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Veranstaltungsangebote für den schulischen Bildungsbereich in Niedersachsen.

Abgesagt: Demokratiebildung: Regionale Auftaktveranstaltung Demokratiebildung – Demokratisch gestalten
Nr.
KBS947800
Dauer
1 Tag
Anfang
20.11.2019 , 09:00 Uhr
Ende
20.11.2019 , 17:00 Uhr
Anmeldeschluss
05.11.2019
max. Teilnehmer
100
min. Teilnehmer
30
Kosten
kostenlos
Adressaten
Lehrkräfte sowie Schulsozialarbeiter*innen aller Schulformen, insbesondere mit Leitungsfunktion.
Beschreibung
mit der Initiative »Demokratisch gestalten« lädt das Niedersächsische Kultusministerium im Rahmen des entsprechenden bildungspolitischen Schwerpunkts alle an Schulentwicklung Beteiligten dazu ein, Kinder und Jugendliche in ihrem Engagement für Demokratie und Menschenrechte zu stärken sowie Teilhabe und Partizipation auszubauen.

Die Initiative wird in den Schwerpunkten »Aufbau regionaler Schulnetzwerke«, »Kinderrechte und Partizipation im Primarbereich«, »Friedensbildung in der Schule« und »Systemische Grundlagen und Unterstützungsangebote« umgesetzt. Ziel ist, gute Praxis in bereits bestehenden Strukturen zu stärken, neue Wege zu ermöglichen und inspirierende Ideen für eine demokratische und nachhaltige Schule zu entwickeln.

Die »Regionale Auftaktveranstaltung Demokratiebildung – Demokratisch gestalten« des KLBS soll am 20. November 2019 im Tagungshotel »Der Achtermann« (Goslar) von 8.00 bis ca. 17.00 Uhr stattfinden. Die Programmplanung sieht sowohl Vorträge als auch Workshops vor, in denen sich Lehrerinnen und Lehrer aktiv mit Angeboten und Initiativen aus dem gesamten Spektrum der Demokratiebildung auseinandersetzen können.

Eröffnet wird die Veranstaltung von Herrn Bundespräsidenten a.D. Christian Wulff, der auch für eine Diskussion über Herausforderungen und Perspektiven des demokratischen Gestaltens in Schule und Gesellschaft zur Verfügung stehen wird.


Programmablauf (Änderungen vorbehalten):

Ab 08.00h Ankunft und Anmeldung.

08:45 - 09:15h Begrüßung: Prof. Jan Standke, Kompetenzzentrum für regionale Lehrkräftefortbildung (KLBS), TU Braunschweig,
Grußworte.

09:15 - 10:15h »Demokratisch gestalten - Demokratiebildung an Schulen stärken«, Christian Wulff, Berlin, Bundespräsident a.D.
mit Diskussionsrunde.

10.15 – 11.15h Vortrag: »Gelingende Partizipation in der Schule - eine kinder- und menschenrechtliche Perspektive«, Kathrin Günnewig, Deutsches Institut für Menschenrechte, Berlin.

11.15 – 11.30h Kaffeepause

11.30 – 13.00h Workshoprunde 1

13.00 – 14.00h Mittagspause

14.00 – 15.30h Workshoprunde 2

15.30 – 15.45h Kaffeepause

16.00 – 17.00h Vortrag: »Demokratisch gestalten - Schulen sollten nicht alles alleine machen!« mit Diskussion, StD i.R. Kurt Edler, Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik, Berlin & ehemals Referat: Gesellschaft, Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung, Hamburg.

Workshoprunde 1 und 2 (Bitte wählen Sie für den Vormittag und Nachmittag jeweils einen Workshop aus):

Themenschwerpunkt - Kinderrechte und Partizipation:
Workshop 1
»Mit dem Klassenrat Selbstwirksamkeit stärken – Kinder machen Demokratie«
Frau Diana Rychlik, Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik, Berlin.

Workshop 2
»Schülerinnen und Schüler gestalten Kommunen«,
Herr Gregor Dehmel, Politik zum Anfassen e.V., Isernhagen.

