Detailansicht

Veranstaltungsangebote für den schulischen Bildungsbereich in Niedersachsen.

Fachtag: "Das Wissen hat Grenzen, das Denken nicht." (Albert Schweitzer) - Potenzialen (Lern-)Raum geben - Fachtagung für den Sekundarbereich I
Nr.
KLG.4319.208
Dauer
Ganztägige Veranstaltung
Anfang
23.10.2019 , 09:00 Uhr
Ende
23.10.2019 , 16:30 Uhr
Anmeldeschluss
30.09.2019
max. Teilnehmer
75
min. Teilnehmer
40
Kosten
kostenlos
Adressaten
Lehrkräfte des Sekundarbereiches I
Beschreibung
Mit diesem Fachtag möchten wir die Möglichkeit bieten, Einblicke in neueste Erkenntnisse der Neurodidaktik zu erlangen, die für die Umsetzung individualisierter Lehr-Lernprozesse in Schule maßgeblich sind.

Als Hauptreferenten konnten wir dafür von der Harvard Universität Prof. Bruno della Chiesa gewinnen, der als Hauptgründer der Neurodidaktik gilt und weltweit ein anerkannter Wissenschaftler auf dem Gebiet der Bildungsdidaktik ist! Er wird am Vormittag einen Impulsvortrag zu dem Thema „Bedeutung von neurodidaktischen Erkenntnissen für Lehrkraft, Schule und Unterrichtsentwicklung“ halten.

Am Nachmittag bieten Workshops Gelegenheit, sich mit Gelingensbedingungen für erfolgreiches individualisiertes Lernen auseinanderzusetzen.

Geplanter Ablauf

ab 09:00 Uhr Ankommen bei Stehkaffee – Akkreditierung
09:30 Uhr Begrüßung und Vortrag Prof. Bruno della Chiesa
12:30 Uhr Mittagessen
13:30 Uhr Workshop-Angebote
16:30 Uhr Ende des Fachtages

Bitte geben Sie unbedingt mit Ihrer Anmeldung an, an welchem Workshop Sie teilnehmen möchten:
----------------------------------------------------------------------------------------

WS1: Was hat das Gehirn eigentlich mit Lernen zu tun? Oder auch nichts?

Beschreibung folgt

Referent:
Prof. Bruno della Chiesa, Harvard Graduate School of Education
https://www.gse.harvard.edu/faculty/bruno-della-chiesa

---------------------------------------------------------------------------------------------

WS2: Streifzüge durchs Lerncoaching.
Bausteine individueller Begleitungspraxis -
Ein Workshop zum Mitmachen


Der Workshop bietet eine verständliche, illustrierte Übersicht mit Erfahrungsbausteinen nach dem Kieler Modell Lerncoaching (KML), welches bundesweit - teils auch in der Schweiz – eingesetzt wird.
Auf die folgenden Fragen können die Teilnehmer/innen Antworten erhalten:

Was ist Lerncoaching - ist das eine Unterrichtsmethode oder ein Baustein individueller Lernbegleitung?
Welches sind Anlässe für den Lerncoachingeinsatz?
Geht es dann um Probleme wie spezielle Leistungsschwäche, Prüfungsangst, persönliche Lernhürden oder selbstregulatives Problemlösen?

So erfahren die Teilnehmenden:
• Was Lerncoaching bringt – in der Schule und darüber hinaus
• Wie Lerncoaching geht – Wegweiser zu Methoden- und Theoriebausteinen
• Wer echter Lerncoach ist – was man dazu können muss
• Wohin Lerncoaching führt - was herauskommt und was nicht

Im Workshop werden Input, angeleitete Gruppenarbeit und Erfahrungsaustausch integriert. Sie erhalten dazu Arbeits- und Methodenblätter. Mit diesen können Sie Lerncoachingbausteine in Ihrer Praxis umsetzen.

Referent:
Prof. Dr. Uwe Hameyer
, Universität Kiel
Hameyer | Systemberatung
https://www.hameyer-systemberatung.de/

---------------------------------------------------------------------------------------

WS3: „Lernen ist kein Kopiervorgang.“ (H. v. Foerster) – individuelle Lernwege gestalten

Die Teilnehmenden erhalten Einblick in die mögliche Planung und Gestaltung eines Unterrichts, der individualisiertes Lernen ermöglicht. U.a. werden praxistaugliche Beispiele der Unterrichtsvorbereitung und -gestaltung vorgestellt.

