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Veranstaltungsangebote für den schulischen Bildungsbereich in Niedersachsen.

Mathematik: Wahrscheinlichkeitsrechnung im Gerichtssaal und nichtlineare Optimierung
Nr.
KBS939067
Dauer
1 Tag
In Zusammenarbeit mit
TU Clausthal
Anfang
25.09.2019 , 09:30 Uhr
Ende
25.09.2019 , 16:30 Uhr
Anmeldeschluss
16.09.2019
max. Teilnehmer
100
min. Teilnehmer
20
Kosten
25,00 EUR
Adressaten
Lehrkräfte für Mathematik an KGS, IGS, Gymnasien und beruflichem Gymnasium
Beschreibung
Anmeldeschluss 28.08.2019 verlängert bis 16.09.2019

Vortrag 1: Die Wahrscheinlichkeitsrechnung im Gerichtssaal

Die Wahrscheinlichkeitsrechnung ist im Gerichtssaal allgegenwärtig, denn nicht in jedem Fall sind schlagende Beweise vorhanden. Egal, ob in Zahlen oder als »Gewissheit« umschrieben, müssen Richter und Geschworene dann ihre Überzeugung zur Schuld oder Unschuld unter der Berücksichtigung von Wahrscheinlichkeiten formulieren. Eine Reihe von
offensichtlichen Justizirrtümern weist auf typische Fehler hin, die in der Interpretation von Zahlen oder im verwendeten Modell liegen. Einige von ihnen, darunter der Mordprozess gegen den Footballprofi O. J. Simpson sowie der Prozess gegen Sally Clark wegen doppeltem Kindsmord, sollen hier analysiert werden. Zunehmende Bedeutung kommt den Ergebnissen der DNA-Analyse zu. Es lässt sich sowohl theoretisch als auch praktisch nachweisen, dass die Datensätze bei der Spurenanalyse
realer Verbrechen keine eindeutige Identifizierung von Personen erlauben. Diese Tatsache entspricht dem klassischen Geburtstagsparadoxon und wird deshalb als
Geburtstagsparadoxon in der Datenbank bezeichnet. Damit wird klar, dass die Aufklärung von Verbrechen durch sogenannte Cold Hits mit Skepsis betrachtet werden sollte. Weiter wird das »Racial Profiling« – eine auch in Deutschland und der Schweiz praktizierte präventive Beobachtung von ethnischen oder religiösen Minderheiten bei der Verbrechensbekämpfung - aus Sicht der Wahrscheinlichkeitsrechnung kritisiert. Ein Ziel des Vortrags ist eine Brücke zwischen Mathematik, Biologie und Geisteswissenschaften. Durch die Beleuchtung bekannter Grundbegriffe und Konzepte der
Wahrscheinlichkeitsrechnung in einem neuen Kontext erhalten diese mehr Anschaulichkeit. Zugleich wird deutlich, dass die Wahrscheinlichkeitsrechnung auch für Juristen und Sozialwissenschaftler unverzichtbar ist.

Referent: Dr. Raj Spielmann, Gymnasium Kirchenfeld, Bern


Vortrag 2: Von der nichtlinearen Optimierung zum Trainieren von künstlichen neuronalen Netzen: Beispiele und Anwendungen mit taramath

Die Optimierung beschäftigt sich vor allem damit, wie das Minimum (oder das Maximum) einer Funktion gefunden werden kann. Je nachdem, welche Eigenschaften die zu
untersuchende Funktion besitzt, kommen hier unterschiedliche Lösungsverfahren zum Einsatz. Im Vortrag werden einige dieser Methoden besprochen sowie anhand von Beispielen veranschaulicht. Als spezieller Anwendungsfall wird ein künstliches neuronales Netz zur Erkennung von handgeschriebenen Ziffern vorgestellt: Auch hier kommt die nichtlineare Optimierung zum
Einsatz, um anhand von Trainingsdaten ein neuronales Netz derart zu trainieren, dass anschließend Ziffern erkannt werden können. Alle Beispiele des Vortrags werden unter Verwendung der taramath JavaScript-Bibliothek vorgestellt, sodass die Lösungsverfahren anschließend auch eigenständig angewandt und
vertief werden können.

Referent: Dr. Daniel Scholz, Volkswagen AG


Die Teilnahmekosten in Höhe von 25€ werden der Schule in Rechnung gestellt. Die Erstattung der Reisekosten kann nach Entscheidung der Schule aus dem Schulbudget erfolgen (vgl. Hauswirtschaftliche Vorgaben für das Budget der Schule, RdErl. d. MK vom 31.07.2018 – SVBl. 2018, S. 390ff).

Es gelten die »Bedingungen für die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen des Kompetenzzentrums Lehrerfortbildung der TU Braunschweig (KLBS)«: http://www.tu-braunschweig.de/klbs Mit der Anmeldung zu dieser Veranstaltung erkennen Sie diese Bedingungen an.
Auszug: Ein Rücktritt von einer Veranstaltung kann per E-Mail an das Kompetenzzentrum Lehrerfortbildung (KLBS) erfolgen. Geht die Abmeldung bis zu dem in der Veranstaltungsankündigung genannten Meldeschluss beim Kompetenzzentrum Lehrerfortbildung (KLBS) ein, entstehen keine Kosten. Abmeldungen nach Meldeschluss bzw. Nichterscheinen entbinden nicht von der Zahlung der Teilnahmekosten. Der entsendenden Schule bzw. Dienststelle werden die tatsächlich entstandenen Kosten bis zur Höchstgrenze der vollen Teilnahmekosten in Rechnung gestellt. Für die gemeldete Person kann im Falle der Verhinderung eine geeignete Ersatzperson mit allen erforderlichen Daten benannt werden. Die Änderung ist dem Kompetenzzentrum Lehrerfortbildung (KLBS) per E-Mail mitzuteilen. In diesem Fall entstehen keine Kosten.
Zielsetzung
Schulform

Sek I-Bereich,

Sek II-Bereich

Veranstalter
Kompetenzzentrum für Lehrkräftefortbildung (KLBS) TU Braunschweigi
verantwortlich
Veranstaltungsteam
Dr. Henning Behnke (Leitung)

Anmeldung nicht möglich: Der Anmeldeschluss ist schon vorbei

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