Themenschwerpunkt - Bildung Nachhaltige Entwicklung (BNE):
Workshop 3
»Unser täglich Brot - und das was übrig bleibt«,
Herr Jens Hepper, Regionalkoordinator Umweltschule in Europa / Internationale Nachhaltigkeitsschulen, Niedersachsen & Frau Claudia Schanz, Ministerium für Kultur und Wissenschaft, Niedersachsen.

Workshop 4
»Bildungsarbeit innerhalb der planetaren Grenzen. Naturschutzarbeiten und BNE am Beispiel des Bergwaldprojekts im Harz«,
Herr Martin Ladach, Bergwaldprojekt e.V., Würzburg.

und

»Von Wäldern im Wandel und Wildnis: Bildungsangebote für Schulklassen im Nationalpark Harz«,
Herr Thomas Schwerdt und Herr Norbert Rinke, Regionales Bildungsumweltzentrum (RUZ), Nationalpark Harz, Bad Harzburg.

Themenschwerpunkt - Friedensbildung:
Workshop 5
»Selbstachtung - ein erster Schritt gegen menschenfeindliche Denk- und Verhaltensweisen«,
Frau Babara Haferkamp-Weber, Zentrum Demokratische Bildung (ARUG-ZDB), Wolfsburg & »Schule ohne Rassis-mus – Schule mit Courage«, Das Courage-Netzwerk, Berlin.

Workshop 6
»{Lass uns reden!} – Reden bringt Respekt.«,
Herr Julian Pelka, Respekt Coaches - Anti-Mobbing-Profis, Jugendmigrationsdienste, Braunschweig.

Themenschwerpunkt - Menschenfeindlichkeit / Digitalisierung:
Workshop 7
»Was tun, wenn mir Hate Speech begegnet«,
Herr Viet Hoang, Amadeu-Antonio-Stiftung, Hannover.

Workshop 8
»Propagandastrategien erkennen – Manipulation entgehen. Eine Perspektive des Jugendmedienschutz«,
Herr Michael Hebeisen, Fachreferent für Islamismus im Internet, Jugendschutz.net, Mainz.


Markt der Möglichkeiten:

»Partnerschaft für Demokratie«, Frau Gaby Drost, AWO Kreisverband Goslar e.V.

»Friedenspreis 2018«, Frau Nicole Trampedach und Herr Thorsten Reichardt, Berufsbildende Schule Johannes-Selenka-Schule Braunschweig.

»Projekte der Schülervertretung«, Herr Björn Meier, Gaußschule Braunschweig.

»jungbewegt - Für Engagement und Demokratie«, Frau Sigrid Meinhold-Henschel, Bertelsmann Stiftung, Gütersloh.

»Palaverzelt«, Herr Prof. Dr. Ansgar Marx, Ostfalia Hochschule.

»Das Butterfly Project«, Frau Nicole Nocon, Cottbus.

»Gedenkstätte KZ-Außenlager Braunschweig Schillstraße«, Gerald Hartwig, Arbeitskreis Andere Geschichte e.V.

»Prävention durch Information«, Frau Voigt, Nieders. Ministerium für Inneres und Sport Hannover.

»Kompetenzstelle Islamismusprävention«, KipNi, Landeskriminalamt Niedersachsen Hannover.

»Präventionsstelle Politisch Motivierte Kriminalität«, Herr Christian Knuth, Präventionsstelle Politisch Motivierte Kriminalität (PPMK) Hannover.

»Goslarer Zivilcouragekampagne«, Herr Günter Koschig, Weißer Ring Goslar.

»Der (z)weite Blick«, Archiv der Jugendkulturen Berlin.



Teilnahmekosten werden nicht erhoben. Diese Veranstaltung wird als bildungspolitisches Schwerpunktthema vom Niedersächsischen Kultusministerium finanziell gefördert.

Reisekosten werden im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel gezahlt. Soweit erforderlich beantragen Sie bitte die Dienstreisegenehmigung bei der für Sie zuständigen Dienststelle (Dienststelle der Lehrkräfte ist die Schulleiterin bzw. der Schulleiter). Die entsprechenden Formulare hat die NLSchB hier eingestellt: http://www.landesschulbehoerde-niedersachsen.de/service/formulare

Der »Antrag auf Gewährung von Reisekostenvergütung für Fortbildungsveranstaltungen nach § 23 Abs. 2 NRKVO« kann heruntergeladen und vollständig ausgefüllt und unterschrieben am Ende der Veranstaltung bei der Veranstaltungsleitung abgegeben werden. Die neunstellige Veranstaltungsnummer KBS…… muss bei »Grund, Datum/Daten der Reise(n)« eingetragen werden.

