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Veranstaltungsangebote für den schulischen Bildungsbereich in Niedersachsen.

Fachtag: "Hau bloß ab!" Souverän mit schwierigen Situationen im Schulalltag umgehen
Nr.
KBED21.41.154
Dauer
k.A.
Anfang
13.10.2021 , 09:00 Uhr
Ende
13.10.2021 , 17:00 Uhr
Anmeldeschluss
29.09.2021
max. Teilnehmende
70
min. Teilnehmende
30
Kosten
89,- bis 149,- € je nach Teilnehmendenzahl (inkl. Verpflegung)
Adressaten
Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter/innen, pädagogisches Personal sowie Schulleitungen aller Schulformen
Veranstaltungstypen
  • Präsenzveranstaltung
Beschreibung
Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarf im Bereich des emotionalen und sozialen Lernens haben es nicht leicht – und sie machen den Lehrkräften das Unterrichten nicht leicht. Die Fragen: "Wie kann ich das verstehen?“ und „Was kann ich tun?“ treiben die Lehrkräfte um.

Im Eröffnungsvortrag 'Unterrichtsalltag mit schwierigen Schülerinnen und Schülern - soziale und entwicklungspsychologische Grundlagen für die emotionale und soziale Entwicklung' von Herrn Prof. Dr. Manfred Wittrock (Universität Oldenburg) soll es vor allem darum gehen, den Unterrichtsalltag mit schwierigen Schülerinnen und Schülern gedanklich in den Griff zu bekommen und die belastenden Situationen professioneller einordnen zu können. Die Frage "Wie kann ich das verstehen?" steht hier im Fokus:

'Unterricht' und 'schwierige Schüler/innen': Über wen/über welche Gruppe reden wir da eigentlich? Wer bzw. was fällt Ihnen dazu spontan ein?
Gerade im Bereich der 'Emotionalen und sozialen Entwicklung (ESE)' spielen neben der 'Ausstattung' bei der Geburt sowohl die nähere soziale Umwelt (Familie und Peers) und die weiteren Rahmungen ('Viertel', die besuchte Schule, gesellschaftliche Erwartungen) als aber auch das sich in diesem Spannungsfeld entwickelnde 'Selbstkonzept' eine zentrale Rolle.

Diese kumulative Ausgangslage trifft auf die 'Entwicklungsaufgaben', die von Geburt an auf jeden Menschen zukommen und bewältigt werden müssen.

Bei Eintritt in die Schule mit sechs Jahren treffen wir dann auf mehr oder weniger gut der schulischen und unterrichtlichen Rahmung angepasste Schüler/innen.
Doch was heißt hier 'angepasste'? Wie ist das fachliche Verständnis eines 'Förder-/ Unterstützungsbedarfs bei Beeinträchtigungen in der emotionalen und sozialen Entwicklung'?


In den Workshops wird es am Nachmittag um die Frage „Was kann ich tun?“ gehen.
Expertinnen und Experten aus verschiedenen Handlungsfeldern stellen vor, wie Lösungen in ihrem Arbeitsbereich aussehen und welche Hilfen angeboten werden können. Dabei lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konkrete Methoden kennen (Kollegiale Beratung, Ansatz 'Ich schaff’s'), erhalten selber Beratung (Umgang mit Stress, Fallbesprechungen) oder erlangen Wissen über die Unterstützungsmöglichkeiten anderer Einrichtungen (Tagesklinik, Jugendhilfestation).


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Bitte wählen Sie im Rahmen Ihrer Anmeldung EINEN der folgenden sieben Workshops aus:
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Workshop 1:
Vertiefung zum o. g. Eröffnungsvortrag


Ausgehend von einem 'Unterstützungsbedarf in der emotionalen und sozialen Entwicklung' sollen in diesem vertiefenden Workshop drei aktuell besonders herausfordernde Phänomene im Mittelpunkt stehen:
'(Cyber-) Mobbing', (sog.) 'Systemsprenger/innen' und 'Selbstverletzendes Verhalten'.