Referentinnen:
Sandra-Kay Behrendt, Fachberaterin für Unterrichtsqualität der NLSchB
Grit Hopf, Fachberaterin für Unterrichtsqualität der NLSchB

---------------------------------------------------------------------------------------------

WS4: Wie kann selbstorganisiertes Lernen in Lernlandschaften in einer Oberschule gelingen?
Individualisierung in Lernlandschaften - Lernaufgabenformate


Wie kann selbstorganisiertes Lernen in Lernlandschaften in einer Oberschule gelingen?
Das „Lernhaus im Campus“ Osterholz stellt im Workshop seine Erfahrungen vor: In einem Vortrag lernen die Teilnehmer/innen eingangs die grundlegenden Elemente des individualisierten Lernens im „Lernhaus“ kennen. Danach können sie individuelle Arbeitsmaterialien für den eigenen Unterrichtsgebrauch erstellen. Dabei erhalten die Teilnehmenden praxiserprobte Handreichungen und Hinweise zum Gestalten passender Unterrichtsformate und können sich über ihre Erfahrungen über das Lernen in Lernlandschaften untereinander sowie mit den Referenten austauschen.
Inhaltliche Schwerpunkte des Workshops:
- Material, Methode und Raum als Wechselwirkung.
- Merkmale geeigneter Aufgabenformate der Individualisierung.
- Lernsteps, Lernjobs, Portfolio, Lernlandkarten als Herausforderungen der Eigenverantwortung.
- Kompetenzraster und Checklisten als Werkzeuge für transparente Lerninhalte.
- Einblick in die Methodik und Arbeitsweisen im Lernhaus im Campus

Referenten:
Eiko Nörtemann, Lerncoach, Realschullehrer mit Funktionsstelle Schwerpunkt Unterrichtsentwicklung
Steffen Ahrens, Lerncoach, Mitglied der Fachgruppe Unterrichtsentwicklung

-----------------------------------------------------------------------------------------------

WS5: Was Lernen verhindert – Bedeutung von emotionaler Dysregulation im Schulalltag

Kinder und Jugendliche, die aufgrund von emotionalen und/oder Verhaltensproblemen Schwierigkeiten haben, sich an den Schulalltag anzupassen, haben häufig auch Defizite im Bereich der Emotionsregulation. In einigen Fällen führen bereits kleine „Irritationen“ im Alltag dazu, dass die SchülerInnen nicht mehr in der Lage sind, am Unterricht teilzunehmen. Lehrkräfte und SchulsozialarbeiterInnen stehen vor der Aufgabe, die Betroffenen dabei zu unterstützen, den Alltag in der Schule trotz ihrer individuellen Problematik zu bewältigen. Ziel des Workshops ist es, auf Basis eines vertieften Verständnisses für die Hintergründe dieser emotionalen Dysregulation alltagstaugliche Strategien zu entwickeln, um die Kinder und Jugendlichen nachhaltig dabei zu unterstützen, den Schulalltag zu bewältigen. Dazu wird die Entwicklung von Emotionsregulation in den verschiedenen Altersbereichen thematisiert und es werden spezifische Möglichkeiten zur Förderung im schulischen Kontext vorgestellt. Spezifische Fragen und Fallbeispiele können in diesem Rahmen diskutiert werden.

Referentin:
Rieke Petersen, M. Sc. Klinische Psychologie, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin,
wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Klinische Psychologie und Rehabilitation der Universität Bremen (Schwerpunkt Klinische Kinder- und Jugendpsychologie sowie Prävention im Schulkontext)
-------------------------------------------------------------------------------------------

WS6: Kooperative Lernformen als Möglichkeit zum individualisierten Lernen

Ausgehend von den Gelingensbedingungen des Kooperativen Lernens wird ein Überblick zu den wesentlichen Elementen des Kooperativen Unterrichts gegeben: - Das Grundprinzip, - Bedingungen und Möglichkeiten zur kooperativen Texterschließung, - Gute Beziehungen im Klassenraum. Der Workshop ist nach dem Prinzip des sog. ‚Didaktischen Doppeldeckers‘ organisiert: Durch Simulationsphasen wird der Inhalt gleichzeitig auf der Handlungsebene erfahrbar. Die Absicht ist, die Lernprozesse nachhaltiger zu gestalten, indem diese auch in der eigenen Erfahrung verankert werden.