Es gelten die »Bedingungen für die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen des Kompetenzzentrums Lehrerfortbildung der TU Braunschweig (KLBS)«: http://www.tu-braunschweig.de/klbs Mit der Anmeldung zu dieser Veranstaltung erkennen Sie diese Bedingungen an.
Zielsetzung
Als Kompetenzzentrum für Lehrkräftefortbildung der Technischen Universität Braunschweig (KLBS) ist es unsere Aufgabe, Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter*innen der Region Braunschweig für schulische Demokratiebildung zu begeistern. Hierfür wird eine Auftaktveranstaltung im Regionalraum Braunschweig stattfinden, die wichtige Impulse setzen und zur Vernetzung aller beteiligten Akteure motivieren soll.
Schulform

beliebig

Veranstalter
Kompetenzzentrum für Lehrkräftefortbildung (KLBS) TU Braunschweigi
verantwortlich
Veranstaltungsteam
Prof. Dr. Jan Standke
Dr. Frank Walter
Workshops

11:30

12:30

13:30

14:30

15:30

Workshop1v

Walter: Mit dem Klassenrat Selbstwirksamkeit stärken – Kinder machen Demokratie

Klassengemeinschaft bilden, Schule mitgestalten, Verantwortung übernehmen, Lösungen finden – der Klassenrat bietet Raum für unzählige Lernfelder, die es Schüler*innen ermöglicht, selbstwirksam und verantwortungsbewusst zu werden. Wie gestaltet sich ein Klassenrat in weiterführenden Schulen? Was müssen Schulen beachten um partizipative Strukturen wie den Klassenrat erfolgreich umzusetzen? Des Weiteren soll der Workshop über den »Demokratie erleben – der Preis« informieren. Referentin: Frau Diana Rychlik, Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik, Berlin

Workshop2v

Schülerinnen und Schüler gestalten Kommunen

Wenig eignet sich besser als die Kommunalpolitik, Schülerinnen und Schülern im Unterricht Selbstwirksamkeit und Handlungsfähigkeit erleben zu lassen. Im Workshop liefern wir Ihnen Ideen, wie Sie das Thema „Politik im Nahbereich“ spannend und handlungsorientiert gestalten können - einfach selbst im Unterricht oder mit externer Unterstützung - und welche Chancen sich dabei sogar für die ganze Kommune ergeben. Ob im „Kinderrat“, beim Planspiel „Pimp Your Town!“ oder mit der Mitrede-App „PLACEm“ - wir machen Demokratie direkt erfahrbar. Referent: Herr Gregor Dehmel, Politik zum Anfassen e.V., Isernhagen

Workshop3v

Walter: Unser täglich Brot - und das was übrig bleibt

Konflikte im Naturschutz sind ein stetiges Thema im entsprechenden Diskurs. Naturschützer, Naturnutzer, Erholungsfindende und andere an der Natur Interessierte haben hierbei oftmals stark divergierende, manchmal auch von jedweder Sach- und Fachkenntnis ungetrübte, Sichtweisen zum Konfliktgegenstand, was sich im demokratischen Prozess der politischen Konsensfindung niederschlägt. Deutlich wird dies immer wieder in den nachhaltigkeitsbezogenen Projekten der Umweltschulen. Anhand zweier Beispiele sollen in diesem Workshop die verschiedenen Dimensionen von Demokratiebildung und für die Partizipation notwendigen Kompetenzen erarbeitet werden, um in Naturschutzkonflikten im schulischen Kontext fachgerecht entscheiden zu können. Schwerpunkt 1: Getreide düngen und Brot backen Schwerpunkt 2: Müll und Abfall vermeiden Referent*innen: Frau Claudia Schanz, Ministerium für Kultur und Wissenschaft, Niedersachsen & Herr Jens Hepper, Regionalkoordinator Umweltschule in Europa / Internationale Nachhaltigkeitsschulen, Niedersachsen

