigem Hintergrund ein differenzierteres Handeln erforderlich wäre. Dieser Workshop soll zu einer Begegnung mit Sprachen im Klassenzimmer anregen. Bei der Begegnung mit Sprachen stehen folgende Punkte im Vordergrund: - Beziehungen und Unterschiede zwischen Sprachen und Dialekten erkennen - Thematisierung von schülerinnen- und schülernahen Fragestellungen im Bereich der Zweisprachigkeit - Voraussetzungen schaffen, dass die Sprachen auch in der Entwicklung der sozialen Identität der Schülerinnen und Schüler eine Rolle spielen können. - Die Sprachen einer Klasse als wertvolle Potential für die Sprachförderung nutzen. Wie die Umsetzung einer „mehrsprachigen Praxis“ gelingen kann, wird anhand praktischer Beispiele zur Lautwahrnehmung, zum Wortschatz, zur schriftsprachlichen Erfahrung und zum mehrsprachigen Classroom-Management erläutert. Referentin: Martina Meyerding, Lehrerin an einer Hauptschule in Braunschweig und Sprachbildungskoordinatorin (RLSB Braunschweig)

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