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Veranstaltungsangebote für den schulischen Bildungsbereich in Niedersachsen.

ON: Fachtag: Vielfältiger Umgang mit Lernrückständen in der Ganztagsschule"
Nr.
ON-KBED21.39.178
Dauer
Halbtagsveranstaltung
Anfang
01.10.2021 , 09:00 Uhr
Ende
01.10.2021 , 13:00 Uhr
Anmeldeschluss
23.09.2021
max. Teilnehmende
50
min. Teilnehmende
15
Kosten
Diese Veranstaltung wird als bildungspolitisches Schwerpunktthema vom Niedersächsischen Kultusministerium finanziell gefördert und ist kostenfrei.
Adressaten
Schulleitungen, Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter/innen, weiteres pädagogisches Personal
Veranstaltungstypen
  • Online-Veranstaltung
Beschreibung
Die Auswirkungen der Pandemie zu erfassen - in diesem Prozess befinden wir uns derzeit alle: ganz persönlich, im privaten und professionellen Umfeld, in unserer Gesellschaft, in der Welt.

Diesem Thema ist auch der Fachtag gewidmet. Ausgangspunkt dafür ist der Vortrag von Prof. Kai Maaz, der den Teilnehmenden aktuelle Forschungsbefunde über die Folgen der Pandemie für Kinder und Jugendliche vorstellt. In der anschließenden Diskussion können gemeinsam Schlussfolgerungen für Gesellschaft, Bildung, Schule und pädagogisches Handeln diskutiert werden.

Nach der Pause werden in den Workshops konkrete, praxisbezogene Möglichkeiten des Umgangs mit ‚Lernrückständen‘ vorgestellt, teils erprobt und auch unter dem Aspekt des Lernens in der Ganztagsschule diskutiert.

Ablauf

ab 08:30 Uhr - Ankommen
09:00 Uhr - Begrüßung

Vortrag mit anschließender Diskussion
Prof. Kai Maaz (Leibnitz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation):
“Folgen der Pandemie für Kinder und Jugendliche, aktuelle Forschungsbefunde und Konsequenzen für schulisches Handeln“

10:30 Uhr - Pause
11:00 Uhr bis 13 Uhr - Arbeit in den Workshops

13:00 Uhr - Ende

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Bitte wählen Sie im Rahmen Ihrer Anmeldung EINEN der folgenden fünf Workshops aus:
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Workshop 1
Selbstwert und (Klassen-)Gemeinschaft stärken


Der lang anhaltende Lockdown hat die Schüler und Schülerinnen geprägt und verändert. Es gab positive Entwicklungen, wenn z.B. Schüler oder Schülerinnen insbesondere durch die kleinen Gruppen im Szenario B zur Ruhe kommen und konzentrierter lernen konnten. Und es gab auch besorgniserregende Veränderungen : zurückhaltende Schüler und Schülerinnen sind womöglich noch mehr verstummt, Unmotivierte vermeiden noch häufiger die Schule, Ängstliche sind noch ängstlicher geworden …
Auch das Beziehungsgefüge in den Klassen hat sich vermutlich verändert: andere Gruppen, die den Ton angeben, veränderte Schwerpunkte in der Klassenkultur und im Miteinander, alte oder neue Außenseiterpositionen …
Im Workshop sollen diesbezügliche Beobachtungen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen ausgetauscht werden. Gemeinsam wird erarbeitet, was Lehrkräfte tun können, um positive Entwicklungen aufzugreifen, einzelne Schüler und Schülerinnen wieder „einzufangen“ und ein offenes, solidarisches Miteinander in der Klassengemeinschaft zu fördern.
Auf der Basis ihrer Erfahrungen in der schulpsychologischen Beratung werden Frau Barth und Frau Jarowoy Impulse setzen und praktische Anregungen einbringen.

Referentinnen: Maria Jarowoy, Janna Barth - Schupsychologische Dezernentinnen, RLSB, Cuxhaven

Workshop 2
Inner- und außerschulische Unterstützungsmöglichkeiten zur Sprachförderung


Durch das corona-bedingte Distanzlernen unter ungleichen sozialen Bedingungen hat sich die Heterogenität der Schülerschaft verstärkt. Es besteht die Notwendigkeit, Lernrückstände zu erkennen und diese mit individuellen inner- und außerschulischen Unterstützungsmaßnahmen aufzuholen. Die sprachliche Förderung in den Kernkompetenzen Lesen und Schreiben spielt hier nicht nur bei den Schülerinnen und Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache eine Hauptrolle.

