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Veranstaltungsangebote für den schulischen Bildungsbereich in Niedersachsen.

Abgesagt: "Like it!" Demokratie 2.0 - Auftaktveranstaltung zum bildungspolitischen Schwerpunkt "Demokratisch gestalten", im Rahmen der Hildesheimer Pädagogischen Tage 2020
Nr.
khi20.13.032
Dauer
8 h
In Zusammenarbeit mit
Medienberater_innen des NLQ
Anfang
25.03.2020 , 08:30 Uhr
Ende
25.03.2020 , 16:30 Uhr
Anmeldeschluss
16.03.2020
max. Teilnehmer
100
min. Teilnehmer
10
Kosten
kostenlos
Beschreibung
ACHTUNG: Neuer Termin: 1. Oktober. Link zur Neuanmeldung: https://vedab.de/veranstaltungsdetails.php?vid=116899


„Demokratisch gestalten“ – die neue bildungspolitische Initiative des Landes wurde im September 2019 in einer überregionalen Großveranstaltung präsentiert und inspirierte mit zahlreichen Workshops und einem vielseitigen Markt der Möglichkeiten die Teilnehmenden. In diesem Jahr folgen an verschiedenen Standorten regionale Auftaktveranstaltungen. Schul- und Unterrichtsentwicklung demokratisch zu gestalten und mehr Partizipation zu wagen – dazu sollen die Tagungen und Fortbildungen beitragen.

„Like it! Demokratie 2.0“ ist die regionale Auftaktveranstaltung der Bildungsinitiative „Demokratisch gestalten“ an der Universität Hildesheim. Der inhaltliche Fokus liegt auf den Möglichkeiten und Herausforderungen, die durch die digitalen Medien für demokratische und partizipative Prozesse entstehen.

Demokratie und Partizipation sind nur denkbar, wenn Schülerinnen und Schüler über die Fähigkeit verfügen, gesellschaftliche Entscheidungen wie Entscheidungen der individuellen Lebensführung vernünftig und verantwortungsvoll zu treffen. In Diskussionen müssen sie wertschätzend miteinander umgehen und die Kraft des besseren Arguments zur Geltung kommen lassen. In der Politikdidaktik wird diese Kompetenz mit Urteilsfähigkeit benannt, in den Naturwissenschaftsdidaktiken mit Bewertungskompetenz; in vielen Fächern ist sie unter jeweils anderem Namen ein wesentlicher Schlüssel zur Förderung dessen, was klassischerweise gesellschaftliche Mündigkeit genannt wird. Im wissenschaftlichen Diskurs hat sich für die Fähigkeit, in der digitalen Welt Informationen bewerten zu können, der Begriff der „Informationskompetenz“ etabliert.

Durch die Digitalisierung sind einerseits verstärkt Möglichkeiten der Partizipation entstanden, andererseits werden über digitale Medien systematisch Falschinformationen platziert. Ökonomisch, politisch und ideologisch motivierte Kampagnen versuchen, Empörungsreflexe für ihre Sache zu mobilisieren, und die Funktionsweise der Algorithmen – etwa in Suchmaschinen – führt bei kontrovers diskutierten Themen zu einer überproportionalen Repräsentanz fragwürdiger Inhalte. Debatten zu gesellschaftlich relevanten Fragen – Klimawandel, Flüchtlingspolitik, EU – erscheinen in der digitalen Öffentlichkeit systematisch verzerrt.

Zugleich findet das politische Engagement Jugendlicher seine Heimat immer weniger in traditionellen Verbands- und Parteistrukturen, die eine demokrati-sche politische Sozialisation unterstützen und ein Abgleiten in radikale Ränder unwahrscheinlich machen. Es herrscht teils eine naive Empfänglichkeit für skandalisierende Berichte, deren Urheber allein propagandistischem Kalkül folgen.

Vor diesem Hintergrund haben die Workshops der regionalen Auftaktveranstaltung der Initiative „Demokratisch gestalten“ an der Universität Hildesheim zwei Schwerpunkte. Erstens sollen sie Möglichkeiten digitaler Partizipation in ihrem schulischen und unterrichtlichen Nutzen aufzeigen. Zweitens sollen sie Lehrkräfte befähigen, die neuen digitalen Herausforderungen – Fake-News, Hate-Speech, Cybermobbing – unterrichtlich zu thematisieren und die Schülerinnen und Schüler so in ihrer Diskurskompetenz und ethischen Kultur, insb. der Anerkennung von Diversität, zu fördern.

