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Veranstaltungsangebote für den schulischen Bildungsbereich in Niedersachsen.

"Like it!" Demokratie 2.0 - Auftaktveranstaltung zum bildungspolitischen Schwerpunkt "Demokratisch gestalten", im Rahmen der Hildesheimer Pädagogischen Tage 2020 als ONLINE-Veranstaltung
Nr.
khi20.40.032
Dauer
4 x 4 h
In Zusammenarbeit mit
Medienberater_innen des NLQ
Anfang
28.09.2020 , 14:00 Uhr
Ende
01.10.2020 , 18:00 Uhr
Anmeldeschluss
20.09.2020
max. Teilnehmer
100
min. Teilnehmer
10
Kosten
kostenlos
Veranstaltungstypen
  • Online-Veranstaltung
Beschreibung
Wegen der schwer absehbaren Bedingungen im Zusammenhang mit der Cov-19-Pandemie finden die Hildesheimer Pädagogischen Tage 2020 als Online-Tagung statt.
In der 40. Kalenderwoche werden von Montag bis Donnerstag im Zeitraum von 14 bis 18 Uhr verschiedene Workshops zum Thema "Like it! Demokratie 2.0" angeboten.
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„Demokratisch gestalten“ – die neue bildungspolitische Initiative des Landes wurde im September 2019 in einer überregionalen Großveranstaltung präsentiert und inspirierte mit zahlreichen Workshops und einem vielseitigen Markt der Möglichkeiten die Teilnehmenden. In diesem Jahr folgen an verschiedenen Standorten regionale Auftaktveranstaltungen. Schul- und Unterrichtsentwicklung demokratisch zu gestalten und mehr Partizipation zu wagen – dazu sollen die Tagungen und Fortbildungen beitragen.

„Like it! Demokratie 2.0“ ist die regionale Auftaktveranstaltung der Bildungsinitiative „Demokratisch gestalten“ an der Universität Hildesheim. Der inhaltliche Fokus liegt auf den Möglichkeiten und Herausforderungen, die durch die digitalen Medien für demokratische und partizipative Prozesse entstehen.

Demokratie und Partizipation sind nur denkbar, wenn Schülerinnen und Schüler über die Fähigkeit verfügen, gesellschaftliche Entscheidungen wie Entscheidungen der individuellen Lebensführung vernünftig und verantwortungsvoll zu treffen. In Diskussionen müssen sie wertschätzend miteinander umgehen und die Kraft des besseren Arguments zur Geltung kommen lassen. In der Politikdidaktik wird diese Kompetenz mit Urteilsfähigkeit benannt, in den Naturwissenschaftsdidaktiken mit Bewertungskompetenz; in vielen Fächern ist sie unter jeweils anderem Namen ein wesentlicher Schlüssel zur Förderung dessen, was klassischerweise gesellschaftliche Mündigkeit genannt wird. Im wissenschaftlichen Diskurs hat sich für die Fähigkeit, in der digitalen Welt Informationen bewerten zu können, der Begriff der „Informationskompetenz“ etabliert.

Durch die Digitalisierung sind einerseits verstärkt Möglichkeiten der Partizipation entstanden, andererseits werden über digitale Medien systematisch Falschinformationen platziert. Ökonomisch, politisch und ideologisch motivierte Kampagnen versuchen, Empörungsreflexe für ihre Sache zu mobilisieren, und die Funktionsweise der Algorithmen – etwa in Suchmaschinen – führt bei kontrovers diskutierten Themen zu einer überproportionalen Repräsentanz fragwürdiger Inhalte. Debatten zu gesellschaftlich relevanten Fragen – Klimawandel, Flüchtlingspolitik, EU – erscheinen in der digitalen Öffentlichkeit systematisch verzerrt.

Zugleich findet das politische Engagement Jugendlicher seine Heimat immer weniger in traditionellen Verbands- und Parteistrukturen, die eine demokrati-sche politische Sozialisation unterstützen und ein Abgleiten in radikale Ränder unwahrscheinlich machen. Es herrscht teils eine naive Empfänglichkeit für skandalisierende Berichte, deren Urheber allein propagandistischem Kalkül folgen.

