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Veranstaltungsangebote für den schulischen Bildungsbereich in Niedersachsen.

10. Fachtag Sonderpädagogik: Beziehungsgestaltung als wichtige Erfolgskomponente im inklusiven Unterricht
Nr.
KAUR.010.003
Dauer
Dienstag, 03.03.2020, 8.30-16.00
Anfang
03.03.2020 , 08:30 Uhr
Ende
03.03.2020 , 16:00 Uhr
Anmeldeschluss
10.02.2020
max. Teilnehmer
140
min. Teilnehmer
40
Kosten
kostenlos
Adressaten
Lehrkräfte aller allgemein bildenden Schulformen und –stufen, pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (unterrichtsbegleitende/therapeutische Tätigkeit, soziale Arbeit)
Beschreibung
Seit 20 Jahren findet im zweijährigen Turnus der Fachtag Sonderpädagogik statt. Zum Jubiläum hat sich das Planungsteam als Schwerpunkt den Förderbereich der sozial-emotionalen Entwicklung gewählt. Dieses Thema führt in inklusiven Settings durchgängig zu Fragen, zu Diskussionen und auch zu Fortbildungsbedarfen, die nicht nur am Fachtag sondern auch im Rahmen des Jahresprogramms bedient werden.

Wir heißen Sie am 3.3.2020 herzlich willkommen und sorgen neben den fachlichen Inputs an diesem Tag dafür, dass Sie Zeit und Raum für Austausch, Netzwerken, Rückblick und Nachvorneblicken finden.

Eingangsvortrag:
Schüler-Lehrer-Beziehung aus bindungstheoretischer Perspektive im Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung

Referent: Tijs Bolz, Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg


Anschließend Workshops zu folgenden Themen

- Testverfahren zur Leistungsdiagnostik

- Methodenworkshop für Förderschullehrkräfte zum Ausbau der Beratungskompetenz

- Classroom-Management zur Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen

- SIS – ein multimodales Programm zur Stressprävention und Emotionsregulation

- Grenzen setzen und durchsetzen ohne Machtkampf

- Sprachfreies Testverfahren zur Feststellung des intellektuellen Potentials

- Mathematikunterricht orientiert an Aspekten des Universal Design for Learning

- Schüler-Lehrerbeziehung als zentrale Erfolgskomponente

- Multiprofessionelle Kooperation im mobilen Dienst

Referenten: Tijs Bolz, Frank Beckmann, Marcus Eckert,Torsten Joél, Ingo Kaun, Frank Ockenga

Geplante Tagungsstruktur:
ab 08.15 Uhr Ankommen, Orientierung vor Ort
08.30 –09.30 h Eingangsvortrag Tijs Bolz, Universität Oldenburg
09.30-10.00 h Kaffeepause
10.00 - 12.30 h WS 1-5
12.30 – 13.30 h Mittagsimbiss
13.30 - 16.00 h WS 6-9

Diese Veranstaltung wird vom Niedersächsischen Kultusministerium finanziell gefördert und ist kostenfrei.
Zielsetzung
Förderschwerpunkt Sozial-emotionale Entwicklung vielfältig beleuchten
Schulform
keine Angabe
Veranstalter
Kompetenzzentrum Aurich, Regionales Pädagogisches Zentrum Aurichi
verantwortlich
Veranstaltungsteam
Ingo Kaun
Workshops

10:00

11:00

12:00

13:00

14:00

15:00

16:00

WS1 Testverfahren IDS 2

WS 1 Vorstellung eines Testverfahrens zur Leistungsdiagnostik

• Testvorstellung des IDS 2 • Gestaltung der Testsituation • Aufbau des IDS-2 (Erläuterung des Intelligenzmodells und der Entwicklungsbereiche) • Vorstellung aller Subtests und der 6 Intelligenz-Indices • Durchführungsregeln (Start-, Anpassungs-, Abbruchregeln) • Bestimmung der Subtests (welche Subtests für welches Kind/ für welche Fragestellung) • Verwendung und Bedeutung der Skalierungen und Umrechnung in IQ und T-Werten Im Workshop wird das Testverfahren mit seinen Vor- und Nachteilen referiert. Referent: Dipl.Psych. Torsten Joel, Universität Flensburg

WS3 Sozial emotionale Komptenzen

WS 3 Classroom-Management - Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen und Umgang mit psychischen Störungen in der Schule

Frustrationstoleranz und Bedürfnissteuerung gehören zu den entscheidenden sozial-emotionalen Kompetenzen von Schüler/innen und sind wesentlich für persönlichen Schulerfolg, ein konfliktarmes Miteinander und für eine gesunde psycho-soziale Entwicklung aller Beteiligter. In diesem Workshop werden praxistaugliche Übungen zur Stärkung sozial-emotionaler Kompetenzen vermittelt, die sofort im Unterricht umgesetzt werden können (Prävention). Referent: Dr. Marcus Eckert, Institut für Psychologie, Leuphana Universität Lüneburg

WS4a Beziehung

WS 4a Schüler-Lehrer-Beziehung als Grundlage pädagogischen Handels in der Arbeit mit Schülerinnen und Schülern im Förderschwerpunkt Emotionale und sozialen Entwicklung – Möglichkeiten der Prävention und Intervention

Im Zentrum der sonderpädagogischen Förderung von Schülern mit sozial-emotionalen Beeinträchtigungen steht die Weiterentwicklung sozial-emotionaler Kompetenzen. Der Blick auf die Schüler-Lehrer-Beziehung unter den Grundannahme der Bindungstheorie stellt einen wichtigen Ansatzpunkt für die sonderpädagogischen Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit schwierigen Schülern und Schulsituationen dar. Aus der Betrachtung der unterschiedlichen Ausprägungsformen von Verhaltensweisen werden bildungsrelevante Aspekte für die Förderung und Unterstützung abgeleitet. Referent: Tijs Bolz, Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik, Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg

WS5 Mathematik nach UDL

WS 5 Mathematikunterricht in den ersten Schuljahren orientiert an den Aspekten des UDL – Universal Design for Learning

Der primäre Fokus bei der Unterrichtsgestaltung im Gemeinsamen Unterricht liegt vielfach zu schnell darauf die Lernanforderungen entsprechend der intellektuellen Möglichkeiten für schwächere Schüler zu reduzieren. Überlegungen zum UDL richten den Blick dagegen stärker darauf, wie Hindernisse bzw. Barrieren, die für Schüler in Bezug auf den Unterrichtsgegen-stand und die Lernanforderungen bestehen, abgebaut werden können. Vorgestellt werden Möglichkeiten zum produktiven Üben für heterogene Gruppen. Mathematik (hier Klasse 1/2) lernen durch handlungsorientierte Materialien, Mathematikspiele und Aufgaben, die ohne Stift und Papier zu bewältigen sind. Durch Steigerung der Motivation und Arbeitsbereitschaft, durch Spaß, Handlungsanreize und einen höheren Aufforderungscharakter soll negativen Vorerfahrungen mit der Mathematik begegnet werden. Referent: Ingo Kaun, Dipl.Päd.,Dipl.Soz.päd.,Förderschullehrer

WS7a Grenzen setzen Zusatzworkshop

WS 7a Grenzen setzen und durchsetzen ohne Machtkampf

Nein, mach ich nicht! – so reagieren Schüler-Innen nicht selten, wenn sie Regeln einhalten sollen. Es ist eine herausfordernde Aufgabe, sich als PädagogIn für die Gültigkeit von Regeln Einzusetzen, ohne die Situation unkontrolliert eskalieren zu lassen. Wie dabei Konsequenz und Respekt gleichermaßen zum Ausdruck gebracht werden können, dazu will dieser Workshop Anregungen geben. Zu den Grundlagen des Workshops gehören folgende Erziehungsansätze: Das Dreieck einer guten und sicheren Erziehung (nach Hurrelmann/Unverzagt) Kontrolliert eskalierte Beharrlichkeit – ein Konzept zur Kommunikationsgestaltung bei Grenz-/Regelverletzungen (nach Rhode/Meis. Referent: Dipl.Soz.päd. Frank Beckmann,Supervisor,Organisationsberater, Mediationsstelle Brückenschlag e.V.

WS4b Beziehung Zusatzworkshop

WS 4b Schüler-Lehrer-Beziehung als Grundlage pädagogischen Handels in der Arbeit mit Schülerinnen und Schülern im Förderschwerpunkt Emotionale und sozialen Entwicklung – Möglichkeiten der Prävention und Intervention

Wiederholung des Vormittagworkshops Beziehung unter den Grundannahme der Bindungstheorie stellt einen wichtigen Ansatzpunkt für die sonderpädagogischen Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit schwierigen Schülern und Schulsituationen dar. Aus der Betrachtung der unterschiedlichen Ausprägungsformen von Verhaltensweisen werden bildungsrelevante Aspekte für die Förderung und Unterstützung abgeleitet. Referent: Tijs Bolz, Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik, Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg

WS6 Stresspraevention

WS 6 SIS - Vorstellung eines multimodalen Programms zur Stressprävention und Emotionsregulation

Sie fühlen sich ... ausgelaugt, belastet, gestresst? Sie merken, dass Sie Probleme mit ins Bett nehmen und bei der Arbeit nicht so leistungsstark sind, wie Sie es sich wünschen? Und Sie wollen aktiv Ihre Stressbewältigungskompetenz verbessern? Sie wollen Grübeln abschalten und sich trotz hoher Anforderungen ?t und erholt fühlen? Das Training Stark im Stress.... ist ein bewährtes Trainingsprogramm für einen guten und gesunden Umgang mit Stress. Es basiert auf aktuellen neurowissenschaftlichen Erkenntnissen und psychologischen Theorie-Standards. In wissenschaftlichen Studien zeigte das Training eine sehr gute Wirksamkeit hinsichtlich der Reduktion stressbedingter Symptome. Referent:Dr. Marcus Eckert, Institut für Psychologie, Leuphana Universität Lüneburg

WS7b Grenzen setzen

WS 7b Grenzen setzen und durchsetzen ohne Machtkampf

Nein, mach ich nicht! – so reagieren Schüler-Innen nicht selten, wenn sie Regeln einhalten sollen. Es ist eine herausfordernde Aufgabe, sich als PädagogIn für die Gültigkeit von Regeln Einzusetzen, ohne die Situation unkontrolliert eskalieren zu lassen. Wie dabei Konsequenz und Respekt gleichermaßen zum Ausdruck gebracht werden können, dazu will dieser Workshop Anregungen geben. Zu den Grundlagen des Workshops gehören folgende Erziehungsansätze: Das Dreieck einer guten und sicheren Erziehung (nach Hurrelmann/Unverzagt) Kontrolliert eskalierte Beharrlichkeit – ein Konzept zur Kommunikationsgestaltung bei Grenz-/Regelverletzungen (nach Rhode/Meis. Referent: Dipl.Soz.päd. Frank Beckmann,Supervisor,Organisationsberater, Mediationsstelle Brückenschlag e.V.

WS8 Multiprofessionelle Kooperation

WS 8 Multiprofessionelle Kooperation im Mobilen Dienst

Mobile Dienste unterstützen alle Beteiligten im Schulalltag bei den pädagogischen Überlegungen zur Unterstützung von Schülern mit Beeinträchtigungen im Verhalten oder anderen Unterstützungsbedarfen. Dabei ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit der verschiedenen Berufsgruppen gefordert. Im Workshop sollen die Gelingensbedingungen für Multi-Professionalität und Kooperation vorgestellt und durch geeignete Praxisformen veranschaulicht werden. Es wird auch auf die aktuelle Erlasslage zu den Mobilen Diensten in Niedersachsen eingegangen. Referent: Dr. Frank Ockenga, Förderschullehrer

WS9 Sprachfreier Leistungstest

WS 9 Der SON-R 6-40 - ein sprachfreies Testverfahren zur Feststellung des intellektuellen Potentials

Ein Leistungstest mit wenig, bei Bedarf keinen Sprachanteilen. Der Test ist gut geeignet für Kinder mit Migrationshintergrund, geflüchteten Kindern oder Kinder mit Sprachproblemen. Neben der Testvorstellung werden in einem kurzen Exkurs die mit der Testung von geflüchteten Kindern verbundenen Schwierigkeiten referiert. Eingeführt wird in die Durchführung des Tests, die Gestaltung der Testsituation und die Interpretation der Testergebnisse. Referent: Dipl.Psych. Torsten Joel, Universität Flensburg

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