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Veranstaltungsangebote für den schulischen Bildungsbereich in Niedersachsen.

Mobbing verhindern mit einem Mobbing - Interventions - Team (MIT) für Ihre Schule
Nr.
KBED20.39.090
Dauer
Die Gesamtveranstaltung erstreckt sich über das Schuljahr 2020/2021. Die einzelnen Veranstaltungstermine entnehmen Sie bitte der Veranstaltungsbeschreibung. Bitte wählen Sie im Rahmen Ihrer Anmeldung die Gruppe/n, an der/denen Sie teilnehmen möchten
Rhythmus
Auftakt - 5 Ausbildungsmodule - 3 Netzwerktreffen
Anfang
23.09.2020 , 15:00 Uhr
Ende
28.04.2021 , 18:00 Uhr
Anmeldeschluss
07.09.2020
max. Teilnehmer
22
min. Teilnehmer
14
Kosten
Auftaktveranstaltung: 37,-- € p. P. inkl. Kaffee u. Kuchen. Fünf Ausbildungsmodule: 235,-- € bis 275,-- € p. P., je nach Teilnehmendenzahl inkl. Verpflegung. Die Netzwerktreffen sind kostenfrei.
Adressaten
Schulleiterinnen/Schulleiter und zukünftige Mitglieder des MITs ((Beratungs-)Lehrkräfte / Schulmediator(inn)en / Schulsozialpädagog(inn)en) aller Schulformen
Veranstaltungstypen
  • Ausbildung
Beschreibung
Das Thema „Mobbing unter Schülerinnen und Schülern“ hat nach wie vor große Bedeutung. Mobbingprozesse können in allen Altersstufen und Schulformen stattfinden und führen bei den betroffenen Schülerinnen und Schülern nicht nur zur Beeinträchtigung ihrer Leistungsbereitschaft, sondern hinterlassen in der körperlichen und geistigen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen deutliche Spuren. Mobbing zu erkennen und die richtigen Handlungsschritte einzuleiten, ist im Kontext vielfältiger schulischer Anforderungen oftmals schwierig.

Vor diesem Hintergrund möchte ich Ihnen das Gewaltpräventionsprojekt Mobbing-Interventions-Team in der Schule (MIT) vorstellen. Im Rahmen dieser Fortbildung werden Lehrkräfte und Schulsozialpädagoginnen und -pädagogen zur Durchführung von Klassentrainings in von Mobbing betroffenen Klassen qualifiziert. Auf der Ebene der Organisationsentwicklung wird parallel die Etablierung des Mobbing-Interventions-Teams als Teil des schulischen Sicherheits- und Präventionskonzeptes unter Beteiligung der Schulleiterinnen und Schulleitern erarbeitet.

Aufgaben des MIT
Zu den Aufgaben eines MIT an der Schule kann gehören, Schülerinnen und Schüler, Kolleginnen und Kollegen und Eltern bereits bei einem Verdacht auf mögliche Mobbingprozesse zu beraten. Bei konkreten Mobbing-Vorfällen unter Schülerinnen und Schülern bietet das Team den betroffen Gruppen oder Klassen die Durchführung von Anti-Mobbing-Trainings in enger Absprach mit den Klassenlehrkräften an. Während der Ausbildung der MITs wird dazu u.a. die Interventionsmethode „No blame approach“ vorgestellt.

Inhalte der Ausbildungsmodule
Zentraler Ausbildungsinhalt unserer Fortbildung ist das Erlernen von Methoden zur Durchführung eines Klassentrainings, das zum Ziel hat, Mobbing verarbeiten und zukünftig zu verhindern. Gefördert wird der achtsame, wertschätzende Umgang der Schülerinnen und Schülern untereinander. Dieses Training kann insbesondere als Nachbearbeitungsintervention in von Mobbing betroffen Klassen, aber auch als präventive Maßnahme durchgeführt werden. In der Ausbildung bedienen wir uns dazu analoger Methodik d.h., die Übungen werden in der Ausbildungsgruppe durchgeführt und u.a. im Hinblick auf ihre Umsetzung im Klassenkontext reflektiert.

Zugang zur Online-Plattform der TK „Gemeinsam Klasse sein“
Fester Bestandteil der Fortbildung ist die Erarbeitung einer Projektwoche zum Themenfeld Mobbing. Die Grundlage dafür bildet die neue Online-Plattform der Techniker Krankenkasse „Gemeinsam Klasse sein“. Teilnehmer der Qualifizierung erhalten kostenfrei den Zugang zum geschützten Bereich. Er enthält unter anderem Informationsmaterial für Schüler und Eltern, Filme und Arbeitsblätter.
Voraussetzung für den Erhalt des Zugangscodes zu dieser Plattform sind ein Kurzantrag der Schule und ein Bestätigungsschreiben, dass alle relevanten Gremien der Schule dem Projekt „Gemeinsam Klasse sein“ zugestimmt haben.

Vernetzung der Schule
Im Verlauf des Projektes entwickelt und etabliert jede Schule ein auf ihre Bedürfnisse und Ziele (Leitbild, Schulprogramm) abgestimmtes Konzept für den Einsatz des Mobbing-Interventions-Teams in der Schule. Ein Gesichtspunkt hierbei ist die Klärung der Vernetzung mit der Polizei und weiteren außerschulischen Beratungs- und Unterstützungsangeboten.
Um dies zu gewährleisten erhalten die Schulen im Rahmen eines Netzwerknachmittages die Möglichkeit, gemeinsam mit den Beauftragten für Jugendsachen der jeweils zuständigen Polizeiinspektionen mögliche Verfahrensabläufe in akuten Mobbingfällen in den Blick zu nehmen. Darüber hinaus stellen kommunale Beratungsstellen ihre Angebote für Schulen vor.

Auftaktveranstaltung und Netzwerktreffen mit Schulleiterinnen und Schulleitern
Zur Unterstützung der nachhaltigen Implementierung des MITs und des Konzeptes im Rahmen der Qualitätsentwicklung der Schule werden die Schulleiterinnen und Schulleiter der beteiligten Schulen neben der Auftaktveranstaltung zu insgesamt drei Netzwerknachmittagen eingeladen. Hier entwickelt jede Schule ein auf ihre Bedürfnisse und Ziele (Leitbild, Schulprogramm) abgestimmtes Konzept für den Einsatz des Mobbing-Interventions-Teams. Zentrale Fragestellungen sind u.a. die Gestaltung der Auftragslage des MITs im Rahmen schulischer Krisenintervention und Prävention, die Klärung zeitlicher und sächlicher Ressourcen sowie die Bearbeitung inner- und außerschulischer Schnittstellen.

Projektumfang
Insgesamt umfasst das Projekt Mobbing-Interventions-Team in der Schule eine Auftaktveranstaltung, fünf Ausbildungsmodule für Lehrkräfte und Schulsozialpädagogen und drei Netzwerknachmittage. Das Vorhaben erstreckt sich insgesamt über ein Schuljahr. Darüber hinaus kann die Schule auch Ergänzungsangebote der NLSchB in Anspruch nehmen, beispielsweise eine SchiLF oder Beratung und Unterstützung zur Implementierung.
Ein Jahr nach Ende der MIT-Fortbildung findet ein weiteres Treffen der ausgebildeten MITs statt. Der Termin wird mit den Teilnehmenden vereinbart. In diesem Nachtreffen geht es um Erfahrungsaustausch, gegenseitige Unterstützung und neue Impulse. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können Themenwünsche einbringen.

Inhalte der Ausbildungsmodule
Zentraler Ausbildungsinhalt unserer Fortbildung ist das Erlernen von Methoden zur Durchführung eines Klassentrainings, das zum Ziel hat, Mobbing zu beenden und zukünftig zu verhindern. Gefördert wird der achtsame, wertschätzende Umgang der Schülerinnen und Schülern untereinander. Dieses Training kann sowohl als Intervention in von Mobbing betroffenen Klassen als auch als präventive Maßnahme durchgeführt werden. In der Ausbildung bedienen wir uns dazu analoger Methodik. Das bedeutet, die Übungen werden in der Ausbildungsgruppe durchgeführt und u. a. im Hinblick auf ihre Umsetzung im Klassenkontext reflektiert.

Anmeldungsvoraussetzungen
Damit sich in jeder Schule ein Mobbing-Interventions-Team bilden kann, meldet die Schule zwei bis vier Personen zur Teilnahme an. Gern können die Teilnehmer aus dem Kreis der Beratungslehrkräfte, Schulmediatoren/innen und Schulsozialpädagogen/innen stammen. In jedem Fall sollten Vorerfahrungen im Bereich des sozialen Lernens vorhanden sein. Zum Gelingen des Projektes in der Schule trägt die Teilnahme der Schulleiterinnen und Schulleiter an den insgesamt vier Nachmittagsveranstaltungen wesentlich bei. Sollte eine Teilnahme nicht möglich sein, können alternativ Stellvertreter/innen oder andere Leitungsverantwortliche der Schule angemeldet werden.

Die Anschaffung des folgenden Buches wird als Arbeitsgrundlage dringend empfohlen: Gerlach, M./Sengpiel, J.: Mobbing-Interventions-Teams in der Schule. Praxishandbuch für nachhaltige Prävention und Intervention. Carl Link 2017. ISBN 978-3-556-06274-6. € 49,90.

Sollten Sie Interesse an einer Teilnahme haben, stehe ich Ihnen gerne bereits im Vorfeld der Entscheidungsfindung für Rückfragen zur Verfügung. Dies gilt selbstverständlich auch für allgemeine, den Themenkreis Prävention betreffende Fragestellungen.

Bei Überzeichnung der Veranstaltungen erfolgt die Auswahl unter folgenden Gesichtspunkten:
- Schulen mit besonderem Unterstützungsbedarf
- Schulen auf der Warteliste aus dem letzten Durchlauf
- Netzwerkbildung

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrage

Gesine Hahn (Projektleitung)
Regionalbeauftragte für Prävention und Gesundheitsförderung
Tel.: 04131 60342-21
Gesine.Hahn@nlschb.niedersachsen.de

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PROJEKTUMFANG:

Bitte wählen Sie im Rahmen Ihrer Anmeldung die Veranstaltungsgruppe/n, an der/denen Sie teilnehmen möchten aus.

1. - Auftaktveranstaltung
2. - Ausbildungsmodule (alle 5 Module)
3. - Netzwerktreffen (alle 3 Treffen)



1. Auftaktveranstaltung für Schulleitungen und mindestens zwei Mitglieder des zukünftigen MITs der Schule im Hotel 'Zur Einkehr' in Stade.

Diese halbtägige Veranstaltung vermittelt grundlegende Kenntnisse zum Thema Mobbing in der Schule.

Auftakt - Mittwoch, 23.09.2020, 15:00 Uhr – 18:00 Uhr

Kosten: 37,-- € p. P. inkl. Kaffee und Kuchen.

2. Fünf Ausbildungsmodule für zwei bis vier Lehrkräfte oder Schulsozialpädag(innen)en pro Schule (die Mitglieder des zukünftigen MITs der Schule) im Hotel 'Zur Einkehr' in Stade.

jeweils 09:30 Uhr bis 17:30 Uhr

1. Modul - Donnerstag, 29.10.2020
2. Modul - Donnerstag, 26.11.2020
3. Modul - Donnerstag, 14.01.2021
4. Modul - Donnerstag, 18.02.2021
5. Modul - Donnerstag, 25.03.2021

Kosten: 235,-- € bis 275,-- € p. P. für alle Module, je nach Teilnehmendenzahl, inkl. Mittagessen und Kaffee und Kuchen.

ACHTUNG: Die Qualifizierungsmodule können nur wahrgenommen werden, wenn sich die Schule ebenfalls zu den Netzwerktreffen und der Auftaktveranstaltung anmeldet.

3. Drei Netzwerktreffen für Schulleitungen und mindestens zwei Mitglieder des zukünftigen MITs der Schule in einer der teilnehmenden Schulen.

jeweils 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr

1. Netzwerktreffen - Mittwoch, 09.12.2020
2. Netzwerktreffen - Mittwoch, 10.03.2021
3. Netzwerktreffen - Mittwoch, 28.04.2021

Die Netzwerktreffen sind kostenfrei.
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Wichtiger Hinweis:
Die Einladung zur Veranstaltung erfolgt nach dem Anmeldeschluss, i. d. R. ca. 2 Wochen
vor Veranstaltungsbeginn per e-mail. Eine Absage der Veranstaltung erfolgt im gleichen Zeitraum.
Dienstrechtl. Versicherungsschutz wird gewährt, wenn eine Genehmigung der Schulleitung vorliegt.
Bitte beachten Sie, dass Sie mit Ihrer Anmeldung zu dieser Veranstaltung die *Allgemeinen Bedingungen für die Teilnahme an Veranstaltungen* akzeptieren. Sie finden die Bedingungen unter:
http://kompetenzzentrum.ev-bildungszentrum.de/teilnahmebedingungen/
Zielsetzung
Die teilnehmenden Schulen werden bei der Erreichung folgender Ziele unterstützt: - Stärkung einer Schulkultur der Achtsamkeit und Wertschätzung - Ausbau und Stärkung des schuleigenen Beratungs- und Unterstützungsangebotes im Rahmen des Sicherheits- und Präventionskonzeptes der Schule - Schaffung einer Anlaufstelle in der Schule für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte u.a. zur frühzeitigen Erkennung von möglichen Mobbingprozessen unter Schülerinnen und Schülern - Entwicklung von Präventions- und Interventionsmaßnahmen gegen Mobbing unter Schülerinnen und Schülern Qualitätsentwicklung Die Etablierung des Mobbing-Interventions-Teams in der Schule im Rahmen des schuleigenen Sicherheits- und Gewaltpräventionskonzeptes (Rd.Erl. MK, MI, MJ v. 9.11.2010) professionalisiert die Schule u.a. in den Qualitätsbereichen „Lernen und Lehren“ und „Schulkultur“ des Niedersächsischen Orientierungsrahmens für Schulqualität. Berührt sind die Fragestellungen, wie die Schule Ausgrenzung und Abwertung wahrnimmt, entsprechende Maßnahmen ergreift und ein förderliches Lernklima schafft, das gekennzeichnet ist durch Achtsamkeit und Wertschätzung.
Schulform

beliebig

Veranstalter
Kompetenzzentrum Bad Bederkesa Ev. Bildungszentrumi
verantwortlich
Veranstaltungsteam
Gesine Hahn (Leitung)
Michael Pedrotti
Gisela Sachs
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