Vor diesem Hintergrund haben die Workshops der regionalen Auftaktveranstaltung der Initiative „Demokratisch gestalten“ an der Universität Hildesheim zwei Schwerpunkte. Erstens sollen sie Möglichkeiten digitaler Partizipation in ihrem schulischen und unterrichtlichen Nutzen aufzeigen. Zweitens sollen sie Lehrkräfte befähigen, die neuen digitalen Herausforderungen – Fake-News, Hate-Speech, Cybermobbing – unterrichtlich zu thematisieren und die Schülerinnen und Schüler so in ihrer Diskurskompetenz und ethischen Kultur, insb. der Anerkennung von Diversität, zu fördern.

Dass die Zukunft digital sein wird, steht außer Frage. Inwiefern sie starke demokratische Strukturen aufweisen wird und allen Mitgliedern einer pluralistischen Gesellschaft Partizipationsräume öffnet, ist eine Frage bildungspolitischen und pädagogischen Handelns.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Programm:
...

Ihre Workshops wählen Sie gleich bei der Anmeldung. Bis zum Meldeschluss können Sie Ihre Workshops noch wechseln.

ACHTUNG: Bei den Workshopangeboten kann es noch zu Änderungen kommen. Spätere Workshopwechsel sind bis zum Meldeschluss unproblematisch möglich.

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Diese Veranstaltung wird als bildungspolitisches Schwerpunktthema vom Niedersächsischen Kultusmimnisterium finanziell gefördert und ist kostenfrei.

Evtl. entstandene Sach- und Materialkosten sind vor Ort direkt zu bezahlen.
Reisekosten werden im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel auf Antrag gezahlt. Diesen erhalten Sie vorausgefüllt vor Ort.
Die Reisekostenabrechnungen richten sich nach der NRKVO (Niedersächsische Reisekostenverordnung)..

Es gelten die "Bedingungen für die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen des Kompetenzzentrums für regionale Lehrerfortbildung an der Universität Hildesheim"
Mit der Anmeldung zur Fortbildung erkennen Sie diese an.

Die Anmeldung über die VeDaB Datenbank ist unbedingte Voraussetzung für die Teilnahme an der Fortbildungsveranstaltung. Es gelten ebenso die „Allgemeinen Bedingungen für die Teilnahme an dienstlichen Fortbildungen“:
http://www.nibis.de/nli1/allgemein/fortbildung/teilnahmebedingungen.pdf
Zielsetzung
Die Teilnehmenden - lernen digitale Möglichkeiten der Partizipation kennen und erproben diese; - setzen sich mit Möglichkeiten und Grenzen demokratischer Teilhabe im Netz auseinander - setzen sich mit systematischer Desinformation (Fake-News) auseinander und erhalten entsprechende Unterrichtsmaterialien zur Förderung der Bewertungskompetenz, bzw. Urteilsfähigkeit ihrer SuS; - lernen Angebote und Möglichkeiten digitaler Selbstverteidigung kennen, die sie befähigen, betroffene SuS zu beraten.
Schulform

beliebig

Veranstalter
Kompetenzzentrum Universität Hildesheimi
verantwortlich

Veranstaltungsteam
Lena Cornelius
Julia Egbers
Margaretha Eich
Jürgen Ertelt
Armin Himmelrath
M.A. Heiko Idensen
Christoph Knoke
Pascal Kubat
Daniel Köhler
Susanne Neuerburg
Prof. Dr. Marc Partetzke
Maik Riecken
Jessica Schattschneider
Ayla Schaub
Prof. Dr. Wolf Jürgen Schünemann
Lennart Sörnsen
Norbert Thien
Tilman von Werthern
Stefanie Wendeburg
Workshops

14:00

15:00

16:00

17:00

18:00

Entscheide dich

Idensen, Thien: Entscheide dich - Computerspiele mit Twine

Geht das: Zum Thema »Fake News« oder »Hate Speech« ein eigenes Computerspiel erstellen? Ja, mit »Twine« (https://twinery.org). »Twine« erlaubt es in der Form eines Textadventures, eine Geschichte mit verschiedenen Lösungswegen zu erzählen. Texte, Bilder, Töne und Videos führen durch das Abenteuer. Geht man nach links oder rechts? Reagiert man auf die »Fake News« oder ignoriert sie? Jede Entscheidung, die der Spieler trifft, hat Konsequenzen. »Twine« ist leicht erlernbar, kostenfrei und läuft auf den verschiedensten Plattformen. Ziel des Workshops ist es, am Ende erste kleine Minigames zum Tagungsthema »Demokratie, Partizipation, Manipulation« erstellt zu haben.

Lovestorm

Cornelius: Lovestorm - gemeinsam gegen Hass im Netz

Das Projekt Love-Storm setzt mit seiner Plattform ein engagiertes Zeichen gegen Hass im Netz, Hatespeech und Cybermobbing. Es stellt ein Interventionstool bereit, welches es Angegriffenen ermöglicht, selbst aktiv und handlungsfähig zu werden. Dazu bietet LOVE-Storm gleichzeitig Struktur und fachliche Medienkompetenz, um Gegenrede-Aktionen anzustoßen und selbst zu organisieren. Der Workshop führt in die zentralen Bereiche der LOVE-Storm-Plattform ein. Im Mittelpunkt stehen die Vermittlung von Grundkenntnissen der Anwendung, außerdem das Kennenlernen von Gegenredestrategien bei Hasskommentaren und Onlinemobbing. Ein weiterer Kernbereich der Fortbildung ist ein direktes Training am Laptop oder Tablet.

15:30

16:30

17:30

18:30

Konterbunt

Mit der App der KonterBUNT gegen Stammtischparolen einschreiten

Viele kennen die Situation: In der Straßenbahn, der Kneipe oder auf dem Schulhof hört man eine Stammtischparole und sucht händeringend nach einer passenden Reaktion. Die App „KonterBUNT. Einschreiten für Demokratie“ gibt all jenen, die Stammtischparolen nicht widerspruchslos stehen lassen wollen, die Möglichkeit sich inhaltlich und strategisch damit auseinanderzusetzen und Reaktionen einzuüben. Im Workshop wird die App KonterBUNT vorgestellt. Dazu setzen wir uns gemeinsam mit der Frage auseinander, worum es sich bei Stammtischparolen eigentlich handelt und weshalb es wichtig ist und sich lohnt, dagegen einzuschreiten. Gemeinsam reflektieren wir den Umgang mit Stammtischparolen und wie die App dabei helfen kann, sich mit solchen Situationen auseinanderzusetzen. In Rahmen des Workshops besteht die Möglichkeit die App „KonterBUNT“ kennenzulernen, diese auszuprobieren und sich über Nutzungs- und Spielerfahrungen auszutauschen. Bitte halten Sie Ihr Smartphone, Tablet oder Ihren Laptop bereit, um die App ausprobieren zu können.

Influencer Werkstatt

Wendeburg: Influencer-Werkstatt

Das Niedersächsische Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) hat gemeinsam mit der AMMMa AG die Influencer-Werkstatt erstellt. Die Unterrichtsmaterialien sollen Kinder und Jugendliche für das Thema sensibilisieren und ihnen Handwerkszeug mitgeben, sich in ihrem Alltag kritischer mit „ihren“ Influencern auseinanderzusetzen. Die Materialien lassen sich im Sekundarbereich I und im Sekundarbereich II einsetzen und eignen sich besonders gut für die Fächer Deutsch, Werte und Normen, Sozialkunde, Politik/Wirtschaft/Gesellschaft. Die Influencer-Werkstatt bietet interaktive Lernbausteine zum Thema Influencer mit dem Fokus auf Influencer und Werbung. Die Lernbausteine sind flexibel einsetzbar und können in beliebiger Reihenfolge bearbeitet werden. Sie lassen sich mit jedem modernen Browser öffnen und laufen auf allen Geräten. Die Lernbausteine der Influencer-Werkstatt ermöglichen den SuS: ihr eigenes Online- und Konsum-Verhalten einzuschätzen sich mit den wichtigsten digitalen Plattformen der Influencer vertraut zu machen verschiedene Typen von Influencern kennen zu lernen und ihre Webauftritte, Fotos und Videos besonders in Hinblick auf Authentizität und Wahrhaftigkeit kritisch zu analysieren die Zusammenhänge der Akteure im Influencer-Marketing zu erarbeiten eine fiktive Influencer-Werbekampagne zu planen selbst tätig zu werden und ein eigenes Video im Influencer-Stil zu entwickeln Ermöglicht wird dies durch zahlreiche Fotos und Videos, die mit einem speziell entwickeltem Video-Analysetool im Hinblick auf das Themenfeld Influencer untersucht werden können. Am 27. Juni 2019 wurde die Influencer-Werkstatt mit dem Comenius-EduMedia-Siegel ausgezeichnet. Comenius-EduMedia-Auszeichnungen werden für hervorragende IKT-basierte Bildungsmedien aus allen Bildungsbereichen, Anwendungsfeldern und Bildungsinhaltsbereichen verliehen (https://www.comenius-award.de/)

14:00

15:00

16:00

17:00

18:00

Participation for future

Ertelt: Participation for future – die Jugend will und soll beteiligt werden – mit ihren Medien.

Der Workshop liefert gute Gründe für mehr Jugendbeteiligung mit digitalen Medien und Internet. Es werden Software-Tools und konzeptionelle Zugänge vorgestellt und diskutiert werden. Einige Werkzeuge für Kollaboration und Beteiligungseinstiege werden wir praktisch ausprobieren. Dazu halten Sie bitte Ihr persönliches Smartphone, Tablet oder Ihren Laptop bereit.

Politik zum Anfassen Mitrede App PLACEm

von Werthern: Mitreden an der Schule mit PLACEm – der Mitrede-App

Welche konkreten Szenarien gibt es, bei denen das Mitreden von Beteiligten im schulischen Alltag mit der App PLACEm erleichtert werden kann und welche Funktionen muss die App hierfür bieten? Politik zum Anfassen e.V. macht mit der Beteiligungs-App PLACEm Demokratie einfach mobil erlebbar - leicht administrierbar, mit hohem Aufforderungscharakter und viel Spaß! PLACEm ist eine App, die kommunalpolitische Information und Beteiligung ermöglicht und von Schulen und Jugendgruppen kostenfrei genutzt werden kann. Ein System, das die Beschäftigung mit Inhalten durch Punkte belohnt, die nicht nur in Bestenlisten verglichen, sondern in Prämien vor Ort eingelöst werden können. Mehrsprachig, niedrigschwellig, interaktiv - eine Art Facebook der Beteiligung, das mit Quizzen, Umfragen, Events und Informationen Lust auf Demokratie macht. Wir wollen Ihnen die App und Beispiele aus der (schulischen) Praxis vorstellen und gemeinsam überlegen, wo und wie man die App einsetzen kann. Dabei entwickeln wir kleine Implementierungs-Projekte und entwerfen neue Funktions-Ideen als Mockup, die später in der App auch wirklich umgesetzt werden können.

Juuuport Hilfe bei Cybermobbing WhatsAppStress

Sörnsen, Schaub: Juuuport – Hilfe bei Cybermobbing, WhatsApp-Stress & Co.

JUUUPORT ist eine bundesweite Beratungsplattform, auf der sich Jugendliche gegenseitig helfen, wenn sie Probleme im oder mit dem Internet haben. Im Workshop werden folgende Fragen beantwortet: Wie funktioniert JUUUPORT? Um welche Themen geht es? Wie werden die ehrenamtlichen Berater*innen betreut und geschult? Und: Welche Angebote bietet JUUUPORT für die Schule?“

14:00

15:00

16:00

BeteiligungsundKooperationsTools

Idensen: Beteiligungs- und Kooperations-Tools

Freie Online Plattformen und Tools bieten interaktive und kollaborative Aktionsformen an, die vollständig in den "online-Workflow" integriert sind: sie funktionieren einfach im Browser, meist ohne Anmeldung, laufen somit auf allen Plattformen, oft auch auf Mobilgeräten und sind größtenteils OpenSource. Im Online Workshop erkunden wir Partizipationsformate, die sich gerade für politische Medienbildung ideal eignen: - gemeinschaftliche Schreib- und Ideen-Findung (Padlet, Etherpads, kollaborative Whiteboards) - Feedback und Abstimmung (onco, Kanban Board Cryptpad) - multimediale Elemente (Screencast, Annotierte Screenshots) - interaktive Momente (learningapps.org, glitch.io)

FakeNews Hatespeech Medienkompetenz

Himmelrath, Egbers: In Zeiten von Fake-News und Hatespeech – Medien- und Digitalkompetenz fördern

Kinder und Jugendliche sind in der Nutzung digitaler Medien quantitativ, nicht aber qualitativ überlegen: Sie kommunizieren digital, das Potential zur Informationsbeschaffung wird aber in der Regel nur auf einem unzureichenden Niveau ausgeschöpft. Wie können Schüler*innen vor dem Hintergrund ihres Mediennutzungsverhaltens in digitalen Räumen konstruktiv und wertschätzend kommunizieren? Welche Inhalte sieht eine digitale Kompetenzförderung konkret vor? In dem Workshop werden Antworten auf Fragen wie diese gegeben. Es geht um eine erste Sensibilisierung mit der Thematik. Insofern werden neben theoretischen Grundlagen anwenderfreundlich und handlungsbezogen ebenso Materialien aufgezeigt, die direkt im Unterricht eingesetzt werden können.

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