Innerschulische Unterstützungsmaßnahmen beinhalten unterrichtsimmanente Aspekte, wie die methodisch-didaktische Förderung der bildungssprachlichen Kompetenzen durch eine durchgängige Sprachbildung, die Diagnose von sprachlichen Lernständen und daraus folgender differenzierender Förderplanung sowie die Etablierung unterstützender schulischer Strukturen durch multiprofessionelle Teams und Helfersysteme. Außerschulische Unterstützungsmöglichkeiten sollten hinzugezogen und als Netzwerk genutzt werden.

Die Teilnehmer*innen lernen inner- und außerschulische Unterstützungsmöglichkeiten kennen und können aus diesen für die eigene Schule und die eigene Schülerschaft geeignete und umsetzbare Maßnahmen ableiten und ausarbeiten.

Referentinnen: Victoria Dahling und Liliana Sinkevic-Kuhlmann (Beraterinnen für Sprachbildung und Interkulturelle Bildung im Sprachbildungszentrum Lüneburg)

Workshop 3
Autismus und Corona – eine Erfolgsgeschichte?


Seit nunmehr über zwanzig Monaten beherrscht die Corona-Pandemie mit den damit einhergehenden sozialen Einschränkungen und in der Konsequenz psychischen Belastungen in unserem Alltag. Dass die durchaus notwendigen Maßnahmen eine besondere Belastung für Kinder und Jugendliche darstellen, kann inzwischen sowohl durch die alltägliche Praxis als auch wissenschaftlich als bestätigt betrachtet werden. Wie ist es aber um Kinder und Jugendliche bestellt, die eine Autismus-Spektrum-Störung (ASS) haben? Menschen mit ASS zeigen klassifikatorisch kommunikative und sozioemotionale Besonderheiten, die eine Teilhabe am gesellschaftlichen und schulischen Leben erschweren. In welcher Beziehung stehen diese kommunikativen und andere Einschränkungen zu den angeordneten coronabedingten Schutzmaßnahmen? Lassen sich für den Schulalltag aus autistischer Perspektive neue pädagogische und schulsystemische Handlungen ableiten, die sowohl für Schüler*innen mit als auch ohne Autismus eine positive, kommunikations-, sozioemotional- und lernfördernde Perspektive darstellen?

Neben der klassifikatorischen Vorstellung autistischer Störungen werden mit den Teilnehmenden folgende Themen behandelt und diskutiert:
• Einstellungen von Schüler*innen mit ASS zu den coronabedingten Einschränkungen
• Welche Vor- und Nachteile bringen diese Einschränkungen mit sich für Schüler*innen mit ASS?
• Welche Lehren und konkrete Umgangsmöglichkeiten lassen sich für den Schulalltag empfehlen und umsetzen?

Referent: Anas Nashef, Dr. phil., Dipl.-Psych., Leiter der Autismus-Therapiezentren in Bremerhaven, Cuxhaven und Debstedt (Geestland)

Workshop 4
Digitalisierung: Hybrides Lernen als Chance für die neue „Normalität“!?!


Die im Rahmen des coronabedingten (Distanz-)Unterrichts besonders relevant gewordenen Formen „hybriden Lernens“ lassen sich auf Grundprinzipien des Blended Learnings zurückführen. Diese sind unabhängig von Schule unter Coronabedingungen mit Chancen für die Organisation von offenerem Unterricht geeignet – auch mit Blick auf die Ganztagsschule.
Ausgehend von grundsätzlichen Informationen zum Konzept des Blended Learnings stellen wir zunächst Chancen und Herausforderungen vor, die mit solchen Formen der Unterrichtsorganisation verbunden sind. Vertieft werden diese Überlegungen durch bewährte Praxisbeispiele aus unterschiedlichen Fächern, Schulformen und Jahrgangstufen, die mit den Teilnehmenden diskutiert werden sollen.

