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Veranstaltungsangebote für den schulischen Bildungsbereich in Niedersachsen.

"Like it!" Demokratie 2.0 - Auftaktveranstaltung zum bildungspolitischen Schwerpunkt "Demokratisch gestalten", im Rahmen der Hildesheimer Pädagogischen Tage 2020 - neuer Termin
Nr.
khi20.40.091
Dauer
8 h
In Zusammenarbeit mit
Medienberater_innen des NLQ
Anfang
01.10.2020 , 08:30 Uhr
Ende
01.10.2020 , 16:30 Uhr
Anmeldeschluss
17.09.2020
max. Teilnehmer
100
min. Teilnehmer
10
Kosten
kostenlos
Beschreibung
Hinweis: Diese Veranstaltung war ursprünglich für den 25. März geplant, wurde aber wegen des Corona-Virus auf den 1. Oktober verschoben.

Das Workshopangebot wird nach Rücksprache mit den Referent_innen ergänzt. Alle Interessierten erhalten per Mail Nachricht, wenn das Workshopangebot vollständig ist. Bis zum Anmeldeschluss am 17. September sind Anmeldungen, Abmeldungen und Workshopwechsel unkompliziert möglich.

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„Demokratisch gestalten“ – die neue bildungspolitische Initiative des Landes wurde im September 2019 in einer überregionalen Großveranstaltung präsentiert und inspirierte mit zahlreichen Workshops und einem vielseitigen Markt der Möglichkeiten die Teilnehmenden. In diesem Jahr folgen an verschiedenen Standorten regionale Auftaktveranstaltungen. Schul- und Unterrichtsentwicklung demokratisch zu gestalten und mehr Partizipation zu wagen – dazu sollen die Tagungen und Fortbildungen beitragen.

„Like it! Demokratie 2.0“ ist die regionale Auftaktveranstaltung der Bildungsinitiative „Demokratisch gestalten“ an der Universität Hildesheim. Der inhaltliche Fokus liegt auf den Möglichkeiten und Herausforderungen, die durch die digitalen Medien für demokratische und partizipative Prozesse entstehen.

Demokratie und Partizipation sind nur denkbar, wenn Schülerinnen und Schüler über die Fähigkeit verfügen, gesellschaftliche Entscheidungen wie Entscheidungen der individuellen Lebensführung vernünftig und verantwortungsvoll zu treffen. In Diskussionen müssen sie wertschätzend miteinander umgehen und die Kraft des besseren Arguments zur Geltung kommen lassen. In der Politikdidaktik wird diese Kompetenz mit Urteilsfähigkeit benannt, in den Naturwissenschaftsdidaktiken mit Bewertungskompetenz; in vielen Fächern ist sie unter jeweils anderem Namen ein wesentlicher Schlüssel zur Förderung dessen, was klassischerweise gesellschaftliche Mündigkeit genannt wird. Im wissenschaftlichen Diskurs hat sich für die Fähigkeit, in der digitalen Welt Informationen bewerten zu können, der Begriff der „Informationskompetenz“ etabliert.

Durch die Digitalisierung sind einerseits verstärkt Möglichkeiten der Partizipation entstanden, andererseits werden über digitale Medien systematisch Falschinformationen platziert. Ökonomisch, politisch und ideologisch motivierte Kampagnen versuchen, Empörungsreflexe für ihre Sache zu mobilisieren, und die Funktionsweise der Algorithmen – etwa in Suchmaschinen – führt bei kontrovers diskutierten Themen zu einer überproportionalen Repräsentanz fragwürdiger Inhalte. Debatten zu gesellschaftlich relevanten Fragen – Klimawandel, Flüchtlingspolitik, EU – erscheinen in der digitalen Öffentlichkeit systematisch verzerrt.

Zugleich findet das politische Engagement Jugendlicher seine Heimat immer weniger in traditionellen Verbands- und Parteistrukturen, die eine demokrati-sche politische Sozialisation unterstützen und ein Abgleiten in radikale Ränder unwahrscheinlich machen. Es herrscht teils eine naive Empfänglichkeit für skandalisierende Berichte, deren Urheber allein propagandistischem Kalkül folgen.

Vor diesem Hintergrund haben die Workshops der regionalen Auftaktveranstaltung der Initiative „Demokratisch gestalten“ an der Universität Hildesheim zwei Schwerpunkte. Erstens sollen sie Möglichkeiten digitaler Partizipation in ihrem schulischen und unterrichtlichen Nutzen aufzeigen. Zweitens sollen sie Lehrkräfte befähigen, die neuen digitalen Herausforderungen – Fake-News, Hate-Speech, Cybermobbing – unterrichtlich zu thematisieren und die Schülerinnen und Schüler so in ihrer Diskurskompetenz und ethischen Kultur, insb. der Anerkennung von Diversität, zu fördern.

Dass die Zukunft digital sein wird, steht außer Frage. Inwiefern sie starke demokratische Strukturen aufweisen wird und allen Mitgliedern einer pluralistischen Gesellschaft Partizipationsräume öffnet, ist eine Frage bildungspolitischen und pädagogischen Handelns.

Programm:

08:30 - 09:00: Begrüßungskaffee und Anmeldung
09:00 - 10:00: Begrüßung; Grußwort: Claudia Schanz (Niedersächsisches Kultusministerium); Keynote von Julia Egbers und Armin Himmelrath
10:00 - 10:45: Markt der Möglichkeiten mit Kaffee
10:45 - 12:45: Erster Workshopslot
12:45 - 13:30: Mittagspause
13.30 - 15:30: Zweiter Workshopslot
15:30 - 16:30: Abschlussplenum & Evaluation

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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Diese Veranstaltung wird als bildungspolitisches Schwerpunktthema vom Niedersächsischen Kultusmimnisterium finanziell gefördert und ist kostenfrei.

Evtl. entstandene Sach- und Materialkosten sind vor Ort direkt zu bezahlen.
Reisekosten werden im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel auf Antrag gezahlt. Diesen erhalten Sie vorausgefüllt vor Ort.
Die Reisekostenabrechnungen richten sich nach der NRKVO (Niedersächsische Reisekostenverordnung)..

Es gelten die "Bedingungen für die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen des Kompetenzzentrums für regionale Lehrerfortbildung an der Universität Hildesheim"
Mit der Anmeldung zur Fortbildung erkennen Sie diese an.

Die Anmeldung über die VeDaB Datenbank ist unbedingte Voraussetzung für die Teilnahme an der Fortbildungsveranstaltung. Es gelten ebenso die „Allgemeinen Bedingungen für die Teilnahme an dienstlichen Fortbildungen“:
https://www.nibis.de/formulare-des-nlq_593
Zielsetzung
Die Teilnehmenden - lernen digitale Möglichkeiten der Partizipation kennen und erproben diese; - setzen sich mit Möglichkeiten und Grenzen demokratischer Teilhabe im Netz auseinander - setzen sich mit systematischer Desinformation (Fake-News) auseinander und erhalten entsprechende Unterrichtsmaterialien zur Förderung der Bewertungskompetenz, bzw. Urteilsfähigkeit ihrer SuS; - lernen Angebote und Möglichkeiten digitaler Selbstverteidigung kennen, die sie befähigen, betroffene SuS zu beraten.
Schulform

beliebig

Veranstalter
Kompetenzzentrum Universität Hildesheimi
verantwortlich

Veranstaltungsteam
Lena Cornelius
Julia Egbers
Jürgen Ertelt
Armin Himmelrath
M.A. Heiko Idensen
Christoph Knoke
Pascal Kubat
Daniel Köhler
Prof. Dr. Marc Partetzke
Maik Riecken
Jessica Schattschneider
Prof. Dr. Wolf Jürgen Schünemann
Lennart Sörnsen
Norbert Thien
Workshops

10:45

11:45

12:45

13:45

14:45

15:45

FakeNews Hatespeech Medienkompetenz

Himmelrath, Egbers: In Zeiten von Fake-News und Hatespeech – Medien- und Digitalkompetenz fördern

Kinder und Jugendliche sind in der Nutzung digitaler Medien quantitativ, nicht aber qualitativ u?berlegen: Sie kommunizieren digital, das Potential zur Informationsbeschaffung wird aber in der Regel nur auf einem unzureichenden Niveau ausgescho?pft. Wie ko?nnen Schu?ler*innen vor dem Hintergrund ihres Mediennutzungsverhaltens in digitalen Ra?umen konstruktiv und wertscha?tzend kommunizieren? Welche Inhalte sieht eine digitale Kompetenzfo?rderung konkret vor? In dem Workshop werden Antworten auf Fragen wie diese gegeben. Es geht um eine erste Sensibilisierung mit der Thematik. Insofern werden neben theoretischen Grundlagen anwenderfreundlich und handlungsbezogen ebenso Materialien aufgezeigt, die direkt im Unterricht eingesetzt werden ko?nnen.

Juuuport Hilfe bei Cybermobbing WhatsAppStress

Sörnsen: Juuuport – Hilfe bei Cybermobbing, WhatsApp-Stress & Co.

JUUUPORT ist eine bundesweite Beratungsplattform, auf der sich Jugendliche gegenseitig helfen, wenn sie Probleme im oder mit dem Internet haben. Im Workshop werden folgende Fragen beantwortet: Wie funktioniert JUUUPORT? Um welche Themen geht es? Wie werden die ehrenamtlichen Berater*innen betreut und geschult? Und: Welche Angebote bietet JUUUPORT für die Schule?“

Medienbildung unplugged

Riecken: Medienbildung unplugged

Keine Ausstattung? Keine Idee für Vertretungsstunden? Ein Wille zum Empowerment von Schülerinnen und Schülern, um später digitalpolitisch anders zu agieren als unsere heutigen Volksvertreter? Erleben Sie in diesem Workshop, wie Medienbildung ganz ohne Technikeinsatz funktionieren kann. Es werden praxisorientierte Unterrichtseinheit von der Grundschule bis in die Oberstufe präsentiert und auch ausprobiert.

Politik zum Anfassen Mitrede App PLACEm

Mitreden an der Schule mit PLACEm – der Mitrede-App

Welche konkreten Szenarien gibt es, bei denen das Mitreden von Beteiligten im schulischen Alltag mit der App PLACEm erleichtert werden kann und welche Funktionen muss die App hierfür bieten? Politik zum Anfassen e.V. macht mit der Beteiligungs-App PLACEm Demokratie einfach mobil erlebbar - leicht administrierbar, mit hohem Aufforderungscharakter und viel Spaß! PLACEm ist eine App, die kommunalpolitische Information und Beteiligung ermöglicht und von Schulen und Jugendgruppen kostenfrei genutzt werden kann. Ein System, das die Beschäftigung mit Inhalten durch Punkte belohnt, die nicht nur in Bestenlisten verglichen, sondern in Prämien vor Ort eingelöst werden können. Mehrsprachig, niedrigschwellig, interaktiv - eine Art Facebook der Beteiligung, das mit Quizzen, Umfragen, Events und Informationen Lust auf Demokratie macht. Wir wollen Ihnen die App und Beispiele aus der (schulischen) Praxis vorstellen und gemeinsam überlegen, wo und wie man die App einsetzen kann. Dabei entwickeln wir kleine Implementierungs-Projekte und entwerfen neue Funktions-Ideen als Mockup, die später in der App auch wirklich umgesetzt werden können.

Lovestorm

Cornelius: Lovestorm - gemeinsam gegen Hass im Netz

Das Projekt Love-Storm setzt mit seiner Plattform ein engagiertes Zeichen gegen Hass im Netz, Hatespeech und Cybermobbing. Es stellt ein Interventionstool bereit, welches es Angegriffenen ermöglicht, selbst aktiv und handlungsfähig zu werden. Dazu bietet LOVE-Storm gleichzeitig Struktur und fachliche Medienkompetenz, um Gegenrede-Aktionen anzustoßen und selbst zu organisieren. Der Workshop führt in die zentralen Bereiche der LOVE-Storm-Plattform ein. Im Mittelpunkt stehen die Vermittlung von Grundkenntnissen der Anwendung, außerdem das Kennenlernen von Gegenredestrategien bei Hasskommentaren und Onlinemobbing. Ein weiterer Kernbereich der Fortbildung ist ein direktes Training am Laptop oder Tablet. Dieser Workshop dauert vier Stunden mit einer Mittagspause von 12:45 bis 13:30 Uhr

Partizipationsmoeglichkeiten

Kubat: Partizipationsmöglichkeiten in der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Im Zentrum des ersten Workshopteils steht eine Auseinandersetzung mit der Begrifflichkeit Partizipation. Hier sollen vor allem gemeinsame Motive, Formen und Felder der politischen Partizipation erarbeitet werden und praktische Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie bei jungen Menschen das Interesse am Partizipieren geweckt werden kann. Der zweite Teil des Workshops beschäftigt sich mit Methoden in der politischen Bildung am Beispiel Fake News. Die niedersächsiche Landeszentrale für politische Bildung hat zu unterschiedlichen Themen Workshopangebote,unter anderem auch zum Thema Fake News. Im Speziellen sollen Handlungsmöglichkeiten zum Thema Fake News in der Praxis für Pädagog*innen aufgezeigt werden. Der Workshop dauert 4 Stunden mit einer Mittagspause von 12:45 bis 13:30 Uhr.

Internet kaputt

Riecken: Das Internet ist kaputt - das Internet muss weg

So beschreiben es Sascha Lobo und Schlecky Silberstein in ihren Kolumnen und Büchern. Beides sind Menschen, die durch das Internet groß geworden sind und jetzt kritisch auf die Dynamiken und Prozesse im Netz schauen. Wenn man verstehen will, was kulturell gerade geschieht, muss man in die Geschichte der Mediatisierung schauen. Kommen Sie mit auf diese historische Reise. Hören Sie eine Theorie, warum das Internet heute zu dem geworden ist, was selbst gestandene Netzpersönlichkeiten kritisch sehen. Diskutieren Sie gewagte Thesen und überlegen Sie gemeinsam mit mir, welche Konsequenzen sich für einen modernen Geschichts-, Politik- oder Ethikunterricht daraus ergeben können.

Juuuport Hilfe bei Cybermobbing WhatsAppStress

Sörnsen: Juuuport – Hilfe bei Cybermobbing, WhatsApp-Stress & Co.

JUUUPORT ist eine bundesweite Beratungsplattform, auf der sich Jugendliche gegenseitig helfen, wenn sie Probleme im oder mit dem Internet haben. Im Workshop werden folgende Fragen beantwortet: Wie funktioniert JUUUPORT? Um welche Themen geht es? Wie werden die ehrenamtlichen Berater*innen betreut und geschult? Und: Welche Angebote bietet JUUUPORT für die Schule?“

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