Referent:
Prof. Dr. Manfred Wittrock (Universität Oldenburg)


Workshop 2 - IST BELEGT! BITTE TREFFEN SIE EINE ANDERE WORKSHOPWAHL.
Stufen der Deeskalation als Antwort auf Eskalationen
:
Drei Fragen sollte sich jedes Schule, jedes Team und jede Klasse immer wieder fragen: Was sind unsere zentralen Werte, wie leben wir diese Werte und wir gehen wir mit Menschen um, die diese Werte verletzen.
Auch in der Arbeit mit Schüler(inne)n mit herausforderndem Verhalten sind diese Fragen und deren Antworten zentral – Sie geben - neben vielen anderen Vorteilen - Klarheit und Sicherheit im Handeln.

In diesem Workshop präsentiere ich Ihnen einfache Methoden, um diese Fragen zu erarbeiten und Gruppen auf einem hohen Niveau im Miteinander zu halten.
Wir sehen uns die daraus resultierenden Möglichkeiten an, auf Werteverletzung professionell zu reagieren - mit abgestimmter Klarheit.
Sie bekommen ein Stufenmodell, mit dem Sie jederzeit weiterarbeiten können sowie praktische und kurze Übungen für einzelne Schüler/innen und für die Klasse an die Hand.

Ich freue mich auf die gemeinsame Arbeit, die ich mit Inputs und Gruppenarbeiten gestalten werde.

Referent:
Hartmut Sancken
Sozialpädagoge, Systemischer Berater, Mitentwickler des mobilen Dienstes ES im LK OHZ


Workshop 3:
Schwierige Elterngespräche führen – Wege zu einer konstruktiven Gesprächsführung in Konfliktsituationen


Lehrkräfte sind in ihrem Arbeitsalltag häufig mit schwierigen Gesprächssituationen konfrontiert. So kann die Zusammenarbeit mit Eltern gewinnbringend und konstruktiv sein, sie birgt aber auch ein nicht unerhebliches Konfliktpotential. Noten, Streit unter Schüler(inne)n, Arbeits-/Sozialverhalten – es gibt viele Gründe, warum ein Lehrkraft-Eltern-Gespräch eskalieren kann.
Am Ende eines kritischen Gesprächs steht häufig der Eindruck, dass man aneinander vorbei oder gegen eine Wand geredet hat und die eigene Absicht beim Gegenüber falsch ankam. Statt ein „Miteinander“ wird eher ein „Gegeneinander“ erlebt – dabei hat man doch eigentlich das gleiche Ziel: eine positive Entwicklung des Kindes.

Ziel dieses Workshops ist die Reflexion und Weiterentwicklung eigener Fähigkeiten im Umgang mit kritischen Gesprächen und eine Wissenserweiterung bezogen auf Kommunikationsprozesse.

Durch kurze Vorträge, praktische Übungen und Reflexionen werden theoretisches Wissen und praktische Anteile zum Thema „Kommunikation und Gesprächsführung“ miteinander verknüpft. Methoden für eine gelungene Verständigung und eine lösungsorientierte Gesprächsführung zwischen Lehrkraft und Eltern werden vorgestellt.

Referentin:
Annika Wenzel
Schulpsychologische Dezernentin der Außenstelle Rotenburg ( Wümme)


Workshop 4:
Kollegiale Beratung

Kollegiale Beratung (nach Kim-Oliver Tietze) ist eine evaluierte, nachweislich wirksame Beratungsform in Gruppen. Diese Methode bietet eine gute Möglichkeit zum professionellen Austausch zu Anliegen, die im Berufsalltag auftreten und bei denen der/die Einzelne die Unterstützung von Kolleginnen und Kollegen gern in Anspruch nehmen möchte.

Im Gegensatz zum "normalen" Gespräch im Lehrerzimmer über Schülerinnen und Schüler und sonstige schulisch-relevante Themen bietet die Kollegiale Beratung einen ritualisierten Rahmen.

Referentin:
Sophie Mattscheck - Förderschullehrerin


Workshop 5:
Familienschule und Autismusberatung im Rahmen der Beratungsarbeit des mobilen Dienstes für emotionale und soziale Entwicklung CuxBUS


Der Mobile Dienst für emotionale und soziale Entwicklung CuxBUS stellt die vielfältige Beratungsarbeit vor.