Im gegenseitigen Austausch entwickeln die Teilnehmenden Ideen zur Methodik und Organisation des eigenen hybriden (Ganztags-)Unterrichts auch unter Berücksichtigung inklusiver Lehr-/Lernsituationen.

Gemeinsam mit den Referenten werden die Ergebnisse zusammengefasst und mit allen Teilnehmenden zur weiteren Verwendung geteilt.

Referenten:
Arne Pelka, unterrichtet Deutsch, Politik-Wirtschaft und ITG. Daneben ist er als Medienpädagogischer Berater für Lernen mit digitalen Medien an das NLQ abgeordnet.

Thomas Beckermann, Förderschullehrer und Medienpädagogischer Berater im Auftrag des NLQ. Er koordiniert die Arbeit der AG inklusive Medienbildung am NLQ.

Workshop 5
Kaum Lernrückstände – Die Interventionen der Green Gesamtschule (vormals Gesamtschule Körnerplatz) in der Pandemie!


Die Gesamtschule Körnerplatz, ausgezeichnet mit dem Deutschen Schulpreis 2021, stellt zwei ihrer Grundpfeiler vor, die sie durch die Pandemie gerettet haben:

1. Das Teammodell und 2. Das Kooperative Lernen im digitalen Raum

Warum gibt und gab es an der Gesamtschule Körnerplatz kaum Lernrückstände während und nach den pandemiebedingten Schulschließungen?

Auf diese spannende Frage geben wir Ihnen in diesem Workshop Antworten, basierend auf unseren Erfahrungen aus der alltäglichen Unterrichtspraxis.

In einem kurzen theoretischen Input lernen Sie unser Teammodell kennen und das Konzept des kooperativen Lernens in digitalen Formaten.

Anschließend werden Sie in kooperativen Arbeitseinheiten angeleitet, eigene Ideen und Umsetzungsmöglichkeiten für Ihre Schulform herauszustellen.

Referentinnen:
Dipl.-Päd. Simone Kaiser-Gülicher, Beratungslehrerin Abt. 1,
Glückslehrerin/Moderatorin für KL/Greentrainerin
Franziska Francz, Moderatorin für KL/Greentrainerin

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Wichtiger Hinweis:
Die Einladung zur Veranstaltung erfolgt nach dem Anmeldeschluss, i. d. R. ca. 14 Tage vor Veranstaltungsbeginn per E-Mail. Mit der Einladung erhalten Sie den Link sowie die Zugangsdaten, welche nicht an Dritte weitergegeben werden dürfen!
Bitte kontrollieren Sie Ihre in der VeDaB hinterlegte E-Mail-Adresse, damit die Daten Sie erreichen.

Eine Absage der Veranstaltung erfolgt im gleichen Zeitraum.
Dienstrechtl. Versicherungsschutz wird gewährt, wenn eine Genehmigung der Schulleitung vorliegt.
Bitte beachten Sie, dass Sie mit Ihrer Anmeldung zu dieser Veranstaltung die *Allgemeinen Bedingungen für die Teilnahme an Veranstaltungen* akzeptieren. Sie finden die Bedingungen unter:
http://kompetenzzentrum.ev-bildungszentrum.de/teilnahmebedingungen/
Zielsetzung
- Die Teilnehmenden lernen neueste Forschungsbefunde zu den Auswirkungen der Pandemie auf Kinder und Jugendliche kennen und diskutieren diese auf Grundlage ihres eigenen Erlebens und der Erfahrungen aus ihrer Schulpraxis. Einige Anforderungen an Bildungspolitik, Schule, Lehrkräfte… werden geschlussfolgert. - Die Teilnehmenden lernen konkrete, praxisbezogene Möglichkeiten des Umgangs mit ‚Lernrückständen‘ kennen und loten das Potential der Ganztagsschule in diesem Kontext aus.
Schulform

Förderschule,

Primarstufe,

Sek I-Bereich,

Studienseminar

Veranstalter
Kompetenzzentrum Bad Bederkesa Ev. Bildungszentrumi
verantwortlich
Veranstaltungsteam

Janna Katharina Barth
Thomas Beckermann
Victoria Dahling
Dipl. Psych. Maria Concordia Jarowoy
Dr. Anas Nashef
Arne Pelka
Petra Röpken (Leitung)
Liliana Sinkevic-Kuhlmann
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