Dass die Zukunft digital sein wird, steht außer Frage. Inwiefern sie starke demokratische Strukturen aufweisen wird und allen Mitgliedern einer pluralistischen Gesellschaft Partizipationsräume öffnet, ist eine Frage bildungspolitischen und pädagogischen Handelns.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Programm:

08:30 - 09:00: Begrüßungskaffee und Anmeldung
09:00 - 10:00: Begrüßung; Grußwort: Claudia Schanz (Niedersächsisches Kultusministerium); Keynote von Julia Egbers und Armin Himmelrath
10:00 - 10:45: Markt der Möglichkeiten mit Kaffee
10:45 - 12:45: Erster Workshopslot
12:45 - 13:30: Mittagspause
13.30 - 15:30: Zweiter Workshopslot
15:30 - 16:30: Abschlussplenum & Evaluation

Ihre Workshops wählen Sie gleich bei der Anmeldung. Bis zum Meldeschluss können Sie Ihre Workshops noch wechseln. Sie können entweder zwei je zweistündige Workshops auswählen oder einen vierstündigen. Achten Sie bitte auf die jeweiligen Zeiten.

ACHTUNG: Bei den Workshopangeboten kann es noch zu Änderungen kommen. Spätere Workshopwechsel sind bis zum Meldeschluss unproblematisch möglich.

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Diese Veranstaltung wird als bildungspolitisches Schwerpunktthema vom Niedersächsischen Kultusmimnisterium finanziell gefördert und ist kostenfrei.

Evtl. entstandene Sach- und Materialkosten sind vor Ort direkt zu bezahlen.
Reisekosten werden im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel auf Antrag gezahlt. Diesen erhalten Sie vorausgefüllt vor Ort.
Die Reisekostenabrechnungen richten sich nach der NRKVO (Niedersächsische Reisekostenverordnung)..

Es gelten die "Bedingungen für die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen des Kompetenzzentrums für regionale Lehrerfortbildung an der Universität Hildesheim"
Mit der Anmeldung zur Fortbildung erkennen Sie diese an.

Die Anmeldung über die VeDaB Datenbank ist unbedingte Voraussetzung für die Teilnahme an der Fortbildungsveranstaltung. Es gelten ebenso die „Allgemeinen Bedingungen für die Teilnahme an dienstlichen Fortbildungen“:
http://www.nibis.de/nli1/allgemein/fortbildung/teilnahmebedingungen.pdf
Zielsetzung
Die Teilnehmenden - lernen digitale Möglichkeiten der Partizipation kennen und erproben diese; - setzen sich mit Möglichkeiten und Grenzen demokratischer Teilhabe im Netz auseinander - setzen sich mit systematischer Desinformation (Fake-News) auseinander und erhalten entsprechende Unterrichtsmaterialien zur Förderung der Bewertungskompetenz, bzw. Urteilsfähigkeit ihrer SuS; - lernen Angebote und Möglichkeiten digitaler Selbstverteidigung kennen, die sie befähigen, betroffene SuS zu beraten.
Schulform

beliebig

Veranstalter
Kompetenzzentrum Universität Hildesheim i
verantwortlich

Veranstaltungsteam
Julia Egbers
Margaretha Eich
Jürgen Ertelt
Armin Himmelrath
M.A. Heiko Idensen
Christoph Knoke
Pascal Kubat
Daniel Köhler
Susanne Neuerburg
Prof. Dr. Marc Partetzke
Maik Riecken
Jessica Schattschneider
Prof. Dr. Wolf Jürgen Schünemann
Norbert Thien
Workshops

10:45

11:45

12:45

13:45

14:45

15:45

Digitale Jugendbeteiligung

Köhler: Digitale Jugendbeteiligung in der Praxis - die Plattform wedecide.de

wedecide.de ist eine Online-Plattform für mehr jugendgerechte Beteiligungsmöglichkeiten in Niedersachsen. Gemeinsam mit jungen Menschen und Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung hat der Landesjugendring Niedersachsen e.V. die Online-Plattform entwickelt, die jungen Menschen vielfältige digitale Partizipationsmöglichkeiten eröffnet und einfache Beteiligungsmethoden durch digitale Tools zur Verfügung stellt. Die Nutzung ist breit angelegt und kann im politischen Raum, im schulischen Kontext, in der organisierten Jugendarbeit und darüber hinaus erfolgen. Im Rahmen des Workshops soll den Teilnehmenden die Möglichkeiten der Nutzung dargestellt und konkret an eigenen Ideen gearbeitet werden.