Workshop4v

Walter: Biodiversität der heimischen Waldgesellschaften gestalten – Beispiel Bergwaldprojekt Harz & Bildungsangebote des RUZ Nationalpark Harz

a. Das Bergwaldprojekt ist ein Angebot sich an den Naturschutzarbeiten zu beteiligen. Die Schüler*innen leisten einen aktiven Beitrag zum Wald-, Klima- und Artenschutz und erleben bei den Arbeiten das Ökosystem Wald mit allen Sinnen. Die verschiedenen Arbeiten, die die Jugendlichen und jungen Erwachsenen durchführen, tragen zur Aufrechterhaltung und zur Verbesserung der Nutz-, Schutz- und Erholungsleistungen der Ökosysteme für den Menschen bei. Dies trägt zur Sensibilisierung für den Schutz der Natur, zur ökologischen Bewusstseinsbildung und zum umweltverträglichen Handeln bei. Konkrete Beispiele für die Arbeiten im Rahmen der Waldschule sind Pflanzungen oder Pflegearbeiten zur Förderung klimastabiler Wälder, die Offenhaltung von Flächen zum Erhalt von wertvollen und seltenen Lebensräumen oder auch die Renaturierung von Mooren, die sowohl Lebensraum bieten als auch im Hinblick auf den Klimawandel enorme Speicherpotenziale bieten. Die Arbeiten werden dem Alter der Jugendlichen angepasst. Referent: Herr Martin Ladach, Bergwaldprojekt e.V., Würzburg. b. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten einen Einblick in verschiedene, bereits langjährige BNE-Projekte des Nationalparks Harz, die neben einer Nachhaltigkeitsbildung als Schwerpunkt insbesondere auch Aspekte der Partizipation im Sinne des „Nationalen Aktionsplans“ aufgreifen. Das Juniorranger-Projekt oder das Nationalpark-Jugendwaldheim unterstützen die Vermittlung von BNE-Kompetenzen ebenso, wie die Veranstaltungen des Regionalen Umweltbildungszentrums (RUZ), das als außerschulischer BNE-Lernort vom Niedersächsischen Kultusministerium anerkannt und dessen Träger der Nationalpark Harz ist. Schulpartnerschaften sowie weitere Kooperationen mit regionalen Schulen ergänzen die Bildungsaktivitäten. Schülerinnen und Schüler sind an der Gestaltung des Workshops natürlich beteiligt. Referenten: Herr Thomas Schwerdt und Herr Norbert Rinke, Regionales Bildungsumweltzentrum (RUZ), Nationalpark Harz, Bad Harzburg.

Workshop5v

Walter: Selbstachtung - ein erster Schritt gegen menschenfeindliche Denk- und Verhaltensweisen

Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit beginnt im Kopf, u.a. durch unreflektiertes Übernehmen von (Vor-)Urteilen anderer. In diesem Workshop wollen wir uns mit unseren eigenen Sichtweisen auseinandersetzen. Die Grundlage für den Austausch über konkrete Erfahrungen stellt ein 3-Säulen Modell (Eigen-Wertigkeit / Sichtweisen / Eigen-Mächtigkeit). Unterstützt von einfachen Übungen schauen wir nach unserem eigenen Selbstwert. Führt die eigene Abgrenzung zur Ausgrenzung? Was macht mir Freude - was macht anderen Spaß? Referentin: Frau Babara Haferkamp-Weber, Zentrum Demokratische Bildung (ARUG-ZDB), Wolfsburg & „Schule ohne Rassis¬mus – Schule mit Courage“, Das Courage-Netzwerk, Berlin.

Workshop6v

{Lass uns reden!} – Reden bringt Respekt.

Unterschiedliche Meinungen akzeptieren, Position beziehen, argumentieren – das Präventionsprogramm Respekt Coaches | Anti-Mobbing-Profis macht demokratische Werte für junge Menschen erlebbar und stärkt sie in ihrer Persönlichkeit. Mit präventiven Angeboten an bundesweit 189 Standorten fördert das Programm Respekt, Toleranz und den Abbau von Vorurteilen an Schulen. Schüler*innen erfahren den Wert einer vielfältigen Gesellschaft. Ziel ist es, den Blickwinkel zu erweitern und unterschiedliche Weltanschauungen und Lebensweisen besser zu verstehen. Damit trägt das Programm langfristig zu einem gesunden Klassenklima und Zusammenhalt in der Schule bei. Die Jugendmigrationsdienste setzen das Programm in den Schulen gemeinsam mit Partnern um. Ziele: • Schülerinnen und Schüler werden aktiv zu den Themen Demokratie, Respekt, Toleranz • Schülerinnen und Schüler setzen sich in Gruppenangeboten mit unterschiedlichen Weltanschauungen und Lebensweisen auseinander und erlernen interkulturelle und interreligiöse Kompetenzen • Zusammenarbeit und Vernetzung der Jugendmigrationsdienste, der Träger der politischen Bildung und der Träger der Radikalisierungsprävention • Austausch von guter Praxis und Wissenstransfer im Bereich Prävention Referent: Herr Julian Pelka, Respekt Coaches - Anti-Mobbing-Profis, Jugendmigrations-dienste, Braunschweig.

Workshop7v

Walter: Was tun, wenn mir Hate Speech begegnet

Was können wir tun für eine demokratische Debattenkultur online? Anfeindungen und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (GMF) begegnen einem häufig im Internet und führen manchmal zu Sprachlosigkeit. Im Workshop werden diverse Ansätze von de:bate vorgestellt – von Digital Streetwork über Argumentationshilfen zu unterschiedlichen Formen des Umgang mit Hass im Netz. Referent: Herr Viet Hoang, Amadeu-Antonio-Stiftung, Hannover.

Workshop8v

Walter: Propagandastrategien erkennen – Manipulation entgehen. Eine Perspektive des Jugendmedien-schutz

Extremisten nutzen das Internet, um ihre Botschaften einem möglichst großen Publikum zu präsentieren. Über Video-Plattformen wie YouTube, Soziale Netzwerke wie Instagram und Facebook, aber auch Messenger-Dienste wie WhatsApp und Telegram erzielen sie mit ihrer Propaganda bisweilen hohe Reichweiten. Eine wichtige Zielgruppe extremistischer Online-Angebote sind Jugendliche. Mit welchen Strategien islamistische und rechtsextreme Akteure gerade junge User ansprechen, manipulieren und ködern wollen, erfahren Sie in diesem Workshop. Außerdem erhalten Sie einen Einblick, mit welchen jugendgefährdenden Inhalten aus dem extremistischen Spektrum Kinder und Jugendliche im Netz konfrontiert werden können. Neben dem Jugendmedienschutz ist die Medienpädagogik ein weiterer wichtiger Baustein der Präventionsarbeit. Anhand anschaulicher Beispiele können Praktikerinnen und Praktiker der schulischen und außerschulischen politischen Bildung einen Einblick in die medienpädagogische Arbeit mit Extremismus im Internet erlangen. Referent: Herr Michael Hebeisen, Fachre-ferent für Islamis¬mus im Internet, Jugendschutz.net, Mainz.

Workshop1n

Walter: Mit dem Klassenrat Selbstwirksamkeit stärken – Kinder machen

Klassengemeinschaft bilden, Schule mitgestalten, Verantwortung übernehmen, Lösungen finden – der Klassenrat bietet Raum für unzählige Lernfelder, die es Schüler*innen ermöglicht, selbstwirksam und verantwortungsbewusst zu werden. Wie gestaltet sich ein Klassenrat in weiterführenden Schulen? Was müssen Schulen beachten um partizipative Strukturen wie den Klassenrat erfolgreich umzusetzen? Des Weiteren soll der Workshop über den »Demokratie erleben – der Preis« informieren. Referentin: Frau Diana Rychlik, Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik, Berlin.

Workshop2n

Walter: Schülerinnen und Schüler gestalten Kommunen

Wenig eignet sich besser als die Kommunalpolitik, Schülerinnen und Schülern im Unterricht Selbstwirksamkeit und Handlungsfähigkeit erleben zu lassen. Im Workshop liefern wir Ihnen Ideen, wie Sie das Thema „Politik im Nahbereich“ spannend und handlungsorientiert gestalten können - einfach selbst im Unterricht oder mit externer Unterstützung - und welche Chancen sich dabei sogar für die ganze Kommune ergeben. Ob im „Kinderrat“, beim Planspiel „Pimp Your Town!“ oder mit der Mitrede-App „PLACEm“ - wir machen Demokratie direkt erfahrbar. Referent: Herr Gregor Dehmel, Politik zum Anfassen e.V., Isernhagen.

