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Veranstaltungsangebote für den schulischen Bildungsbereich in Niedersachsen.

Fachtag: Umgang mit sexuellen Grenzverletzungen und sexualisierter Gewalt
Nr.
KBED21.41.158
Dauer
Tagesveranstaltung
Anfang
11.10.2021 , 09:00 Uhr
Ende
11.10.2021 , 16:30 Uhr
Anmeldeschluss
27.09.2021
max. Teilnehmende
60
min. Teilnehmende
32
Kosten
98,-- € bis 138,-- € p. P. - je nach Teilnehmendenzahl, inkl. Verpflegung
Adressaten
(geschlossener TN-Kreis)
Beratungslehrkräfte und sozialpädagogische Fachkräfte für soziale Arbeit in schulischer Verantwortung aus den Landkreisen Verden, Osterholz und Rotenburg.
Veranstaltungstypen
  • Präsenzveranstaltung
Beschreibung
Seit 2019 findet jährlich ein Fachtag für Beratungslehrkräfte und sozialpädagogische Fachkräfte für soziale Arbeit in schulischer Verantwortung aus den Landkreisen Verden, Osterholz und Rotenburg statt.

Ausgehend von den Fragen: „Was gehört zu einer normalen sexuellen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen?“ und „Wie kann Schule die Grenzen der Kinder und Jugendlichen wahren helfen?“ widmet sich der diesjährige Fachtag dem Umgang mit sexuellen Grenzverletzungen und sexualisierter Gewalt.

Zum einen soll der Fachtag Kontakte zwischen Schulpsychologie, Beratenden an Schulen und externen Beratungsinstitutionen ermöglichen, intensivieren und Möglichkeiten zur Entwicklung von Netzwerken bieten. Zum anderen liegt der Fokus in den Workshops darauf, was konkret vor Ort in den Schulen getan werden kann.

ABLAUF

08:30 Uhr: Ankommen bei Stehkaffee

09:00 Uhr: Vortrag Frau PD Dr. Iris Stahlke
Altersgemäße (psycho)sexuelle Entwicklungsverläufe werden nachgezeichnet und in Bezug zu sexuellen Grenzverletzungen gesetzt - im Spannungsfeld der Akzeptanz von alterstypischem Risiko-Verhalten und dem wichtigen Schutz vor Verletzungen.

11:00 Uhr: Kaffeepause

11:30 Uhr: Vorstellung regionaler Beratungsinstitutionen

12:30 Uhr: Mittagspause

13:30 Uhr: Arbeiten in den Workshops

16:30 Uhr: Plenum und Ende der Veranstaltung

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Bitte wählen Sie im Rahmen Ihrer Anmeldung EINEN der folgenden vier Workshops aus
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WORKSHOP 1 - Sexuelle Grenzverletzungen unter Jugendlichen: fundiert einschätzen und angemessen handeln
- PD Dr. Iris Stahlke, Institut für Psychologie - Universität Bremen


Im Workshop wollen wir uns vertiefend mit den Inhalten des Vortrags auseinandersetzen.
Zwei Themen sollen dabei im Vordergrund stehen:
- das Erkennen und Einschätzen grenzüberschreitender Situationen
- der angemessene Umgang damit durch Sie als verlässliche Ansprechpartner/innen für eine Unterstützung vor Ort im Kontext Schule. Zudem wird Raum für Ihre Fragen sein.

WORKSHOP 2 - Sexualisierte Gewalt mittels digitaler Medien – (er-)kennen und handeln
- Sonderpädagogin (M.Ed.) Janna Helms, Violetta - Fachberatungsstelle für sexuell missbrauchte Mädchen und junge Frauen


Digitale sexualisierte Gewalt ist allgegenwärtig. Das Smartphone als Medium sexualisierter Gewalt ermöglicht es Tätern und Täterinnen, 24 Stunden am Tag Kontakt zu Kindern und Jugendlichen aufzubauen. Die Hemmschwelle unter Gleichaltrigen, sexualisierte Gewalt
auszuüben, sinkt – insbesondere durch die Niedrigschwelligkeit des Mediums. Gleichzeitig fühlen sich viele Fachkräfte dem Thema nicht gewachsen.

Inhalte:
- Was ist digitale sexualisierte Gewalt?
- Welche Formen digitaler sexualisierter Gewalt gibt es?
- Wie können Fachkräfte mit Fällen sexualisierter Gewalt mittels digitaler Medien umgehen?
- Ideen für die Präventionsarbeit

Die Teilnehmenden eignen sich Wissen zum Thema an und Erlangen eine größere Sicherheit im pädagogischen Umgang.

