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Veranstaltungsangebote für den schulischen Bildungsbereich in Niedersachsen.

Fachtag Begabungsförderung - im Kontext neuer soziologischer und pädagogischer Forschung
Nr.
19.38.22
Dauer
1 Tag
Anfang
18.09.2019 , 09:30 Uhr
Ende
18.09.2019 , 16:30 Uhr
Anmeldeschluss
18.08.2019
max. Teilnehmer
80
min. Teilnehmer
50
Kosten
kostenlos
Adressaten
Der Fachtag richtet sich sowohl an Lehrkräfte, die sich bereits in den bestehenden Kooperationsverbünden Begabungsförderung engagieren, als auch an alle interessierten Lehrerinnen und Lehrer, die sich grundlegend über das Erkennen, die Diagnose und die Förderung besonderer Begabungen informieren möchten.
Beschreibung
Der Fachtag will „Begabungsförderung“ ganz bewusst in einen größeren gesellschaftlichen Kontext stellen und dabei der Frage nachgehen, ob Ungleichheiten hierdurch zementiert oder überwunden werden können.
Die Impulsvorträge nehmen empirische Befunde in den Blick und stellen Modelle vor, die den herkunftsbedingten Unterschieden in den Bildungsprozessen Rechnung tragen, u. a. durch eine zielgerichtete Förderung sprachlicher Kompetenzen in den spezifischen didaktisch-methodischen Anforderungen an die Fächer.
Die so gewonnenen Erkenntnisse eröffnen vielfältige Möglichkeiten, begabungsfördernde Bildungsprozesse zu initiieren sowie bestehende Förder- und Forderkonzepte anzureichern.
Dadurch werden neue Perspektiven auf diagnostische Ansätze und organisatorische Modelle der Begabungsförderung aufgezeigt.
Ein „Markt der Möglichkeiten“ rundet das Programm ab und schafft Raum, sich über Modelle der Begabungsförderung und begabungsfördernde Angebote einzelner Kooperationsverbünde zu informieren, sich mit den handelnden Akteuren auszutauschen und zu vernetzen.

Die erforderlichen Kosten (inkl. Reisekosten) nach den Bestimmungen der Niedersächsischen Reisekostenverordnung werden vom NLQ übernommen.

Mitgebrachte technische Geräte sind nicht über das NLQ versichert.
Zielsetzung
Im Rahmen verschiedener Workshops gelingt der Transfer theoretischer Erkenntnisse in eine praxisnahe Umsetzung. Darüber hinaus öffnet diese praxisorientierte Phase das inhaltliche Angebot des Fachtags um schulrechtliche und schulpsychologische Dimensionen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Fachtags haben zudem die Gelegenheit, binnendifferenzierende Aufgabenformate in den verschiedenen Fachdidaktiken zu entwickeln.
Schulform

beliebig

Veranstalter
Niedersächsisches Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklungi
verantwortlich
Veranstaltungsteam
Carl-Clemens Andresen
M.A. Arne Böker
Katarina Farkas
Mario Hippenstiel (Leitung)
Alexandra Huhn
Susan MacIntyre
Anna Maria Mehring
Workshops

14:00

15:00

16:00

Mathematik

Mehring: Begabungsförderung Mathematik

Inklusiver Mathematikunterricht stellt sich der Herausforderung, jedem Kind - vom rechenschwachen bis zum mathematisch begabten - einen individuellen Lernweg zu ermöglichen. Dabei sollte die Heterogenität als Bereicherung erlebt und erfahrbar gemacht werden. Die Arbeit mit den Bausteinen ermöglicht den Schülerinnen und Schüler genau dies: Lernen im eigenen Tempo und im selbstgewählten Schwierigkeitsgrad. Damit entspricht sie der Pädagogik und dem Menschenbild Maria Montessoris, die das Kind als „Baumeister seiner selbst“ betrachtet. Im Workshop werden das Konzept der Bausteine und die Weiterentwicklung durch den Einfluss von LemaS und insbesondere Herrn Prof. Käpnick (Uni Münster) vorgestellt und zur Diskussion gestellt. Anna Maria Mehring (Leitung) Lehrerin an der Maria Montessori Gesamtschule Aachen (Sek.I) für die Fächer Mathematik und kath. Religionslehre. Frau Mehring besitzt das Montessori Zertifikat (2013) und das ECHA Diplom (2017) und ist in ihrer Schule für den Übergang Grundschule Sek.I zuständig. Seit 2018 ist sie für das LemaS Schulteam Mathematik verantwortlich und arbeitet hierbei mit Herrn Prof. Käpnick (Uni Münster) zusammen.

Schulpsychologie

MacIntyre: Begabungsförderung aus schulpsychologischer Perspektive

Anhand von Fallvignetten bietet der Workshop praxisnahe Beispiele, um die Förderung besonderer Begabungen aus schulpsychologischer Sicht zu untersuchen: Wie können herausfordernde Förderstrategien schulpsychologisch untermauert werden? Welche psychologischen Aspekte und Entwicklungen begleiten den Förderprozess? Darüber hinaus erhalten die Teilnehmenden eine Übersicht über die Angebote der Schulpsychologie im Kontext der Begabungsförderung.

Schulrecht

Andresen: Begabungsförderung im schulrechtlichen Kontext

Die Belange von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Begabungen erfordern bedarfsgerechte und flexible Lösungen, um eine individuelle Förderung zu ermöglichen. Welchen Rahmen bilden schulrechtliche Bedingungen und formale Vorgaben der Grundsatzerlasse zur Umsetzung dieses Anspruchs? Neben einem theoretischen Fundament bietet der Workshop Gelegenheiten zu praxisorientierten Übungen, um anhand von Fallbeispielen rechtlich abgesicherte Förderstrategien zu entwickeln.

Sprache

Farkas: Begabungs- und Begabtenförderung für sprachlich besonders Begabte

Die PH Zug, Schweiz, hat ein Modell für die Begabtenförderung im sprachlichen Bereich entwickelt. Dieses Modell bietet eine geeignete Grundlage für Schulentwicklung und für Forschung auf dem Gebiet der sprachlichen Begabungsförderung. Lehrkräfte sollen angeleitet werden, ihre Kompetenzen in den Bereichen Linguistik, Literatur, Medien und Pädagogik gezielt einzusetzen, um besondere Begabungen von Schülerinnen und Schülern insbesondere im sprachlichen Bereich zu beobachten, sie zu diagnostizieren und eine fachdidaktisch fundierte Förderung umzusetzen. Um diesen Anspruch praxisorientiert und praxistauglich zu verwirklichen, wurde die „Sprachkommode“ entwickelt. Der Workshop widmet sich praxisbezogenen Beispielen für den Unterricht auf Basis dieses Modells.

Ungleichheit

Böker: Begabungsförderung zwischen Zementierung und Überwindung sozialer Ungleichheit

Im Mittelpunkt des Workshops steht ein Theorie-Praxis-Austausch zwischen den Tagungsteilnehmern und Teilnehmerinnen mit dem Referenten. Neben Fragen der Zementierung und Überwindung sozialer Ungleichheiten (s. Vortrag) besteht die Möglichkeit sich über die Praxis von exklusiver und inklusiver Begabtenförderung an den Schulen auszutauschen.

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