Auch bei der Individualisierung kommt es auf eine gute Balance an: von Instruktion und Konstruktion, von individuellem und kooperativem Lernen.’
Andreas Helmke
Dies deutlich und in unterrichtspraktischen Phasen erfahrbar zu machen, ist das Ziel dieses Workshops.

Referentin:
Anne Dinges Schulpädagogin, seit 1979 tätig an der Robert-Bosch-Gesamtschule (IGS) Hildesheim im aktiven Schuldienst als Lehrerin und Konrektorin, seit 1999 bis zur Verleihung des Deutschen Schulpreises 2007 Rektorin als Didaktische Leiterin und Mitglied der Kollegialen Schulleitung. Seit 2008 freiberuflich tätig als Bildungsreferentin im Bereich Schul- und Unterrichtsentwicklung.
http://www.annedihi.de/html/anne.html
___________________________________________________

Diese Veranstaltung ist kostenlos und wird aktuell vom Niedersächsischen Kultusministerium finanziell gefördert.

WICHTIGE HINWEISE:
Einladung
Die Einladung zur Veranstaltung erhalten Sie nach dem Meldeschluss.
Reisekosten
Die Reisekosten für Teilnehmer werden gemäß der Niedersächsischen Reisekostenverordnung (NRKVO) und entsprechender Verwaltungsvorschriften (VV-NRKVO) erstattet. Weiterhin werden Reisekosten erstatten, wenn die Schulleitung die Dienstreise genehmigt hat. Den entsprechenden Vordruck 035_001 finden Sie hier:
http://www.extra.formularservice.niedersachsen.de/cdmextra/cfs/eject/pdf/426.pdf?MANDANTID=5&FORMUID=035_001n
Die Rückgabe der Anträge erfolgt über den Referenten. Bitte beachten Sie, dass nur vollständig ausgefüllte Reisekostenerstattungsanträge bearbeitet werden können.
Teilnahmebedingungen
Bitte beachten Sie, dass Sie mit Ihrer Anmeldung zu dieser Veranstaltung die „Bedingungen für die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen des Kompetenzzentrums für Lehrkräftefortbildung der Leuphana Universität Lüneburg “ akzeptieren.
Bitte beachten Sie insbesondere die Bedingungen für einen Rücktritt von der Veranstaltung:
Rücktritt
Ein kostenloser Rücktritt ist bis zum Meldeschluss möglich und erfolgt per E-Mail an das Kompetenzzentrum für Lehrkräftefortbildung: komze@leuphana.de
Für die gemeldete Person kann im Falle der Verhinderung eine geeignete Ersatzperson mit allen erforderlichen Daten benannt werden. Die Änderung ist dem Kompetenzzentrum per E-Mail mitzuteilen.
Sie finden die Teilnahmebedingungen unter:
http://www.leuphana.de/fileadmin/user_upload/fakultaet1/lehrerfortbildung/files/Teilnahmebedingungen_und_Vertraege/Teilnahmebedingungen.pdf



Zielsetzung
Mit diesem Fachtag möchten wir die Möglichkeit bieten, Einblicke in neueste Erkenntnisse der Neurodidaktik zu erlangen, die für die Umsetzung individualisierter Lehr-Lernprozesse in Schule maßgeblich sind.
Schulform

Sek I-Bereich

Veranstalter
Kompetenzzentrum Leuphana Universität Lüneburg i
Veranstaltungsteam
Steffen Ahrens
Sandra-Kay Behrendt
Bruno della Chiesa
Anne Dinges
Prof. Dr. Uwe Hameyer
Grit Hopf
Dr. Aleksandra Janocha
Alexa Müller
Eiko Nörtemann
Kathrin Peters
M. Sc. Klinische Psy Rieke Petersen
Workshops

13:30

14:30

15:30

16:30

WS1

della Chiesa: WS1:

Nähere Informationen zu den Workshops werden in Kürze veröffentlicht.

WS2

Hameyer: WS2: Streifzüge durchs Lerncoaching. Bausteine individueller Begleitungspraxis

Der Workshop bietet eine verständliche, illustrierte Übersicht mit Erfahrungsbausteinen nach dem Kieler Modell Lerncoaching (KML), welches bundesweit - teils auch in der Schweiz – eingesetzt wird. Auf die folgenden Fragen können die Teilnehmer/innen Antworten erhalten: Was ist Lerncoaching - ist das eine Unterrichtsmethode oder ein Baustein individueller Lernbegleitung? Welches sind Anlässe für den Lerncoachingeinsatz? Geht es dann um Probleme wie spezielle Leistungsschwäche, Prüfungsangst, persönliche Lernhürden oder selbstregulatives Problemlösen?

