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Veranstaltungsangebote für den schulischen Bildungsbereich in Niedersachsen.

WEBINAR: Prävention der Rechenschwäche
Nr.
KH.2027.FK88
Dauer
1,5
Anfang
29.06.2020 , 16:00 Uhr
Ende
29.06.2020 , 17:30 Uhr
Anmeldeschluss
15.06.2020
max. Teilnehmer
12
min. Teilnehmer
8
Kosten
kostenlos
Adressaten
GrundschullehrerInnen der 1. und 2. Klasse, FörderlehrerInnen
Beschreibung
Eine Rechenschwäche bildet sich im Verlauf des ersten Schuljahres heraus; vornehmlich bei Kin-dern, die Größe, Länge und Anordnung der Mengenelemente noch nicht treffsicher von der An-zahl der Elemente zu scheiden vermögen. Diese Kinder beginnen das Erlernen der Rechenopera-tionen nicht auf der notwendigen Grundlage eines ausreichenden Zahlverständnisses; daher besteht ihr Rechnen fast ausschließlich im Abzählen der Aufgaben „um 1“. So bewältigen sie die Anfangs-Mathematik mehr oder weniger erfolgreich und nicht selten unauffällig. In Klasse 2 sehen sich diese Kinder mit dem Zahlenraum bis 100 konfrontiert, der mit Abzählstra-tegien nur noch schwer zu bewältigen ist. So nimmt das „Unheil“ seinen Lauf: den betroffenen Kindern gelingt es nicht mehr, dem Schulstoff zu folgen. Daher suchen sie nach gangbaren Zähl-strategien, mit denen sie Rechenoperationen mit zweistelligen Zahlen berechnen können. Der oft gegebene und gut gemeinte Rat die zweistelligen Zahlen nach Stellen getrennt zu addie-ren und zu subtrahieren, ermöglicht den Kindern dann tatsächlich das Lösen von Aufgaben. al-lerdings so, dass die Ziffern der Zahlen ohne Berücksichtigung ihres Stellenwerts zusammenge-zählt werden. Typische Fehlern wie: „45 + 21 = 57“, „50 – 7 = 47“ und „34 – 17 = 23“ sind die Folge. Ein fundiertes Zahlverständnis kann sich so nicht entwickeln, weil die mehrstellige Zahl durch das „Ziffernrechen“ ihrer Wertigkeit entkleidet und als unverbundene Ziffernfolge verstanden und behandelt wird. Das (Kopf)Rechnen mit Zahlzerlegung und dezimalen Analogien sowie das Ein-schätzen von Ergebnissen werden dann erst mal nicht erlernt. Die Rechenschwierigkei-ten/Rechenschwäche werden manifester und bessern sich auch durch vermehrtes Üben nicht. Unabhängig von der Klassenstufe führt der Weg aus dem zählenden Rechnen heraus nur über gesicherte pränumerische Einsichten, das rechenoperative Verständnis der Zahlzerlegung, die Einsicht in den Zahlaufbau (Stellenwertsystem) und den Zehnerübergang mit Zahlzerlegung. All dies war und ist natürlich Bestandteil des Mathematikunterrichts der ersten beiden Klassen, es scheint allerdings an manchen Kindern spurlos vorüber zu gehen. In dieser Fortbildung geht es nicht um gänzlich Neues, sondern um einen differenzierten Blick auf den bewährten Unterricht einschließlich der Lehrwerke und hier besonders um die Reflexion bewährter Darstellungen von Mengen, Zahlen und Rechenoperationen im Hinblick auf ihre Ein-prägsamkeit. Wir analysieren typischer Fehler sowie die kompensatorischen Rechenstrategien, die aus dem Unverständnis der mehrstelligen Zahl erwachsen; daraus ergeben sich die Förder-strategien und Förderschwerpunkte, die geeignet sind, verfestigte Zählstrategien zu erschüttern und sukzessive zu ersetzen. Der Kurs versteht sich als konzeptionelles Angebot an die Schule zur nachhaltigen Reduzierung der Rechenschwierigkeiten in der Grundschule.

Es handelt sich um ein Webinar; die Fortbildung läuft über Skype. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine stabile Internetverbindung.
Zielsetzung
Die Lehrkräfte verfügen über erweiterte Möglichkeiten mathematisches Grundlagenwissen zu vermitteln, wo die angewandten Lehrkonzepte nicht ausreichend greifen.
Schulform

Förderschule,

Grundschule

Veranstalter
Kompetenzzentrum Universität Hannover - Lehrerfortbildungi
verantwortlich
Veranstaltungsteam
Hermann Theisen
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