WORKSHOP 3 - IST BELEGT! BITTE TREFFEN SIE EINE ANDERE WORKSHOPWAHL.
Gesprächsführung bei Verdacht auf sexuelle Gewalt
- Diplom-Psychologin Jana Görndt, Horizonte- Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend


Herausforderung:
Kinder benötigen durchschnittlich sieben Anläufe, bis ihre Hinweise auf sexualisierte Gewalt wahrgenommen werden. Die Vermutung von sexualisierter Gewalt bei anvertrauten Kindern löst vielfältige Gefühle und Gedanken aus. Um so wichtiger ist entsprechendes Wissen, um das Kind zu schützen und hilfreich zu sein.

Inhalte:
Schwerpunkt soll die Altersstufe „Grundschulalter“ sein und die in diesem Alter angemessene Gesprächsführung bei einer Vermutung. Es werden Tipps gegeben, was dann zu tun ist und welches hilfreiche Verhaltensweisen sind, wenn sich ein Kind anvertraut.

Nutzen:
Die Teilnehmenden erhalten Hinweise, welche Reaktionen von Betroffenen als hilfreich erlebt werden, erhalten Anregungen zu Fragetechniken
und können so mehr Sicherheit entwickeln.

Arbeitsmethoden:
Input, Fallbeispiele, Selbstreflektion, Anregungen, Dialog-Beispiele

WORKSHOP 4 - Umgang mit Grenzen – Entwicklung eines Methodenkoffers für Schule
- M.Sc. Psychologie Katja Mevenkamp und M.Sc. Psychologie und M.Sc.Global Mental Health Elske Tahden, Wildwasser-Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt


Anlass und Herausforderung:
Einer der Grundsteine von Prävention sexualisierter Gewalt ist ein sensibler Umgang mit persönlichen Grenzen und eine klare Haltung gegenüber Grenzüberschreitungen. Lehrer*innen und Schulsozialarbeiter*innen haben was das Wahren und das Setzen von Grenzen angeht eine Vorbildfunktion für die Schüler*innen. Außerdem sind sie in einer Position die Ihnen erlaubt Schüler*innen einen sicheren Rahmen für die Auseinandersetzung mit dem Thema zu bieten. Sie können Schüler*innen dadurch einerseits darin unterstützen grenzüberschreitendes Verhalten zu erkennen, anzusprechen und/oder sich ggf. Hilfe zu holen und die Schüler*innen andererseits auch in der Entwicklung einer grenzwahrenden und sensiblen Haltung stärken.

Inhalt:
Im ersten Teil des Workshops werden sich die Teilnehmenden zunächst mit ihrer eigenen Haltung zum Thema Grenzen und (sexuelle) Grenzverletzung auseinandersetzen: Wie definieren die Teilnehmenden ihre eigenen Grenzen? Wo gibt es Unsicherheiten in Bezug auf das Thema? Was ist verhandelbar und was nicht?

Im zweiten Teil des Workshops werden die Teilnehmenden gemeinsam Ideen zur Umsetzung des Themas im Schulalltag sammeln und sich u.a. mit folgenden Fragen beschäftigen: Wie kann dieses Thema gemeinsam mit Schüler*innen besprochen und bearbeitet werden? Wie lässt sich die Auseinandersetzung mit dem Thema altersgerecht gestalten? Wie kann ein sicherer Rahmen geschaffen werden? Worauf ist in der Auseinandersetzung mit diesem Thema besonders zu achten?

Nutzen:
Die Teilnehmenden werden gemeinsam mit den Workshop-Leiterinnen einen „Methodenkoffer“ zur sensiblen Bearbeitung der Themen Grenzen und Grenzverletzungen zusammenstellen, so dass die Teilnehmenden dieses Themen, angepasst auf ihren jeweiligen Arbeitskontext, mit den Schüler*innen erarbeiten können.
Zielsetzung
Erscheinungsformen sexueller Grenzverletzungen zwischen Kindern/Jugendlichen im Arbeitsfeld Schule werden vermittelt. Neben Zahlen, Daten und Fakten wird das Hilfesuchverhalten von verletzten Personen dargestellt. Handlungsempfehlungen werden aufgezeigt. Die Teilnehmenden erwerben fundierte Grundlagen zum Themenfeld der sexuellen Grenzverletzungen unter Kindern/Jugendlichen.
Schulform

beliebig

Veranstalter
Kompetenzzentrum Bad Bederkesa Ev. Bildungszentrumi
verantwortlich
Veranstaltungsteam
Lutz Kruse
Maren Otten
Bettina Pröhl
Annika Wenzel
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