Workshop3n

Unser täglich Brot - und das was übrig bleibt

Konflikte im Naturschutz sind ein stetiges Thema im entsprechenden Diskurs. Naturschützer, Naturnutzer, Erholungsfindende und andere an der Natur Interessierte haben hierbei oftmals stark divergierende, manchmal auch von jedweder Sach- und Fachkenntnis ungetrübte, Sichtweisen zum Konfliktgegenstand, was sich im demokratischen Prozess der politischen Konsensfindung niederschlägt. Deutlich wird dies immer wieder in den nachhaltigkeitsbezogenen Projekten der Umweltschulen. Anhand zweier Beispiele sollen in diesem Workshop die verschiedenen Dimensionen von Demokratiebildung und für die Partizipation notwendigen Kompetenzen erarbeitet werden, um in Naturschutzkonflikten im schulischen Kontext fachgerecht entscheiden zu können. Schwerpunkt 1: Getreide düngen und Brot backen Schwerpunkt 2: Müll und Abfall vermeiden Referent*innen: Frau Claudia Schanz, Ministerium für Kultur und Wissen¬schaft, Niedersachsen und Herr Jens Hepper, Regionalkoordinator Umweltschule in Europa / Internationale Nachhaltigkeits-schulen, Niedersachsen.

Workshop4n

Walter: Biodiversität der heimischen Waldgesellschaften gestalten – Beispiel Bergwaldprojekt Harz & Bildungsangebote RUZ Nationalpark Harz

a. Das Bergwaldprojekt ist ein Angebot sich an den Naturschutzarbeiten zu beteiligen. Die Schüler*innen leisten einen aktiven Beitrag zum Wald-, Klima- und Artenschutz und erleben bei den Arbeiten das Ökosystem Wald mit allen Sinnen. Die verschiedenen Arbeiten, die die Jugendlichen und jungen Erwachsenen durchführen, tragen zur Aufrechterhaltung und zur Verbesserung der Nutz-, Schutz- und Erholungsleistungen der Ökosysteme für den Menschen bei. Dies trägt zur Sensibilisierung für den Schutz der Natur, zur ökologischen Bewusstseinsbildung und zum umweltverträglichen Handeln bei. Konkrete Beispiele für die Arbeiten im Rahmen der Waldschule sind Pflanzungen oder Pflegearbeiten zur Förderung klimastabiler Wälder, die Offenhaltung von Flächen zum Erhalt von wertvollen und seltenen Lebensräumen oder auch die Renaturierung von Mooren, die sowohl Lebensraum bieten als auch im Hinblick auf den Klimawandel enorme Speicherpotenziale bieten. Die Arbeiten werden dem Alter der Jugendlichen angepasst. Referent: Herr Martin Ladach, Bergwaldprojekt e.V., Würzburg. b. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten einen Einblick in verschiedene, bereits langjährige BNE-Projekte des Nationalparks Harz, die neben einer Nachhaltigkeitsbildung als Schwerpunkt insbesondere auch Aspekte der Partizipation im Sinne des „Nationalen Aktionsplans“ aufgreifen. Das Juniorranger-Projekt oder das Nationalpark-Jugendwaldheim unterstützen die Vermittlung von BNE-Kompetenzen ebenso, wie die Veranstaltungen des Regionalen Umweltbildungszentrums (RUZ), das als außerschulischer BNE-Lernort vom Niedersächsischen Kultusministerium anerkannt und dessen Träger der Nationalpark Harz ist. Schulpartnerschaften sowie weitere Kooperationen mit regionalen Schulen ergänzen die Bildungsaktivitäten. Schülerinnen und Schüler sind an der Gestaltung des Workshops natürlich beteiligt. Referenten: Herr Thomas Schwerdt und Herr Norbert Rinke, Regionales Bildungsumweltzentrum (RUZ), Nationalpark Harz, Bad Harzburg.

Workshop5n

Selbstachtung - ein erster Schritt gegen menschenfeindliche Denk- und Verhaltensweisen

Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit beginnt im Kopf, u.a. durch unreflektiertes Übernehmen von (Vor-)Urteilen anderer. In diesem Workshop wollen wir uns mit unseren eigenen Sichtweisen auseinandersetzen. Die Grundlage für den Austausch über konkrete Erfahrungen stellt ein 3-Säulen Modell (Eigen-Wertigkeit / Sichtweisen / Eigen-Mächtigkeit). Unterstützt von einfachen Übungen schauen wir nach unserem eigenen Selbstwert. Führt die eigene Abgrenzung zur Ausgrenzung? Was macht mir Freude - was macht anderen Spaß? Referentin: Frau Babara Haferkamp-Weber, Zentrum Demokratische Bildung (ARUG-ZDB), Wolfsburg & „Schule ohne Rassis¬mus – Schule mit Courage“, Das Courage-Netzwerk, Berlin

Workshop6n

{Lass uns reden!} – Reden bringt Respekt.

Unterschiedliche Meinungen akzeptieren, Position beziehen, argumentieren – das Präventionsprogramm Respekt Coaches | Anti-Mobbing-Profis macht demokratische Werte für junge Menschen erlebbar und stärkt sie in ihrer Persönlichkeit. Mit präventiven Angeboten an bundesweit 189 Standorten fördert das Programm Respekt, Toleranz und den Abbau von Vorurteilen an Schulen. Schüler*innen erfahren den Wert einer vielfältigen Gesellschaft. Ziel ist es, den Blickwinkel zu erweitern und unterschiedliche Weltanschauungen und Lebensweisen besser zu verstehen. Damit trägt das Programm langfristig zu einem gesunden Klassenklima und Zusammenhalt in der Schule bei. Die Jugendmigrationsdienste setzen das Programm in den Schulen gemeinsam mit Partnern um. Ziele: • Schülerinnen und Schüler werden aktiv zu den Themen Demokratie, Respekt, Toleranz • Schülerinnen und Schüler setzen sich in Gruppenangeboten mit unterschiedlichen Weltanschauungen und Lebensweisen auseinander und erlernen interkulturelle und interreligiöse Kompetenzen • Zusammenarbeit und Vernetzung der Jugendmigrationsdienste, der Träger der politischen Bildung und der Träger der Radikalisierungsprävention • Austausch von guter Praxis und Wissenstransfer im Bereich Prävention Referent: Herr Julian Pelka, Respekt Coaches - Anti-Mobbing-Profis, Jugendmigrations-dienste, Braunschweig.

Workshop7n

Walter: Was tun, wenn mir Hate Speech begegnet

Was können wir tun für eine demokratische Debattenkultur online? Anfeindungen und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (GMF) begegnen einem häufig im Internet und führen manchmal zu Sprachlosigkeit. Im Workshop werden diverse Ansätze von de:bate vorgestellt – von Digital Streetwork über Argumentationshilfen zu unterschiedlichen Formen des Umgang mit Hass im Netz. Referent: Herr Viet Hoang, Amadeu-Antonio-Stiftung, Hannover.

Workshop8n

Propagandastrategien erkennen – Manipulation entgehen. Eine Perspektive des Jugendmedienschutz

Extremisten nutzen das Internet, um ihre Botschaften einem möglichst großen Publikum zu präsentieren. Über Video-Plattformen wie YouTube, Soziale Netzwerke wie Instagram und Facebook, aber auch Messenger-Dienste wie WhatsApp und Telegram erzielen sie mit ihrer Propaganda bisweilen hohe Reichweiten. Eine wichtige Zielgruppe extremistischer Online-Angebote sind Jugendliche. Mit welchen Strategien islamistische und rechtsextreme Akteure gerade junge User ansprechen, manipulieren und ködern wollen, erfahren Sie in diesem Workshop. Außerdem erhalten Sie einen Einblick, mit welchen jugendgefährdenden Inhalten aus dem extremistischen Spektrum Kinder und Jugendliche im Netz konfrontiert werden können. Neben dem Jugendmedienschutz ist die Medienpädagogik ein weiterer wichtiger Baustein der Präventionsarbeit. Anhand anschaulicher Beispiele können Praktikerinnen und Praktiker der schulischen und außerschulischen politischen Bildung einen Einblick in die medienpädagogische Arbeit mit Extremismus im Internet erlangen. Referent: Herr Michael Hebeisen, Fachre-ferent für Islamis¬mus im Internet, Jugendschutz.net, Mainz.

Anmeldung nicht möglich: Der Anmeldeschluss ist schon vorbei

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