Fakenews hatespeech

Himmelrath, Egbers: In Zeiten von Fake-News und Hate-Speech - Medien- und Digitalkompetenz fördern

Kinder und Jugendliche sind in der Nutzung digitaler Medien quantitativ, nicht aber qualitativ überlegen: Sie kommunizieren digital, das Potential zur Informationsbeschaffung wird aber in der Regel nur auf einem unzureichenden Niveau ausgeschöpft. Wie können Schüler*innen vor dem Hintergrund ihres Mediennutzungsverhaltens in digitalen Räumen konstruktiv und wertschätzend kommunizieren? Welche Inhalte sieht eine digitale Kompetenzförderung konkret vor? In dem Workshop werden Antworten auf Fragen wie diese gegeben. Es geht um eine erste Sensibilisierung mit der Thematik. Insofern werden neben theoretischen Grundlagen anwenderfreundlich und handlungsbezogen ebenso Materialien aufgezeigt, die direkt im Unterricht eingesetzt werden können.

Good news

Schattschneider: Good News - bad News - Fake News

Innerhalb demokratischer Gesellschaften stellen die Medien Informationen über allgemein bedeutende Themen bereit, sie erzeugen Öffentlichkeit und sind eine Grundvoraussetzung für freie Meinungsbildung und politische Partizipation. Insbesondere dem Journalismus kommt hierbei die Aufgabe zu, Informationen zu gesellschaftsrelevanten Themen zu strukturieren, aufzubereiten und zur Verfügung zu stellen. Im Zuge der Digitalisierung sind neuartige Kommunikationsräume und -möglichkeiten sozialer Vernetzung entstanden. Verbunden mit der Möglichkeit, im Internet als Nutzer selbst aktiv zu sein, Informationen zu streuen und Themen zu setzen, findet ein Wandel der Informationsbereitstellung und -steuerung statt. Der professionelle Journalist wird in digitalen Medien von einem semi-professionellen oder auch unprofessionellen zivilen Berichterstatter ergänzt. Welche Auswirkungen haben diese neuen Formen der Meinungsäußerung und Beteiligung auf Mediendemokratie und Öffentlichkeit? Und wie lässt sich die Absicht hinter Medieninhalten erkennen: Handelt es sich um eine Information, um eine Meinung oder ist es gar ein Fake? Die Unterrichtsmaterialien sollen Kinder und Jugendliche für das Themenfeld „Journalismus und Fake News“ sensibilisieren und ihnen Handwerkszeug mitgeben, sich in ihrem Alltag kritischer mit Informationen aus unterschiedlichen Medien auseinanderzusetzen. Die Materialien lassen sich im Sekundarbereich I und im Sekundarbereich II einsetzen und eignen sich besonders gut für die Fächer Deutsch, Werte und Normen, Sozialkunde, Politik/Wirtschaft/Gesellschaft. Die interaktiven Lernbausteine sind flexibel einsetzbar und können in beliebiger Reihenfolge bearbeitet werden. Sie lassen sich mit jedem modernen Browser öffnen und laufen auf allen Geräten. Die Lernbausteine „Good News Bad News Fake News“ ermöglichen den Lernenden: - journalistische Qualitätsmerkmale kennenzulernen. - eine Auseinandersetzung mit dem Pressekodex. - das handlungsorientierte Kennenlernen von Regeln und Rechten im Umgang mit Medien.

Juuuport

Neuerburg: Hilfe bei Cybermobbing, WhatsApp-Stress & Co. - Onlineberatung von Jugendlichen für Jugendliche

JUUUPORT ist eine bundesweite Beratungsplattform, auf der sich Jugendliche gegenseitig helfen, wenn sie Probleme im oder mit dem Internet haben. Im Workshop werden folgende Fragen beantwortet: Wie funktioniert JUUUPORT? Um welche Themen geht es? Wie werden die ehrenamtlichen Berater*innen betreut und geschult? Und: Welche Angebote bietet JUUUPORT für die Schule?“

Medienbildung unplugged

Riecken: Medienbildung unplugged

Keine Ausstattung? Keine Idee für Vertretungsstunden? Ein Wille zum Empowerment von Schülerinnen und Schülern, um später digitalpolitisch anders zu agieren als unsere heutigen Volksvertreter? Erleben Sie in diesem Workshop, wie Medienbildung ganz ohne Technikeinsatz funktionieren kann. Es werden praxisorientierte Unterrichtseinheit von der Grundschule bis in die Oberstufe präsentiert und auch ausprobiert.

Netz Teilhabe

Knoke: Das Netz als Medium zur demokratischen Teilhabe: Chancen und Grenzen

Bietet das Internet einerseits auch Einzelnen die Möglichkeit, Themen zu setzen und Debatten anzustoßen, tobt dort auf der anderen Seite ein permanenter Kampf um die Deutungshoheit. So haben zwar bereits Schüler*innen die Chance, sich in den sozialen Medien Gehör zu verschaffen und so an der Bildung der Öffentlichen Meinung teilzuhaben, sind hier aber in gleichem Maße politischer Einflussnahme und wirtschaftlichen Strategien ausgesetzt. Exemplarisch an den Debatten zur EU-Urheberrechtsreform (Artikel 13) und zum Klimawandel sollen Chancen und Beeinflussung sichtbar gemacht werden und so in einem ersten Schritt eine persönliche Standortbestimmung erfolgen. Im Weiteren werden zum einen Möglichkeiten aufgezeigt, Schüler*innen Orientierung zu vermitteln, zum anderen Plattformen vorgestellt, auf denen politische Partizipation im Kleinen erprobt werden kann. Das Mitbringen von Smartphones, Tablets und Notebooks ist ausdrücklich erwünscht.

Politik zum Anfassen

Mitreden an der Schule mit PLACEm – der Mitrede-App

Welche konkreten Szenarien gibt es, bei denen das Mitreden von Beteiligten im schulischen Alltag mit der App PLACEm erleichtert werden kann und welche Funktionen muss die App hierfür bieten? Politik zum Anfassen e.V. macht mit der Beteiligungs-App PLACEm Demokratie einfach mobil erlebbar - leicht administrierbar, mit hohem Aufforderungscharakter und viel Spaß! PLACEm ist eine App, die kommunalpolitische Information und Beteiligung ermöglicht und von Schulen und Jugendgruppen kostenfrei genutzt werden kann. Ein System, das die Beschäftigung mit Inhalten durch Punkte belohnt, die nicht nur in Bestenlisten verglichen, sondern in Prämien vor Ort eingelöst werden können. Mehrsprachig, niedrigschwellig, interaktiv - eine Art Facebook der Beteiligung, das mit Quizzen, Umfragen, Events und Informationen Lust auf Demokratie macht. Wir wollen Ihnen die App und Beispiele aus der (schulischen) Praxis vorstellen und gemeinsam überlegen, wo und wie man die App einsetzen kann. Dabei entwickeln wir kleine Implementierungs-Projekte und entwerfen neue Funktions-Ideen als Mockup, die später in der App auch wirklich umgesetzt werden können.

Lovestorm

Eich: Lovestorm - gemeinsam gegen Hass im Netz

Das Projekt Love-Storm setzt mit seiner Plattform ein engagiertes Zeichen gegen Hass im Netz, Hatespeech und Cybermobbing. Es stellt ein Interventionstool bereit, welches es Angegriffenen ermöglicht, selbst aktiv und handlungsfähig zu werden. Dazu bietet LOVE-Storm gleichzeitig Struktur und fachliche Medienkompetenz, um Gegenrede-Aktionen anzustoßen und selbst zu organisieren. Der Workshop führt in die zentralen Bereiche der LOVE-Storm-Plattform ein. Im Mittelpunkt stehen die Vermittlung von Grundkenntnissen der Anwendung, außerdem das Kennenlernen von Gegenredestrategien bei Hasskommentaren und Onlinemobbing. Ein weiterer Kernbereich der Fortbildung ist ein direktes Training am Laptop oder Tablet. Teilnehmende am Workshop… - werden für verschiedene Formen und Ausprägungen von Hatespeech und Cybermobbing sensibilisiert - erproben Strategien der Gegenrede und deren Wirksamkeit gegen Mobbing in Form von Online-Rollenspielen - erhalten eine Einführung in die zentralen Funktionen der Plattform: Hass melden, Hass stoppen, Love-Stormer*in werden - werden in die technische Seite der Plattform eingeführt, um das Training gleichermaßen mit ihren Zielgruppen, z.B. Jugendlichen durchzuführen - bekommen Unterstützung bei der Anpassung einzelner Aspekte der LOVE-Storm-Idee für ihre eigene Praxis/Zielgruppe

Partizipation

Kubat: Partizipationsmöglichkeiten in der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Im Zentrum des ersten Workshopteils steht eine Auseinandersetzung mit der Begrifflichkeit Partizipation. Es findet eine Annäherung an das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven statt. Hier sollen vor allem gemeinsame Motive, Formen und Felder der politischen Partizipation erarbeitet werden und praktische Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie bei jungen Menschen das Interesse am Partizipieren geweckt werden kann. Der zweite Teil des Workshops beschäftigt sich mit Methoden in der politischen Bildung am Beispiel Fake News. Die niedersächsiche Landeszentrale für politische Bildung hat zu unterschiedlichen Themen Workshopangebote, unter anderem auch zum Thema Fake News. Als freier Mitarbeiter dort habe ich dieses Workshopkonzept bereits in Schulklassen sowie offenen Jugendeinrichtungen durchgeführt. In dem Seminar soll praktisch gezeigt werden, welche Möglichkeiten es unter der Bezeichnung "neue Medien" gibt. Außerdem sollen Handlungsmöglichkeiten im speziellen zum Thema Fake News in der Praxis für Pädagog*innen aufgezeigt werden

Eparticipation

Ertelt: Participation for Future – die Jugend will und soll beteiligt werden – mit ihren Medien.

Der Workshop liefert gute Gründe für mehr Jugendbeteiligung mit digitalen Medien und Internet. Es werden Software-Tools und konzeptionelle Zugänge vorgestellt und diskutiert werden. Einige Werkzeuge für Kollaboration und Beteiligungseinstiege werden wir praktisch ausprobieren. Dazu bringen Sie bitte Ihr persönliches Smartphone, Tablet oder Ihren Laptop mit.

Good news

Schattschneider: Good News - bad News - Fake News

Innerhalb demokratischer Gesellschaften stellen die Medien Informationen über allgemein bedeutende Themen bereit, sie erzeugen Öffentlichkeit und sind eine Grundvoraussetzung für freie Meinungsbildung und politische Partizipation. Insbesondere dem Journalismus kommt hierbei die Aufgabe zu, Informationen zu gesellschaftsrelevanten Themen zu strukturieren, aufzubereiten und zur Verfügung zu stellen. Im Zuge der Digitalisierung sind neuartige Kommunikationsräume und -möglichkeiten sozialer Vernetzung entstanden. Verbunden mit der Möglichkeit, im Internet als Nutzer selbst aktiv zu sein, Informationen zu streuen und Themen zu setzen, findet ein Wandel der Informationsbereitstellung und -steuerung statt. Der professionelle Journalist wird in digitalen Medien von einem semi-professionellen oder auch unprofessionellen zivilen Berichterstatter ergänzt. Welche Auswirkungen haben diese neuen Formen der Meinungsäußerung und Beteiligung auf Mediendemokratie und Öffentlichkeit? Und wie lässt sich die Absicht hinter Medieninhalten erkennen: Handelt es sich um eine Information, um eine Meinung oder ist es gar ein Fake? Die Unterrichtsmaterialien sollen Kinder und Jugendliche für das Themenfeld „Journalismus und Fake News“ sensibilisieren und ihnen Handwerkszeug mitgeben, sich in ihrem Alltag kritischer mit Informationen aus unterschiedlichen Medien auseinanderzusetzen. Die Materialien lassen sich im Sekundarbereich I und im Sekundarbereich II einsetzen und eignen sich besonders gut für die Fächer Deutsch, Werte und Normen, Sozialkunde, Politik/Wirtschaft/Gesellschaft. Die interaktiven Lernbausteine sind flexibel einsetzbar und können in beliebiger Reihenfolge bearbeitet werden. Sie lassen sich mit jedem modernen Browser öffnen und laufen auf allen Geräten. Die Lernbausteine „Good News Bad News Fake News“ ermöglichen den Lernenden: - journalistische Qualitätsmerkmale kennenzulernen. - eine Auseinandersetzung mit dem Pressekodex. - das handlungsorientierte Kennenlernen von Regeln und Rechten im Umgang mit Medien.

Internet kaputt

Riecken: Das Internet ist kaputt - das Internet muss weg

So beschreiben es Sascha Lobo und Schlecky Silberstein in ihren Kolumnen und Büchern. Beide sind Menschen, die durch das Internet groß geworden sind und jetzt kritisch auf die Dynamiken und Prozesse im Netz schauen. Wenn man verstehen will, was kulturell gerade geschieht, muss man in die Geschichte der Mediatisierung schauen. Kommen Sie mit auf diese historische Reise. Hören Sie eine Theorie, warum das Internet heute zu dem geworden ist, was selbst gestandene Netzpersönlichkeiten kritisch sehen. Diskutieren Sie gewagte Thesen und überlegen Sie gemeinsam mit mir, welche Konsequenzen sich für einen modernen Geschichts-, Politik- oder Ethikunterricht daraus ergeben können.

Juuuport

Neuerburg: Hilfe bei Cybermobbing, WhatsApp-Stress & Co. - Onlineberatung von Jugendlichen für Jugendliche

JUUUPORT ist eine bundesweite Beratungsplattform, auf der sich Jugendliche gegenseitig helfen, wenn sie Probleme im oder mit dem Internet haben. Im Workshop werden folgende Fragen beantwortet: Wie funktioniert JUUUPORT? Um welche Themen geht es? Wie werden die ehrenamtlichen Berater*innen betreut und geschult? Und: Welche Angebote bietet JUUUPORT für die Schule?“

Netz Teilhabe

Knoke: Das Netz als Medium zur demokratischen Teilhabe: Chancen und Grenzen

Bietet das Internet einerseits auch Einzelnen die Möglichkeit, Themen zu setzen und Debatten anzustoßen, tobt dort auf der anderen Seite ein permanenter Kampf um die Deutungshoheit. So haben zwar bereits Schüler*innen die Chance, sich in den sozialen Medien Gehör zu verschaffen und so an der Bildung der Öffentlichen Meinung teilzuhaben, sind hier aber in gleichem Maße politischer Einflussnahme und wirtschaftlichen Strategien ausgesetzt. Exemplarisch an den Debatten zur EU-Urheberrechtsreform (Artikel 13) und zum Klimawandel sollen Chancen und Beeinflussung sichtbar gemacht werden und so in einem ersten Schritt eine persönliche Standortbestimmung erfolgen. Im Weiteren werden zum einen Möglichkeiten aufgezeigt, Schüler*innen Orientierung zu vermitteln, zum anderen Plattformen vorgestellt, auf denen politische Partizipation im Kleinen erprobt werden kann. Das Mitbringen von Smartphones, Tablets und Notebooks ist ausdrücklich erwünscht.

Twine

Thien, Idensen: Entscheide Dich – Computerspiele mit »Twine«

Geht das: Zum Thema »Fake News« oder »Hate Speech« ein eigenes Computerspiel erstellen? Ja, mit »Twine« (https://twinery.org). »Twine« erlaubt es in der Form eines Textadventures, eine Geschichte mit verschiedenen Lösungswegen zu erzählen. Texte, Bilder, Töne und Videos führen durch das Abenteuer. Geht man nach links oder rechts? Reagiert man auf die »Fake News« oder ignoriert sie? Jede Entscheidung, die der Spieler trifft, hat Konsequenzen. »Twine« ist leicht erlernbar, kostenfrei und läuft auf den verschiedensten Plattformen. Ziel des Workshops ist es, am Ende erste kleine Minigames zum Tagungsthema »Demokratie, Partizipation, Manipulation« erstellt zu haben.

Anmeldung nicht möglich: Der Anmeldeschluss ist schon vorbei

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