Durch die Initiative im CuxBUS sind im Landkreis Cuxhaven in Kooperation mit dem Jugendamt Familienschulen an mehreren Standorten eingerichtet worden. Die Familienschule mit Methoden der Multifamilienarbeit und entwicklungspädagogischen Prinzipien wird in einer Präsentation mit Fallbeispielen dargestellt.
Außerdem ist die Autismusberatung dem CuxBUS angegliedert; in einer Powerpoint Präsentation wird der Themenschwerpunkt anschaulich vorgestellt.

Eigene Erfahrungen der Teilnehmenden können in den anschließenden Gesprächen eingebracht werden.

Referentinnen:
Nadine Drews – Sozialpädagogin, Förderschullehrerin
Nicole Schui – Förderschullehrerin
Frauke Diercks – Förderschullehrerin
Claudia Hinrichs – Diakonin, Lehrerin


Workshop 6:
WOWW – work on what works, lösungsorientiertes Arbeiten mit Schulklassen


Working On What Works (WOWW) ist ein innovatives Programm, welches ursprünglich entwickelt wurde, um die Qualität von Unterricht wie auch die Zusammenarbeit zwischen Schüler(inne)n und Lehrkräften zu verbessern. Der Ansatz arbeitet - wie der Name schon sagt - ausschließlich mit dem, was bereits funktioniert und gut gelingt - mag es auch noch so klein sein.

Die Vorgehensweise eignet sich sehr gut für die Arbeit mit Schulklassen wie auch herausfordernden Gruppen.

Eine zentrale Rolle im Rahmen der Intervention nimmt ein in der Methodik geschulter Coach (externer Berater, Schulsozialarbeiter/in, Vertrauenslehrkraft ...) ein, der oder die über einen Zeitraum von 10-12 Wochen regelmäßig für eine (Schul)stunde in die Klasse oder die Gruppe kommt und die Anwesenden (Schüler/innen, Lehrkraft, Gruppenmitglieder ...) beobachtet, ihnen Rückmeldung gibt oder an selbst bestimmten Zielen arbeitet.

Die Ideen des WOWW-Coachings entspringen der lösungsfokussierten Arbeit, die von Steve de Shazer, Insoo Kim Berg und ihren Kolleg/innen in Milwaukee, Wisconsin entwickelt wurde.

Zentrale Inhalte des Workshops sind:
• Auftragsklärung im System
• Rolle als Coach
• Phasen und Schritte der Durchführung
• Lösungsfokussierte Elemente im Rahmen der Intervention (Skalierung, Ausnahmen, Zieldefinition ...)
• Implementierung

Arbeitsweise
Im Workshop werden - neben theoretischen Elementen - grundlegende Prinzipien der Vorgehensweise sowie Ablauf und die zentralen Schritte der Durchführung vorgestellt. Übungen und Simulationen zur Durchführung machen den Ansatz erlebbar.

Referentinnen:
Caroline Laging und Britta Corssen
Förderschullehrerinnen und Mitarbeiterinnen im Beratungszentrum für emotionale und soziale Entwicklung (BesE), Stade


Workshop 7:
Selbstfürsorge: Die eigenen Grenzen achten


Kennen Sie Ihre Grenzen? Und achten Sie diese?
So individuell wie Lebenswege/-situationen sind, so unterschiedlich ist auch der Umgang mit den darin verborgenen Herausforderungen. Was uns alle eint ist die Tatsache, dass wir aus dem inneren Gleichgewicht geraten, wenn wir ständig unsere persönlichen Grenzen überschreiten (lassen).
Wie es gelingen kann, den Blick für das Wesentliche zu schärfen, die eigenen Grenzen bewusster wahrzunehmen, Krafträuber zu identifizieren, sich im Alltag von Zeitfressern & Zeitdieben abzugrenzen und die eigenen Ressourcen wieder zu stärken, darum geht es in diesem Workshop.

Die Teilnehmenden bekommen Raum zur Selbstreflexion und können sich auf praktische Tools des Selbstmanagements freuen. Ein abwechslungsreicher Mix aus stärkenden, regenerativen Entspannungsverfahren für den (Berufs-)Alltag schafft wertvolle Impulse für gelebte Selbstfürsorge.

Inhalte:
• Eigene Bedürfnisse und Werte im Fokus
• Stress – Der Regler zwischen Leistung und Erschöpfung • Selbst-bewusst-sein: Grenzen wahrnehmen - Grenzen ziehen
• In Balance: Zwischen Krafträubern und Kraftquellen
• Zeitfresser & Zeitdiebe - erkennen und handeln
• Mut zum NEIN!
• Es ist wie es ist. - Die Chance für wahre Veränderungen
• Stress-Stopp-Methode AHA!
• Die eigenen Ressourcen im Blick – Selbstmanagement im (Arbeits-)Alltag
• Im Flow: Power und Pause im Wechsel
• Entspannungstechniken für Berufs- und Alltagssituationen (Elemente aus Progressiver Muskelentspannung, Business-Yoga, ZENbo Balance ® und Achtsamkeitstraining)

Methoden:
Impulsvorträge, Selbstreflexionsphasen, Stressmanagement-Techniken, regenerative Entspannungsverfahren

Referentin:
Franziska Krone
DBVB-zertifizierter Burnout-Prophylaxe-Coach Stressmanagementtrainerin, Trainerin für Selbst- und Zeitmanagement Achtsamkeitstrainerin für Meditation & Stressbewältigung Trainerin für Business-Yoga, PME und ZENbo Balance®

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Ablauf des Fachtages:

09:00 Uhr - Ankommen bei Stehkaffee
09:30 Uhr - Eröffnung durch die Leitungen der RZI Cuxhaven, Stade, Osterholz
10:00 Uhr - Vortrag Prof. Wittrock
11:30 Uhr - Pause, anschließend bis 12:30 Uhr Diskussion/Rückfragen - Organisatorisches zu den Workshops
12:30 Uhr - Mittagspause
13:30 Uhr - Arbeiten in den Workshops (Kaffeepause zwischen 14:30 Uhr und 16:30 Uhr- bitte workshopintern festlegen)
ca. 17:00 Uhr - Ende der Veranstaltung

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Sollte bis zum Anmeldeschluss eine Finanzierungszusage durch das NLQ vorliegen, wird der Teilnehmendenbeitrag nicht erhoben und Reisekosten werden erstattet.

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Wichtiger Hinweis:
Die Einladung zur Veranstaltung erfolgt nach dem Anmeldeschluss, i. d. R. ca. 14 Tage vor Veranstaltungsbeginn per e-mail. Eine Absage der Veranstaltung erfolgt im gleichen Zeitraum.
Dienstrechtl. Versicherungsschutz wird gewährt, wenn eine Genehmigung der Schulleitung vorliegt.
Bitte beachten Sie, dass Sie mit Ihrer Anmeldung zu dieser Veranstaltung die *Allgemeinen Bedingungen für die Teilnahme an Veranstaltungen* akzeptieren. Sie finden die Bedingungen unter:
http://kompetenzzentrum.ev-bildungszentrum.de/teilnahmebedingungen/
Zielsetzung
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwerben im Eingangsvortrag eine theoretisch fundierte Sichtweise auf die Entwicklungsbedingungen und -aufgaben von 'schwierigen Schüler(inne)n'. Sie schärfen ihr fachliches Verständnis von Schülerinnen und Schülern mit Förderbedarf im Bereich der emotionalen und sozialen Entwicklung. Darüber hinaus erwerben sie Feldkenntnisse zum Thema des gewählten Workshops und lernen spezifische Handlungsoptionen kennen.
Schulform

beliebig

Veranstalter
Kompetenzzentrum Bad Bederkesa Ev. Bildungszentrumi
verantwortlich
Veranstaltungsteam
Britta Corssen
Master of Education Frauke Diercks
Nadine Drews
Ole Hannen (Leitung)
Claudia Hinrichs
Franziska Krone
Michael Ladda
Oda Lade (Leitung)
Caroline Laging
Ute Licht (Leitung)
Sophie Mattscheck
Martina Novara
Petra Röpken
Hartmut Sancken
Andreas Schaefer
Nicole Schui
Karen-Silke Seemann (Leitung)
Kathrin Watzdorf
Annika Wenzel
Sybille Wittenberg (Leitung)
Prof. Dr. Manfred Wittrock
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