WS3

Hopf, Behrendt: WS3: Lernen ist kein Kopiervorgang. (H. v. Foerster) – individuelle Lernwege gestalten

Die Teilnehmenden erhalten Einblick in die mögliche Planung und Gestaltung eines Unterrichts, der individualisiertes Lernen ermöglicht. U.a. werden praxistaugliche Beispiele der Unterrichtsvorbereitung und -gestaltung vorgestellt.

WS4

Nörtemann, Ahrens: WS4: Wie kann selbstorganisiertes Lernen in Lernlandschaften in einer Oberschule gelingen? Individualisierung in Lernlandschaften - Lernaufgabenformate

Wie kann selbstorganisiertes Lernen in Lernlandschaften in einer Oberschule gelingen? Das „Lernhaus im Campus“ Osterholz stellt im Workshop seine Erfahrungen vor: In einem Vortrag lernen die Teilnehmer/innen eingangs die grundlegenden Elemente des individualisierten Lernens im „Lernhaus“ kennen. Danach können sie individuelle Arbeitsmaterialien für den eigenen Unterrichtsgebrauch erstellen. Dabei erhalten die Teilnehmenden praxiserprobte Handreichungen und Hinweise zum Gestalten passender Unterrichtsformate und können sich über ihre Erfahrungen über das Lernen in Lernlandschaften untereinander sowie mit den Referenten austauschen. Inhaltliche Schwerpunkte des Workshops: - Material, Methode und Raum als Wechselwirkung. - Merkmale geeigneter Aufgabenformate der Individualisierung. - Lernsteps, Lernjobs, Portfolio, Lernlandkarten als Herausforderungen der Eigenverantwortung. - Kompetenzraster und Checklisten als Werkzeuge für transparente Lerninhalte. - Einblick in die Methodik und Arbeitsweisen im Lernhaus im Campus

WS5

Petersen: WS5: Was Lernen verhindert – Bedeutung von emotionaler Dysregulation im Schulalltag

Kinder und Jugendliche, die aufgrund von emotionalen und/oder Verhaltensproblemen Schwierigkeiten haben, sich an den Schulalltag anzupassen, haben häufig auch Defizite im Bereich der Emotionsregulation. In einigen Fällen führen bereits kleine „Irritationen“ im Alltag dazu, dass die SchülerInnen nicht mehr in der Lage sind, am Unterricht teilzunehmen. Lehrkräfte und SchulsozialarbeiterInnen stehen vor der Aufgabe, die Betroffenen dabei zu unterstützen, den Alltag in der Schule trotz ihrer individuellen Problematik zu bewältigen. Ziel des Workshops ist es, auf Basis eines vertieften Verständnisses für die Hintergründe dieser emotionalen Dysregulation alltagstaugliche Strategien zu entwickeln, um die Kinder und Jugendlichen nachhaltig dabei zu unterstützen, den Schulalltag zu bewältigen. Dazu wird die Entwicklung von Emotionsregulation in den verschiedenen Altersbereichen thematisiert und es werden spezifische Möglichkeiten zur Förderung im schulischen Kontext vorgestellt. Spezifische Fragen und Fallbeispiele können in diesem Rahmen diskutiert werden.

WS6

Dinges: WS6: Kooperative Lernformen als Möglichkeit zum individualisierten Lernen

Ausgehend von den Gelingensbedingungen des Kooperativen Lernens wird ein Überblick zu den wesentlichen Elementen des Kooperativen Unterrichts gegeben: - Das Grundprinzip, - Bedingungen und Möglichkeiten zur kooperativen Texterschließung, - Gute Beziehungen im Klassenraum. Der Workshop ist nach dem Prinzip des sog. ‚Didaktischen Doppeldeckers‘ organisiert: Durch Simulationsphasen wird der Inhalt gleichzeitig auf der Handlungsebene erfahrbar. Die Absicht ist, die Lernprozesse nachhaltiger zu gestalten, indem diese auch in der eigenen Erfahrung verankert werden.

Drucken
zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln